Checkpoint Charlie in Berlin, Deutschland

Der Checkpoint Charlie im Zentrum von Berlin ist bis heute der berühmteste Grenzübergang der Berliner Mauer, Deutschland - © SoWhat / Shutterstock
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Als Schauplatz der Panzerkonfrontation von 1961 sowie zahlreicher spektakulärer Fluchtversuche ist der Checkpoint Charlie im Zentrum von Berlin heute der berühmteste Grenzübergang der Berliner Mauer.

Viel ist vom originalen Checkpoint Charlie nicht mehr übrig geblieben. Die Mauer zwischen Ost und West ist gefallen und die Schranken und Wachtürme sind längst nicht mehr original – dennoch zählt der berühmte Kontrollpunkt mitten in der Stadt zu den Top-Sehenswürdigkeiten von Berlin.

BILDER: Checkpoint Charlie in Berlin

Vermächtnis aus dem kalten Krieg

Der Checkpoint Charlie an der heutigen U-Bahn-Station Kochstraße ist der berühmteste Grenzübergang, der zwischen 1961 und 1989 über die Berliner Mauer führte und einer der drei Grenzübergänge, die unter der Aufsicht der Amerikaner standen. Daher hatte der Kontrollpunkt auch seinen Namen. Er wurde nach dem dritten Buchstaben im amerikanischen Alphabet benannt: Alpha, Bravo, Charlie.

Am Checkpoint Charlie wurden damals die Bewegungen zwischen dem westlichen Bezirk Mitte und dem östlichen Bezirk Kreuzberg überwacht. Wer über die Grenze wollte, musste entweder Ausländer oder BRD- bzw. DDR-Funktionär sein.

Der Checkpoint Charlie an der heutigen U-Bahn-Station Kochstraße zählt heute als Gedenkstätte zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Berlin, Deutschland - © VanderWolf Images / Shutterstock
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Im Oktober 1961, kurz bevor die Berliner Mauer und der Checkpoint installiert wurden, standen sich im Zuge des Kalten Krieges die Panzer der Sowjetunion und der Alliierten gefechtsbereit mit scharfer Munition gegenüber. Glücklicherweise kam es jedoch nicht zur Eskalation, was höchstwahrscheinlich den Start des Dritten Weltkriegs bedeutet hätte. Heute ist bekannt, dass beide Seiten den Befehl hatten, im Notfall zu schießen.

Traurige Berühmtheit erlangte der Checkpoint Charlie auch aufgrund zahlreicher Fluchtversuche von der DDR in die BRD, von denen nicht wenige tödlich verliefen.

Checkpoint Charlie heute

Heute ist der ehemalige Checkpoint Charlie eine Gedenkstätte und gehört zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Berlin. Der echte Checkpoint wurde 1990 zwar ins Alliierten-Museum in der Clay Allee verlegt, doch das stört die Besucher wenig. Seit dem 13. August 2000 ziert den Checkpoint eine Nachbildung des Kontrollhäuschens, komplett mit Uniformierten, Schranken und Sandsäcken (die übrigens nicht mit Sand, sondern mit Beton gefüllt sind). Auch die beiden Hinweistafeln über das Betreten und Verlassen des amerikanischen Sektors sind nicht mehr original.

Die beiden Hinweistafeln über das Betreten und Verlassen des amerikanischen Sektors am Checkpoint Charlie in Berlin, Deutschland, sind nicht mehr original - © Oscity / Shutterstock
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Mauer-Museum am Checkpoint Charlie

Das Mauer-Museum ist in einem Gebäude direkt gegenüber des Checkpoint Charlie untergebracht. Es wurde am 14. Juni 1963, damals noch gleich neben der Berliner Mauer, eröffnet. Das Museum dokumentiert unter anderem zahlreiche spektakuläre Fluchtversuche und diverse Fluchtobjekte, darunter Autos, Heißluftballons und sogar ein Mini-U-Boot.

Erfolgreiche und missglückte Fluchtversuche sind auch Thema der Freilicht-Galerie, einer fotografischen Open-Air-Ausstellung vom Sommer 2006.

Weiterführende Links:

Öffnungszeiten und Eintrittspreise des Museums am Checkpoint Charlie in Berlin