Sandpyramiden bei Melnik, Bulgarien

Die Sandpyramiden von Melnik stellen ein wichtiges Touristenziel im Südwesten Bulgariens dar - © FRASHO / franks-travelbox.com
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Die Sandpyramiden von Melnik stellen ein wichtiges Touristenziel im Südwesten Bulgariens dar und verleihen der kleinsten Stadt des Landes zu ihren Füßen einen eindrucksvollen Rahmen.

Als Pyramiden von Melnik wird jene eindrucksvolle Hügelkette bezeichnet, die hinter der kleinsten Stadt Bulgariens hoch in den Himmel ragt. Die bizarren Berge entstanden durch die außergewöhnlich starke Erosion, die in dieser Region im Südwesten von Bulgarien vorherrscht.

Die steilen Hänge und spitz zulaufenden Gipfel der Melnik-Pyramiden liegen an den südwestlichen Ausläufern des Piringebirges und bestehen aus einem Gemisch aus Erde, Lehm, Tonmineralien und Sandstein. Dem Piringebirge ist ihre Entstehung auch zu verdanken, denn ihr „Baumaterial“ stammt großteils aus verwittertem Gestein, das von den Pirin-Bergen in bis zu 150m hohen Schichten hier abgelagert wurde. Seit 1960 stehen die Sandpyramiden auf einer Fläche von rund 13.500 Hektar unter Naturschutz.

Die Sand-Pyramiden von Melnik haben teilweise bizarre Formen, Bulgarien - © FRASHO / franks-travelbox.com
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Ein ähnliches Phänomen ist auch in der Nähe von Stob im Rila-Gebirge zu finden. Diese Pyramiden sind allerdings lange nicht so eindrucksvoll wie die Melnik-Pyramiden, dafür um einiges vielfältiger und bizarrer in ihrer Form.

Besichtigung der Melnik-Pyramiden

Bei einem Besuch der Stadt Melnik, die nicht nur für ihre Sandpyramiden, sondern auch für das historisch wertvolle Kordopulow-Haus und seinen dunklen Rotwein bekannt ist, können die Sandsteingebilde nicht übersehen werden. Die beigen bis rötlich-braunen Gipfel ragen direkt hinter den denkmalgeschützten Häusern von Melnik mit teilweise senkrechten Steilwänden auf.

Die Melnik-Pyramiden erreichen eine Höhe von bis zu 100 Metern und werden von Laubholz, Gebüsch und Gräsern gekrönt, Bulgarien - © FRASHO / franks-travelbox.com
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Die Melnik-Pyramiden erreichen eine Höhe von bis zu 100 Metern und sind damit rund zehnmal so hoch wie die Pyramiden von Stob. Auf dem sandig-lehmigen Boden wachsen Gräser, Gebüsch und Laubbäume, darunter überwiegend Hainbuchen Eichen und Wacholder. In ihren Ästen nisten einige bedrohte Vogelarten, darunter die Lerchen, Bussarde, Grasmücken und der Olivenspötter.

Tipp: Ein idyllischer Spazierweg von Melnik bis zum ebenso sehenswerten Rozhen-Kloster gut 5km entfernt führt mitten durch die herrliche Landschaft der Melnik-Pyramiden.