Ibrahim-al-Ibrahim-Moschee, Gibraltar

Die Ibrahim-al-Ibrahim-Moschee an der Südspitze Gibraltars ist die südlichste Moschee Europas und zählt zu den größten Moscheen in einem nicht-muslimischen Land - © philipus / Fotolia
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Die Ibrahim-al-Ibrahim-Moschee ist die südlichste Moschee Europas und befindet sich an der Südspitze Gibraltars am Europa Point. Die schneeweiße Moschee ist weit über das Meer sichtbar.

Die Ibrahim-al-Ibrahim-Moschee liegt an der Südspitze Gibraltars am so genannten „Europa-Point”, der südlichsten Spitze Europas. Die schneeweiße Moschee ist die südlichste Moschee Europas und zählt zu den größten Moscheen in einem nicht-muslimischen Land.

Die Ibrahim-al-Ibrahim-Moschee wurde im Jahr 1995 am Fuß des berühmten Felsens von Gibraltar errichtet und nach zwei Jahren Bauzeit am 8. August 1997 eingeweiht. Die Kosten für die Ibrahim-al-Ibrahim-Moschee betrugen etwa 5 Millionen Pfund und wurden vom saudi-arabischen König Fahd Al-Saud finanziert. Deshalb lautet ihr zweiter Name auch King Fahd bin Abdulaziz al-Saud-Moschee. Das Areal der prachtvollen Moschee umfasst außerdem eine Schule, einen Hörsaal und eine Bibliothek.

Meist wirkt die Ibrahim-al-Ibrahim-Moschee jedoch verlassen. Die Türen sind geschlossen und man sieht auch selten Menschen, so dass das millionenschwere Bauwerk eher wie ein Denkmal als eine Gebetsstätte wirkt. Steht man vor der Ibrahim-al-Ibrahim-Moschee, die sich majestätisch vor dem mächtigen Gibraltar-Felsen erhebt, kann man sich ihrer eindrucksvollen Aura dennoch kaum entziehen.

Moschee am “Tor zu Europa”

Der Standort an der südlichsten Spitze Europas wurde von König Fahd Al-Saud weise gewählt. Jeden Tag passiert eine Vielzahl an Schiffen die Straße von Gibraltar, auf ihrem Weg in den Atlantik oder zurück ins Mittelmeer. Alleine die Fähren zwischen Europa und Afrika verkehren beinahe stündlich. Passiert man vom Atlantik aus das Tor zu Europa, wird man von der prachtvollen Moschee begrüßt. Ihr hoher schlanker Turm ist von weithin sichtbar und thront über der Landspitze von Gibraltar. Nur der Leuchtturm am Europa-Point steht noch weiter vorne an der Küste. In der Nacht ist die beleuchtete Ibrahim-al-Ibrahim-Moschee kilometerweit über das Meer sichtbar.

Und so werden Neuankömmlinge aus dem Atlantik oder aus Afrika vom Islam willkommen geheißen, obwohl in Gibraltar nicht einmal 10% der Bevölkerung Muslime sind.