Piazza dell’Unità d’Italia in Triest, Italien

Die imposante Piazza dell’Unità d’Italia in Triest zählt zu den beeindruckendsten Plätzen Italiens - © James Camel / franks-travelbox
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Die imposante Piazza dell’Unità d’Italia zählt zu den beeindruckendsten Plätzen des Landes und zu den größten und schönsten Plätzen Europas, die direkt am Meer liegen.

Mit einer Fläche von 10.000m² ist der Piazza dell’Unità d’Italia, der Platz der Einigkeit Italiens, der größte Platz von Triest und einer der größten Plätze Italiens, weswegen er auch „Piazza Grande“ genannt wird. Sein besonderer Reiz liegt nicht nur in den monumentalen Prachtbauten, die ihn umgeben, sondern auch in seiner direkten Lage am Mittelmeer. Die eindrucksvollen Gebäude stammen zum Großteil aus dem späten 19. Jahrhundert und wurden von italienischen und österreichischen Architekten gebaut. So ist es nicht verwunderlich, dass der opulente Stil der Bauwerke an die Prachtbauten der Ringstraße in Wien erinnert, der ebenso wie diese Reichtum und Macht der Habsburger widerspiegeln sollte.

Palazzo Comunale – Rathaus von Triest

An seiner Stirnseite wird der Piazza dell’Unità d’Italia vom Palazzo Comunale oder Palazzo del Municipio, dem Rathaus von Triest, begrenzt. Der eklektizistische Monumentalbau entstand zwischen 1872 und 1875 und wurde vom italienischen Architekten Guiseppe Bruni entworfen. Am Dach des Rathauses schlagen die beiden Bronzefiguren „Micheze e Jacheze“ aus dem Jahr 1517 jede volle Stunde. Die Originale dieser Figuren sind übrigens bei der Kathedrale von Triest zu besichtigen.

Am Dach des Rathauses von Triest am Piazza dell’Unità d’Italia schlagen die beiden Bronzefiguren „Micheze e Jacheze“ jede volle Stunde, Italien - © James Camel / franks-travelbox
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Palazzo Modello

Der „Modellpalast“ an der Ecke zur Via Bartoli links neben dem Rathaus wurde ebenfalls von Guiseppe Bruni errichtet und zwei Jahre vor dem Palazzo Comunale vollendet. Es sollte als Vorbild für alle anderen Bauten am Platz dienen, was jedoch nicht durchgesetzt wurde.

Palazzo Stratti

Gleich neben dem Palazzo Modello thront der klassizistische Palazzo Stratti, in dem sich heute das Caffé degli Specchi (Spiegelcafé) befindet, welches bereits die berühmten Schriftsteller Rainer Maria Rilke und James Joyce zu seinen Gästen zählte. Benannt wurde der Palast nach seinem Auftraggeber, dem griechischen Kaufmann Nicolò Stratti, der es 1839 von Antonio Buttazzoni erbauen ließ. Wie ein Schriftzug verrät, gehört das Gebäude heute der Versicherungsgesellschaft Assicurazioni Generali. Über diesem verkörpern mehrere Statuen aus dem 19. Jahrhundert Reichtum und Fortschritt von Triest.

Palazzo del Governo

Der Palazzo del Governo wurde als einer der jüngsten Bauten des Platzes 1905 vollendet und stammt vom österreichischen Architekten Emil Artmann. Seine mit farbigen Mosaiksteinen verzierte Fassade hebt sich deutlich von den anderen Bauwerken ab.

An seiner nordwestlichen Seite öffnet sich der Piazza dell’Unità d’Italia direkt zum Golf von Triest, Italien - © James Camel / franks-travelbox
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Palazzo Pitteri

Der barocke Palazzo Pitteri schließt den Piazza dell’Unità d’Italia gemeinsam mit dem Palazzo del Governo auf der Meerseite ab. Er wurde im Jahr 1790 vom Architekten Ulderico Moro für den heimischen Kaufmann Domenico Plenario erbaut und ist somit eines der ältesten Gebäude auf dem Platz. Noch älter sind lediglich der zentrale Fontana die quattro continenti (Brunnen der vier Kontinente) aus dem Jahr 1750 und die Säule, die 1728 zu Ehren des österreichischen Kaisers Karl VI., der Triest zum Freihafen erklärte, errichtet wurde. Die Statue darauf stammt übrigens aus dem Jahr 1754, zuvor war sie aus Holz.

Grand Hotel Duchi d’Aosta

Der Platz des heutigen Hotels am Piazza dell’Unità war bereits im 3. Jahrhundert bebaut, damals stand hier ein römische Gaststätte zur Bewirtung von Reisenden. Der heutige Bau stammt aus dem Jahr 1873 und wurde von der Versicherungsgesellschaft Assicurazioni Generali in Auftrag gegeben. Das Hotel beherbergte bereits berühmte Gäste wie Giacomo Casanova, Bryan Adams, Anthony Hopkins, Ray Charles oder die Königin Noor von Jordanien.

Neben dem Rathaus am Piazza dell’Unità d’Italia thront der prächtige Palazzo del Lloyd Triestino, der heute die Regierung von Triest beherbergt, Italien - © James Camel / franks-travelbox
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Palazzo del Lloyd Triestino

Zwischen Hotel und Rathaus thront der prächtige Palazzo del Lloyd Triestino, der heute die Regierung von Triest beherbergt. Der Renaissance-Palast wurde 1883 von Heinrich Ferstel erbaut, der auch die Votivkirche in Wien errichtete. Auftraggeber war die Österreischische Lloyd, die größte Schifffahrtsgesellschaft Österreich-Ungarns und des Mittelmeers. Als Triest 1919 an Italien ging, erhielt das „Llyod Austriaco“ einen neuen Namen. Vor allem sehenswert sind die beiden figurlichen Darstellungen von Meerwasser und Süßwasser in der Fassade.