Münchens Altstadt – Geschichte, Übernachtungsmöglichkeiten, Hotspots

Mit einer langen und bewegten Geschichte ist München für Reisende aus aller Welt ein spannender Anlaufpunkt, Deutschland - © Noppasinw / stock.adobe.com
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In vielen urbanen Räumen hat die jeweilige Altstadt besondere Attraktionen zu bieten. Dies gilt auch für München. Mit einer langen und bewegten Geschichte sowie diversen Hotspots und Sehenswürdigkeiten ist sie für Reisende aus aller Welt ein spannender Anlaufpunkt.

Viele Menschen bevorzugen aus verschiedensten Gründen eine Inlandsreise. Es sind keine Schwierigkeiten mit Einreise oder Zoll vorherzusehen und dieselbe Sprache und dieselbe Währung vereinfachen den Urlaub erheblich. Auch die Planung gestaltet sich in den meisten Fällen leichter und sicherer als bei einer Reise ins Ausland.

Da sich verschiedene Rahmenbedingungen kurzfristig noch stark verändern können, ist eine zusätzliche Absicherung sinnvoll. Vor allem bei frühzeitiger Buchung kann der Abschluss einer Storno-Versicherung helfen, den Geldbeutel zu schonen. Darüber hinaus ist eine Reiserücktrittsversicherung zu empfehlen, um Kosten zu vermeiden, falls man selbst erkrankt.

Einige dieser Punkte, wie zum Beispiel die Möglichkeiten zur Stornierung, können auch bei einem Trip im Inland von Bedeutung sein. Allerdings ist der Gesamtaufwand der Planung einer Reise innerhalb Deutschlands in vielen Fällen geringer.

Daher ist eine Stadt wie beispielsweise München eine gute Alternative zur Fernreise mit Strand und Meer. Gerade durch ihre lange Geschichte und vielseitigen Sehenswürdigkeiten ist die bayerische Landeshauptstadt ein ideales Ziel für Städtereisen.

Geschichte der Münchner Altstadt

Seine Altstadt hat für München eine besondere Bedeutung. Sie ist das ehemalige Stadtzentrum und somit der Kern und Grundstein der Geschichte Münchens. Diese beginnt im Jahr 1158, zu dieser Zeit wurde die Stadt erstmals erwähnt. Der eigentliche Ursprung Münchens liegt laut der Webseite der Stadt jedoch schon einige 100 Jahre vorher. Um die Altstadt herum wurden neue Viertel gebaut, der Stadtkern blieb als solcher erhalten.

Viertel in der Altstadt

Es gibt verschiedene Definitionen, welche Viertel konkret zur Altstadt gehören. Eine gängige, die seit der Erweiterung der Stadt im 13. und 14. Jahrhundert besteht, schließt folgende vier Viertel mit ein:

  • Angerviertel
  • Graggenauer Viertel
  • Hackenviertel
  • Kreuzviertel

Diese finden alle im 15. Jahrhundert erstmals eine belegbare urkundliche Erwähnung, abgesehen vom Angerviertel, welches zum ersten Mal im 16. Jahrhundert offiziell als Name auftaucht. Das Angerviertel erstreckt sich über eine verhältnismäßig große Fläche in der Altstadt. Im 14. Jahrhundert gab es einen verheerenden Stadtbrand, der seinen Ursprung im Angerviertel nahm, konkreter am dort ansässigen Kloster.

Das Graggenauer Viertel befindet sich im Nordosten der Altstadt. Es wird auch Wilbrechts-Viertel genannt. In früheren Jahrhunderten bot dieser Teil der Altstadt dem Adel eine Heimat, was sich durch die Nähe zum Alten Hof begründen lässt.

Handeltreibende Menschen waren in vergangenen Jahrhunderten im Hackenviertel ansässig. Der Name „Hacken“ wurde damals für ein eingezäuntes Gelände verwendet. Eine Alternativbezeichnung für den Ort ist Kramerviertel.

Im Kreuzviertel, welches im Nordwesten der Altstadt liegt, fand die Geistlichkeit Münchens einen Anlaufpunkt. Das Viertel war geprägt durch eine hohe Anzahl an ansässigen Klöstern. Es wird auch Eremitenviertel genannt.

Geschichtsträchtige Orte in der Altstadt

Der Marienplatz hatte als wichtiges Handelszentrum in früheren Jahrhunderten eine besondere Bedeutung in der Münchner Altstadt, Deutschland - © rh2010 / stock.adobe.com
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Der Marienplatz hatte als wichtiges Handelszentrum in früheren Jahrhunderten eine besondere Bedeutung in der Münchner Altstadt. Dies lag daran, dass die Handels- und Einkaufsstraßen hier zusammentrafen. Über einen langen Zeitraum seiner bewegten Geschichte war der Ort also zunächst ein Marktplatz.

Auch politisch spielte er eine große Rolle: Im Laufe des 15. Jahrhunderts wurde hier das Alte Rathaus erbaut und fertiggestellt, was dem Platz ebenso zu seiner Berühmtheit verhalf.

Im Kreuzviertel befindet sich die Augustinerkirche, die von Eremiten des Ordens im 13. Jahrhundert gebaut wurde. Sie ist nicht nur ein weiterer deutlicher Beleg für die Geistlichkeit dieses Stadtteils.

Im dortigen Kloster wurde nicht lange nach der Eröffnung schon Bier gebraut: Daher hat das heute weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannte Augustiner-Bräu seinen Namen. Die Bekanntheit liegt womöglich unter anderem auch daran, dass die Brauerei alljährlich ein Festzelt auf dem Oktoberfest betreibt.

Übernachtungsmöglichkeiten

Die Altstadt von München hält für ihre Besucher diverse Übernachtungsmöglichkeiten bereit. Diese reichen von hochpreisig und weltbekannt bis hin zu Optionen, die auch mit einem schmaleren Urlaubsbudget erschwinglich sind.

Eines der wohl legendärsten Altstadt-Hotels ist der Bayerische Hof. Nicht umsonst trägt es 5 Sterne. Dies schlägt sich auch in den Preisen nieder. Große Namen aus aller Welt waren hier bereits hier zu Gast. Dazu gehören unter anderem:

  • Woody Allen
  • Kevin Costner
  • Jon Bon Jovi
  • Angela Merkel
  • Bill Clinton

Ideal also, für Menschen, die sich zum einen etwas gönnen und des Weiteren womöglich die eine oder andere prominente Persönlichkeit treffen möchten. Ähnlich nobel ist das Hotel Vier Jahreszeiten Kempinski in der Altstadt, welches ebenfalls 5 Sterne trägt.

Allerdings gibt es in der Münchener Altstadt auch günstigere Übernachtungsoptionen. Dazu zählen das Hotel Concorde oder das Motel One am Sendlinger Tor. Hier bestehen Preise von knapp unter 100 bis ungefähr 150 Euro pro Nacht.

Sehenswürdigkeiten in der Münchner Altstadt

Die Münchner Altstadt bietet diverse Hotspots für Touristen, die aus unterschiedlichen Gründen einen Besuch wert sind. Sie blickt auf eine lange Geschichte zurück, in der Geistlichkeit, Adel und Handel eine große Rolle spielten. Auch heute bietet sie vielfältige und abwechslungsreiche kulturelle Anlaufpunkte für Touristen und Einheimische. Nahezu jeder Geschmack wird auf einem kleinen Raum bedient.

Marienplatz, Mariensäule und Neues Rathaus

Der Marienplatz ist einer der bekanntesten Plätze Münchens. Dort befindet sich die Mariensäule, auf der das Bildnis von Maria, der Patrona Bavariae (bedeutet übersetzt: Schutzpatronin Bayerns) aufgestellt ist.

Außerdem wurde am Marienplatz zu Beginn des 20. Jahrhunderts das Neue Rathaus fertiggestellt, indem heutzutage der Oberbürgermeister residiert. Einheimische und Touristen können dort in einer Galerie die Aussicht genießen.

Frauenkirche

Die Frauenkirche, auch „Dom zu Unserer Lieben Frau“ genannt, ist ebenfalls für Touristen besuchbar. Auch Gottesdienste werden abgehalten. Die Kirche ist zugleich Heimat des Erzbischofs von Freising.

Das Bauwerk, welches seit dem 13. Jahrhundert besteht, blickt auf eine lange und bewegte Geschichte zurück. Unter anderem ist die Kirche die Grabstätte mehrerer bayerischer Herzoge. Sie wurde über die Jahrhunderte mehrmals umgestaltet.

Viktualienmarkt

Der Viktualienmarkt ist bekannt für seine kulinarische Vielfalt. Den Namen trägt er dank eines veralteten Begriffes für Lebensmittel, der wiederum auf das lateinische Wort „victualia“ (gleiche Bedeutung) zurückgeht.

In früheren Zeiten diente er als Bauernmarkt. Seit mehreren Jahrhunderten findet er täglich außer an Sonn- und Feiertagen statt. Neben einem Biergarten bietet er, wie der Name schon vermuten lässt, diverse Lebensmittel.

Hofgarten

Der Hofgarten ist einer der entspannteren Orte in München. Als Park dient er sowohl den Anwohnern, als auch den Touristen für eine gelungene Auszeit. Die Anlage wurde im 16. Jahrhundert geschaffen, hat also eine lange Geschichte und Tradition.

Dort befindet sich der Dianatempel, auch die Theatinerkirche ist in Sichtweite. Zudem bietet der Park eine idyllische Kulisse. Er liegt in der Nähe des Englischen Gartens, der ebenfalls einen Besuch wert ist.

Sankt-Jakobs-Platz

Der Sankt-Jakobs-Platz ist vor allem für das jüdische Leben in München wichtig und eine Art Zentrum dieser Kultur und Religion. Um diesen Treffpunkt liegen verschiedene Bauten und Anlaufpunkte diesbezüglich:

Auch das Münchener Stadtmuseum ist unweit zu finden. In der Kultusgemeinde finden regelmäßige Konzerte und Lesungen statt. Gerade für kulturinteressierte Reisende ist ein Besuch des Sankt-Jacobs-Platzes also fast schon Pflicht.

Bayerische Staatsoper

Die Bayerische Staatsoper in der Münchner Altstadt hat eine mehrere Jahrhunderte lange Geschichte, Deutschland - © Zechal / stock.adobe.com
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Die Bayerische Staatsoper befindet sich am Max-Joseph-Platz mitten in der Altstadt. Das Gebäude wird auch Nationaltheater genannt. Es hat eine mehrere Jahrhunderte lange Geschichte und blickt auf eine Reihe von Intendanten zurück.

Unter anderem zählt dazu Sir Peter Jonas. Der Brite wurde zum Ende der 90er-Jahre des letzten Jahrhunderts aufgrund seines Engagements im Münchener Opernhaus geadelt. Auch aktuell werden verschiedene Stücke aufgeführt, die bei Musikinteressierten Begeisterung auslösen.

Kunsthalle

Die Kunsthalle befindet sich in der Theatinerstraße und wurde in den 80er-Jahren des letzten Jahrhunderts gegründet. Sie ist über die Stadtgrenzen hinaus bekannt und Anlaufpunkt für eine hohe Zahl an Kunstbegeisterten aus aller Welt.

Die Halle wird von der Hypo Kulturstiftung betrieben, einer gemeinnützigen Einrichtung der Hypo-Vereinsbank/UniCredit Bank München. Die Ausstellungen, die das Haus bietet, wechseln ungefähr drei bis viermal pro Jahr.