Nikolai-Viertel in Berlin, Deutschland

Blick auf das Spreeufer am Nikolaiviertel in Berlin, Deutschland - © ArTo / Fotolia
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Das Nikolai-Viertel in Berlin liegt zwischen dem Berliner Rathaus und der Spree, nahe dem Alexanderplatz. Ein Stück Berlin, wie es ursprünglicher nicht sein könnte.

Das Nikolaiviertel befindet sich in Berlin, Deutschland, an der Spreeinsel, nahe dem Alexanderplatz. Es ist eine Art Freilichtmuseum, in welchem man die Spuren der 750jährigen Stadtgeschichte Berlins verfolgen kann.

Über Jahrhunderte war das Viertel Zentrum kultureller, gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Entwicklungen und enthält heute eine Vielzahl an spektakulären Bauten, die bei einem gemütlichen Spaziergang durch das Viertel besichtigt werden können.

Highlights im Nikolaiviertel

Die Nikolaikirche aus dem 13. Jahrhundert ist das älteste erhaltene Bauwerk Berlins, Deutschland - © Anibal Trejo / Shutterstock
© Anibal Trejo / Shutterstock

Das wohl berühmteste Bauwerk des Nikolaiviertels ist die atemberaubende Nikolaikirche, das älteste erhaltene Bauwerk Berlins. Der ursprüngliche Bau stammt aus dem 13. Jahrhundert, im Lauf der Zeit wurde die Kirche allerdings immer wieder erweitert und ausgebaut. Während des Zweiten Weltkriegs hatte auch sie die Auswirkungen der Zerstörung zu spüren: lange Zeit wurde das eingestürzte Dach nicht mehr wiederhergestellt. Heute befindet sich darin ein Museum für sakrale Plastiken.

Aber nicht nur die Nikolaikirche, auch das jüdische Kaufhaus Israel, welches bis zum Zweiten Weltkrieg zu großem Ansehen gelangt war, hatte unter dessen Folgen zu leiden. Zuerst wurde es zwangsarisiert, ehe es im Krieg der völligen Zerstörung zum Opfer fiel.

Erst in den 1980er Jahren wurde das Viertel wieder aufgebaut und die Folgen des Krieges beseitigt. Kurze Zeit später, unmittelbar nach der Wende, wurde in der Nikolaikirche die erste Sitzung des Gesamtberliner Abgeordnetenhauses abgehalten. Somit ist das Nikolaiviertel der Ausgangspunkt einer gemeinsamen Stadtgeschichte des ehemaligen Ost- und Westberlin.

Am Nikolaikirchplatz steht heute noch das Wohnhaus von Gotthold Ephraim Lessing, außerdem findet man hier auch das Knoblauchhaus, in welchem im 18. Jahrhundert die einflussreiche Familie Knoblauch residierte. Heute beherbergt es ein Museum über die Zeit des Biedermeier und die Familie Knoblauch, außerdem ist es das letzte in Berlin erhaltene Bürgerhaus aus dem 18. Jahrhundert.

Heute stößt man im Nikolaiviertel außerdem auf insgesamt fünf Museen, viele schmucke Cafés und gemütliche Restaurants sowie eine Vielzahl an edlen Boutiquen und Designershops. Diese findet man vor allem in der Gasse Am Nußbaum, welche direkt ins Herz des Nikolaiviertels führt.

Das St. Georgs-Denkmal am Spreeufer ist das meistfotografierte Bildwerk im gesamten Nikolaiviertel, Berlin, Deutschland - © Anibal Trejo / Shutterstock
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Für kulturell interessierte Besucher hält das Viertel eine große Auswahl an Bildwerken bereit, wie zum Beispiel das St. Georgs-Denkmal am Spreeufer. Hier ist eine berühmte Kampfszene mit Pferd und Drache dargestellt; es handelt sich dabei um das meistfotografierte Bildwerk im gesamten Nikolaiviertel.

Man findet hier auch viele berühmte Bauwerke, wie zum Beispiel das Ephraim-Palais am Mühlendamm, ein bedeutender Bürgerpalast aus dem 18. Jahrhundert, oder die Gerichtslaube an der Poststraße.

Das Ephraim-Palais am Mühlendamm, ein bedeutender Bürgerpalast aus dem 18. Jahrhundert im Nikolai-Viertel in Berlin, Deutschland - © elxeneize / Fotolia
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So wie bei diesen beiden Gebäuden handelt es sich auch bei etlichen anderen allerdings nicht um die Originalbauten, welche ursprünglich an anderen Orten gestanden hatten, sondern um Rekonstruktionen, die hier im Nikolaiviertel zur Besichtigung wieder aufgebaut wurden.

Weiterführende Links:

Offizielle Seite des Nikolaiviertels