Liechtensteiner Landesmuseum in Vaduz, Liechtenstein

Das Landesmuseum in Vaduz erzählt über die kulturelle und naturgeschichtliche Vergangenheit Liechtensteins - © IGOR ROGOZHNIKOV/Shutterstock
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Das Liechtensteiner Landesmuseum in der Hauptstadt Vaduz erzählt über die kulturelle und naturgeschichtliche Vergangenheit Liechtensteins von der Jungsteinzeit bis heute.

Das Landesmuseum des Fürstentums Liechtenstein befindet sich in der Hauptstadt Vaduz und erzählt über die kulturelle und naturgeschichtliche Vergangenheit Liechtensteins.

Geschichte des Liechtensteiner Landesmuseums

Die Gründung des Museums erfolgte Ende des 19. Jahrhunderts unter Fürst Johann II, dessen Ziel war, die historischen Kulturgüter des Landes zu sammeln und sie für die Nachwelt zu konservieren. Damals wurde das noch nicht bewohnte Schloss Vaduz als Museumsgebäude verwendet. Nach mehreren Umzügen, in denen die Ausstellungsstücke vorübergehend auch in verschiedenen Gebäuden untergebracht waren, wurde das Landesmuseum 1972 in der ehemaligen „herrschaftlichen Taverne zum Adler” im Zentrum von Vaduz eröffnet und von der neu gegründeten Stiftung Liechtensteinisches Landesmuseum verwaltet. In den 1990er Jahren wurde das Gebäude, das noch aus dem 15. Jahrhundert stammt, baufällig und musste vorübergehend geschlossen werden, die feierliche Wiedereröffnung erfolgte nach der Renovierung im Jahr 2003.

Ausstellungen im Liechtensteiner Landesmuseum

Die Exponate im Liechtensteiner Landesmuseum umfassen in erster Linie Ausstellungsstücke aus der nationalen und regionalen Geschichte von der Jungsteinzeit vor 6.000 Jahren bis heute. Das Museum ist in sechs Leitbereiche eingeteilt: „siedeln”, „schützen”, „herrschen”, „feiern”, „schaffen” und „nutzen”. In jedem dieser Bereiche wurde ein eigener Kinderstützpunkt eingerichtet, in dem die kleinen Museumsbesucher die ausgestellten Informationen auf ihre Weise spielerisch aufnehmen können.

Zu sehen gibt es prähistorische Werkzeuge aus Stein und Knochen, Modelle früherer Gebäude, historische landwirtschaftliche Geräte, Waffen, königlicher Schmuck, Ehrenabzeichen und Kunstgegenstände aus den verschiedensten Epochen. In der naturkundlichen Sammlung werden Geologie, Flora und Fauna des Alpengebietes vorgestellt.

Zusätzlich zu den Dauerausstellungen beherbergt das Liechtensteiner Landesmuseum auch regelmäßig Sonderausstellungen, die über die sechs Leitbereiche des Museums hinausgehen.

Neben dem Hauptgebäude in Vaduz fungieren das Postmuseum in Vaduz und das bäuerliche Wohnmuseum in der Gemeinde Schellenberg als historische Außenstellen des Landesmuseums. Das Postmuseum im so genannten Engländerbau konzentriert sich vor allem auf beeindruckende historische Briefmarken- und Ansichtskartensammlungen und präsentiert auch historische Gerätschaften des Postwesens. Im Bauernhaus aus dem 16. Jahrhunderts in Schellenberg kann die bäuerliche Kultur des 19. Jahrhunderts nachvollzogen werden.

Tipp: Für die Besuchszeit des Museums sollte man je nach Interesse 2-3 Stunden einplanen. Wer danach noch nicht genug hat, kann mit einem Kombiticket das Liechtensteiner Kunstmuseum besuchen.

Das Liechtensteiner Landesmuseum kann auch ohne Führung besichtigt werden, die Ausstellungsstücke sind alle in deutscher Sprache beschildert. Für zusätzliche Infos empfiehlt sich der Audioguide, der auch in englischer Sprache erhältlich ist. In einem kleinen Café kann man sich von der Vielzahl an historischen Eindrücken erholen.

Weiterführende Links:

Offizielle Website des Liechtensteinischen Landesmuseums inkl. Öffnungszeiten und Eintrittspreise