Kloster Osenovlag, Bulgarien

Das Kloster Osenovlag in den Bergen und Wäldern im westlichen Bulgarien ist ein Ort von unglaublicher Ruhe - © FRASHO / franks-travelbox
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Das Kloster Osenovlag in den Bergen und Wäldern im westlichen Bulgarien ist ein Ort von unglaublicher Ruhe, der mit kunstvollen Artefakten und historischer Bedeutung beeindruckt.

Das Kloster Osenovlag liegt im Westen von Bulgarien rund 80km von Sofia entfernt absolut idyllisch mitten in den Bergen. Touristen verirren sich kaum in diese abgeschiedene Gegend. Wahrscheinlich ist es genau diese heilige Ruhe inmitten von Natur, was die spirituelle Aura des Klosters ausmacht.

Die Gründung des Klosters geht auf 11. Jahrhundert zurück. Zeit seines Bestehens war es ein wichtiges Zentrum für Kultur und Aufklärung, in dem Geistliche ihre Lehren verbreiteten, Wissen sammelten und in Büchern festhielten. Noch heute sind in der Bibliothek des Klosters wertvolle historische Schriften und Dokumente zu finden.

1737, als Sultan Mahmud die Zerstörung sämtlicher Klöster und Kirchen in der Region befahl, wurde auch das Kloster der Sieben Altäre dem Erdboden gleichgemacht. Erst 1769 kehrten die zwei Mönchsbrüder Todor und Marko aus Tetewen in das Kloster zurück und begannen mit dem Wiederaufbau. Im 19. Jahrhundert entstanden die Wohn- und Wirtschaftsgebäude des Klosters.

Im 19. Jahrhundert entstanden die Wohn- und Wirtschaftsgebäude des Klosters Osenovlag im Westen Bulgariens - © FRASHO / franks-travelbox
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Über die Jahrhunderte kamen in der Nacht zum 8. September, dem Klosterfeiertag Maria Geburt, Kranke aus der Umgebung ins Kloster, um beim Schein der mitgebrachten Kerzen die ganze Nacht über bis kurz vor Sonnenaufgang zu wachen und so von ihrem Leiden erlöst zu werden.

Die Klosterkirche von Osenovlag

Die Kirche des Klosters Osenovlag, die hinter hohen Steinmauern in der Mitte des Hofes thront, erhielt 1815 ihr heutiges Erscheinungsbild. Damals wurde auch der fünfzehnarmige Deckenleuchter „Horo“ („Reigen“) angebracht, dessen farbige Holzschnitzereien einen genauen Blick verdienen.

Das Kloster Osenovlag in Bulgarien wird auch „Sedemte Prestola“ genannt, was übersetzt „Sieben Altäre“ bedeutet - © FRASHO / franks-travelbox
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Das Kloster Osenovlag wird auch „Sedemte Prestola“ genannt, was übersetzt „Sieben Altäre“ bedeutet. Und tatsächlich verfügt die Klosterkirche Mariä Geburt über einen Hauptaltar und sechs Seitenaltäre, eine Bauweise, die in Bulgarien oder ganz Europa nirgendwo sonst zu finden ist. Jede Seitenkapelle, von denen die vier wichtigsten um den Hauptaltar in Kreuzform angeordnet sind, ist mit eigenen Wandmalereien und Ikonostase einem bestimmten Heiligen gewidmet.

Die mit geschnitzten Pflanzen, Tieren und Bibelszenen geschmückten Ikonostasen wurden von lokalen Künstler geschaffen sind etwas älter, sie stammen noch aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Leider ist in der Kirche von Osenovlag das Fotografieren verboten, die Erinnerungen an das kunstvolle Interieur können aber im Geiste bewahrt werden.

Die idyllische Umgebung des Klosters Osenovlag gilt als Natursehenswürdigkeiten und lädt zum Wandern, Entdecken und Entspannen ein, Bulgarien - © FRASHO / franks-travelbox
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Spaziergang um das Kloster Osenovlag

Auch die idyllische Umgebung des Klosters kann sich sehen lassen. Das Anwesen liegt unter dem 1.492m hohen Gipfel Izdremets und ist in einen märchenhaften Wald aus jahrhundertealten Bäumen eingebettet. Die gesamte Gegend gilt als Natursehenswürdigkeiten und lädt zum Wandern, Entdecken und Entspannen ein.

Im Kloster können übrigens Zimmer gemietet werden, verpflegen müssen sich die Reisenden allerdings selbst.