Nationalpark Sutjeska in Bosnien-Herzegowina

Schroffe Felsen, glasklare Seen und endlose Wälder laden Besucher im Nationalpark Sutjeska zum Wandern und Erholen ein, Bosnien-Herzegowina - © mapraest / Shutterstock
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Der Nationalpark Sutjeska im Südosten von Bosnien-Herzegowina bietet absolut wilde Natur, einen der letzten Urwälder Europas, den höchsten Gipfel des Landes und Berghütten mit Bio-Angebot.

Der Nationalpark Sutjeska befindet sich im Südosten von Bosnien-Herzegowina an der Grenze zu Montenegro und ist der älteste Nationalpark des Landes. Schroffe Felsen, glasklare Seen und endlose Wälder laden Besucher zum Wandern und Erholen ein – und das alles ohne Eintritt zu bezahlen!

BILDER: Nationalpark Sutjeska

 

Der Nationalpark Sutjeska etwa 70km südöstlich der Landeshauptstadt Sarajevo umfasst eine Fläche von 175km2. Er wurde 1952 gegründet, um einen der letzten ursprünglichen Urwälder Europas zu schützen. Der Sutjeska-Nationalpark arbeitet in Sachen Naturschutz grenzübergreifend mit dem Durmitor Nationalpark in Montenegro zusammen.

Der Sutjeska-Nationalpark stellt für viele bedrohte Tierarten ein bedeutendes Rückzugsgebiet dar. Braunbären, Wölfe, Wildschweine, Gämsen, Marder, Füchse und Wildziegen können sich hier ungestört aufhalten und vermehren. Die Luft durchstreifen über 300 Vogelarten, darunter Moorhühner, Steinadler und Falken, und unzählige farbenprächtige Schmetterlinge. 2.600 Pflanzenarten und an die 100 genießbare Pilze gedeihen im Nationalpark Sutjeska.

Sehenswürdigkeiten im Nationalpark Sutjeska

Auf seiner Fläche von 175km2umfasst er einige wertvolle Naturschönheiten. An der östlichen Grenze des Parks liegt der mächtige Maglić, mit knapp 2.400m der höchste Berg in Bosnien-Herzegowina. So manch erfahrener Bergsteiger hat bei seinem Gipfelsturm schon die eine oder andere Herausforderung entdeckt.

So manch erfahrener Bergsteiger hat bei seinem Gipfelsturm im Nationalpark Sutjeska schon die eine oder andere Herausforderung entdeckt, Bosnien-Herzegowina - © mapraest / Shutterstock
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Zwischen den schroffen Flanken des Maglić und dem Bergmassiv Zelengora, welches für seine idyllischen, mit Berghütten ausgestatteten Wanderwege bekannt ist, liegt die spektakuläre Schlucht Sutjeska. Sie wurde über Jahrtausende vom Fluss Sutjeska bis über 1.000m tief in die felsige Bergwelt gegraben. An ihrem Grund befindet sich die Magistralstraße 20, die den Nationalpark durchquert und vom kroatischen Dubrovnik nach Višegrad führt.

Der Perućica-Urwald im Sutjeska-Nationalpark ist einer der letzten Urwälder Europas. Derartig alte Wälder gibt es sonst nur noch im Biogradska Gora Nationalpark in Montenegro und im Nationalpark Belaweschskaja Puschtscha im Westen von Weißrussland. In sanften Wellen bedecken seine bis zu 60m hohen Buchen, Fichten und Kiefern den felsigen Untergrund des Sutjeska-Nationalparks auf einer Fläche von 1.400 Hektar. Der Wald ist an die 20.000 Jahr alt und beinhaltet viele bis zu 300 Jahre alte Bäume, die teilweise ein so dichtes Dickicht bilden, dass ein Durchkommen unmöglich ist.

Der Wasserfall Skakavac, hier stürzt der Fluss Perućica 75m weit in die Tiefe, Nationalpark Sutjeska, Bosnien-Herzegowina - © .shock / Fotolia
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Ebenfalls sehenswert ist der Wasserfall Skakavac, an dem der Fluss Perućica 75m weit in die Tiefe stürzt. Der Wasserfall ist bereits von weitem als Rinnsal in seiner gewaltigen Steilwand sichtbar und ist einer der höchsten im ganzen Land. Apropos Wasser: Zwischen dem smaragdgrünen Teppich der Wälder und den steingrauen Skulpturen der Berge blinzeln immer wieder saphirblaue Flecken aus der Landschaft hervor. Dies sind die neun Gletscherseen des Sutjeska-Nationalparks, auch bekannt als “Gorske oči”, „Augen der Berge”.

Einige Denkmäler im Nationalpark Sutjeska erinnern an die Schlacht an der Sutjeska im Zweiten Weltkrieg, im Zuge derer die jugoslawischen Partisanen die deutsche Wehrmacht zurückdrängte. So zum Beispiel das eindrucksvolle „Tal der Helden”, in der Nähe von Tjentište, das in den 1970ern vom serbischen Bildhauer Miodrag Živković erbaut und vom kroatischen Maler Krsto Hegedušić mit kunstvollen Fresken verschönert wurde.

Das Denkmal „Tal der Helden“ wurde in den 1970ern vom serbischen Bildhauer Miodrag Živković erbaut, Bosnien-Herzegowina - © Gordan Kos / Fotolia
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Den Nationalpark erleben

Die beste Methode, um im Sutjeska Nationalpark zu übernachten, ist auf dem Campingplatz. Zu den Geräuschen von Flüssen und Wäldern aufzuwachen demonstriert das Wesen der ursprünglichen Natur am authentischsten. Die am meisten besuchten Campingplätze sind jene in Tjentište, am Orlovačko See und in Suva Gora. Ausschwärmen können die Besucher auf eigene Faust oder in geführten Wanderungen, Skitouren, zum Angeln und sich zwischendurch in Restaurants und Cafés stärken. Auch für Jugendgruppen werden eigene Ausflüge organisiert.

Auf den Berghütten findet man rustikale Unterkünfte, und absolut echtes Bio-Essen, dass direkt aus den umliegenden Bergen kommt, egal ob Tee, Käse, Milch oder Fleisch. Die bosnische Gastfreundschaft macht einen Aufenthalt auf einer der Hütten besonders angenehm. Der Nationalpark kann ganzjährig besucht werden, in manchen Wintermonaten gibt es jedoch Restriktionen.

Weiterführende Links:

Kontaktinfo zum Nationalpark Sutjeska