Steinerne Pilze bei Beli Plast, Bulgarien

Die steinernen Pilze bei Beli Plast im südlichen Bulgarien entstanden über Jahrtausende aus verschieden hartem Tuffgestein - © FRASHO / franks-travelbox
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Die steinernen Pilze bei Beli Plast im südlichen Bulgarien entstanden über Jahrtausende aus verschieden hartem Tuffgestein und können bei freiem Eintritt besichtigt werden.

In der Nähe der Felsenstadt Perperikon, Bulgariens berühmtester archäologischer Stätte, liegt eine etwas weniger bekannte Sehenswürdigkeit, deren Umweg man in jedem Fall in Kauf nehmen sollte.

BILDER: Steinerne Pilze bei Beli Plast

 

Einige Kilometer östlich des Dorfes Beli Plast sind mit den so genannten „steinernen Pilzen“, äußerst markante Felsformationen zu finden. Sie bestehen aus vulkanischem Tuffgestein und befanden sich einst unterhalb der Oberfläche eines urzeitlichen Meeres. Die unteren Schichten waren Witterung und Erosion nicht so gut gewachsen wie die oberen Schichten, die sich dank zahlreicher Mineralien und Glaspartikel als widerstandsfähiger gegen Sonne, Wind und Regen erwiesen. Das Mineral Klynoptylolyt färbt die „Stämme“ blassrot und Zeolith lässt die „Hüte“ grünlich schimmern. Durch diese Färbung erinnern die Gebilde noch stärker an echte Pilze.

Durch die unterschiedliche Färbung von Stamm und Hut erinnern die steinernen Pilze bei Beli Plast noch stärker an echte Pilze, Bulgarien - © FRASHO / franks-travelbox
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Besuch der Steinernen Pilze

Die faszinierenden Felsen liegen direkt neben der Straße und können kaum übersehen werden. Als Alternative zur Fülle an historischen und archäologischen Sehenswürdigkeiten, die Bulgarien zu bieten hat, bieten die pilzförmigen Felsen eine willkommene Abwechslung. Das rund drei Hektar große Gebiet, auf dem die steinernen Pilze bis zu 2,5 Meter in die Höhe ragen, wurde Mitte der 1970er als Natursehenswürdigkeit unter Schutz gestellt.

Das Gelände der steinernen Pilze ist zwar eingezäunt, wird aber kaum touristisch vermarktet, Bulgarien - © FRASHO / franks-travelbox
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Das Gelände der steinernen Pilze ist zwar eingezäunt, wird aber kaum touristisch vermarktet und kann aber bei freiem Eintritt jederzeit betreten werden. Es gibt weder Parkplätze noch Infotafeln, geschweige denn ein Besucherzentrum. Das ist aber auch gar nicht nötig, denn die Faszination der ungewöhnlich gewachsenen Felsen kann ohne touristischen Schnickschnack in aller Ruhe genossen werden.

Tipp: Auf der Straße, an der die steinernen Pilze zu finden sind, ist kaum Verkehr. Das Auto kann also ohne Probleme direkt am Straßenrand abgestellt werden.