Pyramiden von Stob, Bulgarien

Die Pyramiden von Stob in den westlichen Ausläufern des Rila-Gebirges ziehen sich über zwei Hänge mit einer herrlichen Aussicht, Bulgarien - © FRASHO / franks-travelbox
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Die Pyramiden von Stob in den westlichen Ausläufern des Rila-Gebirges entstanden aus einem Geröllfeld der Eiszeit und ziehen sich über zwei Hänge mit einer herrlichen Aussicht bis zum Rila-Kloster.

Im Naturpark des Rila-Klosters nahe der Ortschaft Stob befinden sich die so genannten Erdpyramiden von Stob. Sie sind nicht so bekannt wie die Pyramiden von Melnik, ihre Formen sind jedoch optisch attraktiver und abwechslungsreicher.

BILDER: Pyramiden von Stob

 

Die faszinierenden Felsformationen weisen eine gelbliche bis rötlich-braune Färbung auf und erstrecken sich über gut 7 Hektar. Die nadelförmigen oder konischen Formationen sind etwa 30 bis 40 Zentimeter dick und zwischen 6 und 10 Meter hoch. Die höchste Pyramide ragt sogar 12 Meter in den Himmel. Manche werden von einer steinernen Mütze gekrönt und erinnern an steinerne Pilze – allerdings nicht so deutlich wie die Felsen von Beli Plast.

Die faszinierenden Erdpyramiden von Stob entstanden nach der letzten Eiszeit aus einem Sand-Lehm-Gemisch und sind ständig in Bewegung, Bulgarien - © FRASHO / franks-travelbox
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Die faszinierenden Formen entstanden nach der letzten Eiszeit aus einem Sand-Lehm-Gemisch und sind ständig in Bewegung. Wenn Pyramiden von Wind und Wetter dahingerafft werden, bilden sich an anderer Stelle wieder neue. Am südlichen Hang sind die meisten Pyramiden zu bewundern, am nördlichen stehen alle in einer Gruppe zusammen, sind kleiner und daher deutlicher ausgeprägt.

Tipp: Bei Sonnenuntergang oder im Mondlicht bieten die Pyramiden von Stob einen besonders sehenswerten Anblick.

Bei Sonnenuntergang oder im Mondlicht bieten die Pyramiden von Stob im Westen von Bulgarien einen besonders sehenswerten Anblick - © FRASHO / franks-travelbox
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Besuch der Pyramiden von Stob

In der Ortschaft Stob weisen bereits Schilder auf die Pyramiden hin, die seit 1964 als nationales Denkmal gelten. In der örtlichen Tourismusinformation sind Broschüren über die Stob Pyramiden erhältlich. Der Spaziergang vom Parkplatz bis zur letzten Pyramidengruppe nimmt gut 30 Minuten in Anspruch. Am Anfang noch gemütlich, wird der Weg nach etwa der Hälfte der Wanderung steiler, bietet dafür aber auch herrliche Ausblicke auf die Berge der Umgebung bis zu den Zugangswegen zum Rila-Kloster, welches sich rund 20 Kilometer weiter westlich befindet.

Achtung! Der letzte Teil des Weges über den Kamm der Stob-Pyramiden ist durch Wind und Wetter stark in Mitleidenschaft gezogen und erfordert absolute Trittsicherheit und größte Vorsicht! Ohne festes Schuhwerk sollte man sich eher nicht auf diesen Pfad wagen.

Die bekanntesten Stob Pyramiden und ihre Geschichten

Viele der Pyramiden von Stob wurden mit Namen versehen, darunter so klingende Bezeichnungen wie „Die feenhaften Schornsteine“. Aber auch die Brüder, die Braut oder die Schwiegereltern können unter den Stob Pyramiden besucht werden.

Die Brüder, die Braut oder die Schwiegereltern können unter den Stob Pyramiden besucht werden, Bulgarien - © FRASHO / franks-travelbox
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Svatovete – die Schwiegereltern

Einst führte eine Hochzeitsprozession an den Pyramiden von Stob vorbei. Die Braut war verschleiert, denn ihr zukünftiger Mann durfte sie vor der Hochzeit nicht sehen. Ein Windstoß lüftete allerdings ihren Schleier und geblendet von ihrer Schönheit vergaß der Trauzeuge jeden Anstand und versuchte sie zu küssen. Vor Schreck erstarrten die Schwiegereltern zu Stein – gemeinsam mit ihren kunstvollen Hüten.

Neviastata – die Braut

Als sich ein bulgarisches Mädchen in einen türkischen Jungen verliebte, war klar, dass sie aufgrund ihrer verschiedenen Religionen nie zusammen sein konnten. Aus Gram um die unglücklich Liebe stürzte sich das Mädchen von einer Klippe. Wo sie aufprallte formte sich die Pyramide der Braut.

Kulite – die Türme

An der Stelle von Kulite thronte vor langer Zeit ein gewaltiger Wachturm, so hoch wie das Rila-Gebirge, von dem aus der Blick bis nach Mazedonien fiel. Trotz seine Größe und Stärke fiel er 1904 einem Erdbeben zum Opfer und lediglich der Name der Pyramiden erinnert noch an seine einstige Existenz.

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