Naturschutzgebiet Ropotamo, Bulgarien

Dier Stadt Sozopol am Schwarzen Meer ist die nächstgelegene Ortschaft des Naturschutzgebietes Ropotamo, Bulgarien - © windu / Fotolia
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Das bulgarische Naturschutzgebiet Ropotamo am Schwarzen Meer bietet seinen Tieren und Pflanzen weitläufige Sanddünen, ruhige Lagunen, geschützte Sümpfe und dichte Wälder.

Das Naturschutzgebiet Ropotamo („Grenzfluss”) befindet sich im Südosten Bulgariens an der Mündung des gleichnamigen Flusses ins Schwarze Meer. Als früheres Jagdgebiet der kommunistischen Oberschicht war es für das gemeine Volk lange unzugänglich und konnte daher seine unberührte Natur bewahren.

1940 wurde das Gebiet um die Mündung des Ropotamo zum Naturschutzgebiet erklärt. Teil davon sind das Biosphärenreservat Ropotamo, die Insel Sveti Toma und die Lagunen und Dünen von Alepu, Somoplo und Arkutino an der Schwarzmeerküste. Auf einer Fläche von etwa 100km² umfasst es verschiedenste Landschaften.

Faszinierende Flora, Fauna und Felsen

Die Sümpfe, Klippen, Strände, Buchten, Inseln, Wiesen und Wälder bieten über 500 Pflanzen und einer faszinierenden Vielfalt an Tieren einen geschützten Lebensraum. Einhundert Pflanzen, die um den 30m breiten Mündungsraum des Ropotamo gedeihen, zählen zu den bedrohten Arten.

Zu den tierischen Bewohnern des Ropotamo-Naturschutzgebietes gehören unter anderem Schildkröten, Störche, Eisvögel, Pelikane, Kormorane, Seeadler, Wildschweine, Schakale, Marder, Fischotter, Rotwild, unzählige Reptilien, 9 verschiedene Schlangen-, 10 Fledermaus- und 50 Fischarten.

Neben seiner atemberaubenden Flora und Fauna beeindruckt das Ropotamo Naturschutzgebiet durch seine eindrucksvollen Felsformationen an der Schwarzmeer-Küste, wie zum Beispiel dem „Lustigen Felsen” oder dem „Löwenkopf”. Außer zu Forschungszwecken dürfen sich Besucher nur auf den markierten Wander- und Wasserwegen aufhalten.

Besuch des Ropotamo Naturschutzgebiets

Im Juli und August werden Bootsausflüge auf dem Ropotamo angeboten, im Zuge derer sich das gesamte Panorama am besten einfangen lässt. Wer lieber trockenen Fußes unterwegs ist, kann sich für eine der zahlreichen Wanderwege entscheiden. Zwischen Djuni und der Flussmündung des Ropotamo befindet sich ein Parkplatz, der Ausgangspunkt eines Naturlehrpfades ist. Gesäumt von den filigranen Köpfchen der seltenen schneeweißen Sandlilie windet sich der Weg durch üppige Vegetation und mündet an einer Anlegestelle, an der man sich immer noch entscheiden kann, ob man eine Bootsfahrt versuchen sollte, oder nicht.

Die nächstgelegene größere Ortschaft ist Sozopol, mit schmucker Altstadt, gemütlichen Cafés, idyllischen Sandstränden und traumhaftem Panoramablick ebenfalls einen Abstecher wert.