Potsdamer Platz in Berlin, Deutschland

Mit Shopping, Gastronomie, Kultur und Entertainment gehört der geschichtsträchtige Potsdamer Platz zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Berlin, Deutschland - © Noppasin / Shutterstock
© Noppasin / Shutterstock

Mit seinen vielfältigen Möglichkeiten aus Shopping, Gastronomie, Kultur und Entertainment gehört der geschichtsträchtige Potsdamer Platz im Zentrum von Berlin zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der deutschen Hauptstadt.

Als Knotenpunkt im Berliner Bezirk Mitte zwischen der alten Innenstadt im Osten und dem neuen Westen Berlins ist der Potsdamer Platz sowohl für den Verkehr, als auch für den Tourismus ein bedeutender Treffpunkt. Als ehemaliger Standort der Berliner Mauer steht er außerdem für das neue, moderne Berlin, was durch monumentale Bauwerke aus Glas und Stahlbeton eindrucksvoll demonstriert wird.

BILDER: Potsdamer Platz in Berlin

Geschichte des Potsdamer Platzes

In den goldenen 1920ern war der Potsdamer Platz unangefochtenes Zentrum Berlins – sowohl wirtschaftlich als auch kulturell. Als verkehrsreichster Platz Europas gehörte er auch zu den ersten des Kontinents, die eine Verkehrsampel erhielten.

Nach dem Zweiten Weltkrieg sah sich der Potsdamer Platz als Treffpunkt dreier Besatzungsmächte – Sowjets, Amerikaner und Briten. 16 Jahre nach Kriegsende wurde der Platz durch die Berliner Mauer in der Mitte geteilt und ab sofort kaum mehr beachtet. Eine Markierung am Boden erinnert heute noch an ihren Verlauf.

Nach dem Mauerfall 1989 erlebte der Potsdamer Platz in Berlin, Deutschland, seine Wiedergeburt und galt plötzlich als Symbol für Freiheit und Moderne - © SoWhat / Shutterstock
© SoWhat / Shutterstock

Nach dem Mauerfall 1989 erlebte der Potsdamer Platz seine Wiedergeburt und galt plötzlich als Symbol für Freiheit und Moderne. Seine Verwandlung vom hässlichen, kaum frequentierten Brachland zum lebhaften Großstadtzentrum dauerte nicht einmal ein Jahrzehnt.

Zentrum für Shopping und Gastronomie, Kultur und Entertainment

Aus dem Nichts entstand nach dem Fall der Berliner Mauer ein modernes Stadtzentrum, federführend entworfen von den beiden Ideen-Wettbewerbs-Siegern Heinz Hilmer und Christoph Sattler. Nicht umsonst galt der Potsdamer Platz in den 1990ern als größte Baustelle Europas. Damals entstanden markante Gebäude, wie das Sony Center mit dem halbrunden Bahn Tower, das DaimlerChrysler Quartier und das 463 Millionen schwere Beisheim Center mit den Hotels Ritz-Carlton und Marriott. Im Winter verwandelt sich der Potsdamer Platz in einen der größten Weihnachtsmärkte Berlins und bietet auf mobilen Wintersportbahnen Fun und Action für die gesamte Familie.

Speed-Lift auf den Panorama-Punkt

Der nach eigenen Angaben schnellste Aufzug Europas bringt seine Passagiere mit einer Geschwindigkeit von 8,5m/s auf den „Panoramapunkt“ am gigantischen Kollhoff-Tower. Die Sonnenterrasse des 103m hohen, dunkelroten Büroturms bietet im 24. Stockwerk neben Café und der historischen Ausstellung „Berliner Blicke“ einen herrlichen Rundumblick über Berlin. Von kaum einem anderen Ort der Stadt können derart viele markante Punkte Berlins mit freiem Auge gesehen werden.

Sony Center

Mit seiner markanten, zeltartigen Kuppel gehört das Sony Center zu den auffälligsten Gebäuden auf dem Potsdamer Platz in Berlin, Deutschland - © Ana del Castillo / Shutterstock
© Ana del Castillo / Shutterstock

Mit seiner markanten, zeltartigen Kuppel gehört das Wohn-, Arbeits- und Unterhaltungszentrum Sony Center zu den auffälligsten Gebäuden auf dem Potsdamer Platz. Direkt unter der von Helmut Jahn entworfenen Stahlkonstruktion liegt mit der „Piazza“ ein weitläufiger Platz, um den sich in sechs Gebäuden zahlreiche Freizeit- und Shopping-Möglichkeiten ausbreiten. Den Abschluss des Sony Centers bildet der halbrunde, 103m hohe Bahn-Tower.

Ebenfalls im Sony Center zu finden ist das Museum für Film und Fernsehen, welches unter anderem eine eigene Ausstellung über die deutsche Schauspielerin und Sängerin Marlene-Dietrich beherbergt. Ein Fest für Kids ist ein Besuch des Legoland Discovery Centers, eine einmalige Kreativ-Welt mit vier Millionen Legosteinen.

Der halbrunde, 103m hohe Bahn-Tower bildet den Abschluss des Sony Centers am Potsdamer Platz in Berlin, Deutschland - © pio3 / Shutterstock
© pio3 / Shutterstock

Geschichte und Kunst im Haus Huth

Das Haus Huth stammt aus dem Jahr 1912 und ist das einzige aus der Vorkriegszeit erhaltene Gebäude am Potsdamer Platz – deutlich zu erkennen an der hübschen, stuckverzierten Fassade. Bei freiem Eintritt kann hier die Daimler Kunstsammlung mit Schwerpunkt auf dem 20. Jahrhundert besichtigt werden, die alle drei Monate ihre Exponate erneuert. Auch außerhalb der Gebäude trifft man am Potsdamer Platz im wahrsten Sinne des Wortes an allen Enden auf Kunst. Die Skulpturen namhafter Künstler, wie Anke de Vries, Keith Haring oder Frank Stella sind so verteilt, dass man ihnen garantiert über den Weg läuft.

Potsdamer Platz Arkaden

Shopaholics sollten einen Besuch der Arkaden am Potsdamer Platz auf keinen Fall versäumen. In der gigantischen Konstruktion aus Stahl und Glas garantieren 140 Shops auf drei Stockwerken Einkaufs-Vergnügen quer durch alle Branchen. Im Erdgeschoß kommen im Food Court der internationalen Küche auch Feinschmecker auf ihre Kosten.

Tipp: Die Tiefgarage der Arkaden ist der beste (und günstigste) Ort, sein Fahrzeug vor einer Sightseeing-Tour durch Berlins Innenstadt abzustellen.

Berlinale am Potsdamer Platz

Im Februar jeden Jahres fungiert der Potsdamer Platz als großartiges Zentrum und vielbesuchte Hauptbühne der Berlinale, dem weltberühmten internationalen Film Festival von Berlin. VIPs der Kinowelt marschieren dann über den Roten Teppich zum Berlinale Palast, in der Hoffnung, den begehrten Goldenen Bären zu ergattern. Die Stars und Sternchen der deutschen Filmgeschichte wurden am 320m langen Boulevard der Stars auf der Potsdamer Straße verewigt.

Auch abseits der Filmfestspiele ist am Potsdamer Platz großes Kino angesagt. Das Cinemaxx zwischen Potsdamer Straße und Voxstraße zeigt in 19 Kinosälen mit insgesamt 3.500 Sitzen die größte Filmauswahl Deutschlands.

Megakonzert – The Wall

Nach dem die Berliner Mauer im Jahre 1989 gefallen war, wurde am 21. Juli 1990 „The Wall” – ein Album der britischen Rockband Pink Floyd – auf dem Potsdamer Platz aufgeführt. Das Konzert war eine Inszenierung von Roger Waters, nachdem er Pink Floyd verlassen hatte und vielen Mitwirkenden wie z.B. Cyndi Lauper, Joni Mitchell, Sinéad O’Connor, Bryan Adams, Jerry Hall und Van Morrison. Alle verzichteten dabei auf ihre Gage. Von der Rockband Pink Floyd nahm niemand an diesem Konzert teil.

Für diesen Musikevent wurden ca. 200.000 Karten verkauft. Da vor dem Beginn des Konzerts aus Sicherheitsgründen alle Tore geöffnet wurden – der Andrang war zu groß – konnten weit mehr Personen, Schätzungen gehen bis zu 350.000, das Konzert miterleben.

Weiterführende Links:

Offizielle Website des Potsdamer Platzes