Konzerthaus am Gendarmenmarkt in Berlin, Deutschland

Das prächtige Konzerthaus am Gendarmenmarkt im Bezirk Mitte gehört zu den klassizistischen Glanzstücken von Berlin, Deutschland   - © Cameris / Shutterstock
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Das prächtige Konzerthaus in Berlin Mitte gehört zu den klassizistischen Glanzstücken der Stadt und macht den Gendarmenmarkt gemeinsam mit den beiden eindrucksvollen Kirchen an seiner Seite zu einem der schönsten Plätze Deutschland.

Das prächtige Konzerthaus am Gendarmenmarkt stellt zwischen Deutschem Dom und Französischem Dom den Mittelpunkt eines der schönsten architektonischen Ensembles von Berlin. Diesem harmonischen Bild ist es zu verdanken, dass der Gendarmenmarkt zu den prächtigsten Plätzen Deutschlands zählt.

Vom kleinen Komödientheater zum weltbekannten Konzerthaus

Das „Schauspielhaus in der Berliner Mitte“ wurde ab 1817 errichtet und 1821 mit Goethes Werk „Iphigenie auf Tauris“ eröffnet. Zuvor stand hier das Nationaltheater, welches 1817, nur 15 Jahre nach seiner Eröffnung, einem Brand zum Opfer gefallen war. Dieses wiederum ersetzte im Jahr 1802 das kleine Komödientheater, welches 1773 zwischen den beiden Kirchen (damals noch ohne Dom) entstanden war.

Entworfen hatte das Meisterwerk des preußischen Klassizismus Karl Friedrich Schinkel, für die Innenausstattung waren Christan Rauch und Friedrich Tieck verantwortlich, im Zuge derer der Hauptsaal einen neubarocken Umbau erhielt.

Beim jährlichen Fest der Lichter in Berlin erstrahlt das Konzerthaus neben dem ebenso imposanten Deutschen Dom in besonderer Pracht, Deutschland - © Jule_Berlin / Shutterstock
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Das Schauspielhaus entwickelte sich schnell zum kulturellen Zentrum, das weit über die Grenzen von Berlin hinaus bekannt war. Nicht zur Theaterstücke, auch Konzerte und Opern wurden im prunkvoll geschmückten Saal aufgeführt. Zu den berühmtesten Uraufführungen gehören „Freischütz“, von Carl Maria von Weber selbst dirigiert, und die Berliner Erstdarbietung von Beethovens weltberühmter 9. Symphonie.

Im Zweiten Weltkrieg musste das Schauspielhaus in diversen Kampfhandlungen und Bombardements schwere Schäden davontragen, die weitreichende Umbau- und Reparaturarbeiten nach sich zogen. Erst zwischen 1979 und 1984 wurde das Schauspielhaus vollständig und originalgetreu wieder aufgebaut und von nun an „Konzerthaus“ genannt. Nach wie vor werden Besucher aus aller Welt wieder von Tiecks bronzenen Raubtieren vor dem majestätischen Gebäude begrüßt. Löwe und Panther, die von musizierenden Figuren geritten werden, sollen die Macht der Musik symbolisieren.

Besucher aus aller Welt werden am Gendarmenmarkt vor dem majestätischen Konzerthaus in Berlin von zwei bronzenen Raubtieren begrüßt, Deutschland - © tichr / Shutterstock
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Besuch des Konzerthauses

Auf den vier Bühnen im Großen Saal, Kleinen Saal, Werner-Otto-Saal und Musikclub werden jedes Jahr rund 550 Veranstaltungen aufgeführt. Das breite Angebot umfasst Alte und Neue Musik, Sinfoniekonzerte, Kammermusik, Musiktheater und spezielle Vorstellungen für Kinder. Orchester und Ensembles aus der ganzen Welt reisen nach Berlin, um sich im Konzerthaus zu präsentieren.

Aufgrund seines spektakulären Rahmens und hohen Bekanntheitsgrades ist das Konzerthaus immer wieder Schauplatz für musikalische Wettbewerbe, aber auch Veranstaltungen nicht musikalischer Art, wie politische Feste oder Preisverleihungen.

Um seinem Ziel gerecht zu werden, Musik in überraschender und ungewohnter Manier unter das Volk zu bringen, bietet das Konzerthaus diverse Abo-Reihen an, von bedeutenden klassischen Werken über den Komponisten-Marathon bis zum musikalischen Länderfestival. Und so lassen sich Konzerte auch als Zuschauer „mittendrin“ im Orchester erleben, Familienkonzerte laden zum Mitmachen ein und bei öffentlichen Proben gibt der Dirigent persönlich Hintergrundinformationen zu den verschiedenen Werken.

Weiterführende Links:

Offizielle Website des Konzerthauses am Gendarmenmarkt