Teufelsbrücke nahe Ardino

Die mittelalterliche Teufelsbrücke in den Rhodopen im südlichen Bulgarien fügt sich malerisch in ihr lauschiges Flusstal ein © FRASHO / franks-travelbox

Die mittelalterliche Teufelsbrücke in den Rhodopen im südlichen Bulgarien fügt sich malerisch in ihr lauschiges Flusstal ein, verbreitet bei Nacht jedoch tatsächlich eine etwas unheimliche Aura. 


So genannte Teufelsbrücken gibt es in ganz Europa, die Dyavolski Most im Süden Bulgariens ist sicherlich eine der charmantesten von ihnen. Eingebettet in das landschaftlich reizvolle Tal des Flusses Arda wirkt die malerisch geschwungene Steinbrücke aus dem Mittelalter, zumindest bei Tageslicht, alles andere als dämonisch. 

Teufelsbrücke nahe Ardino

 Die Dyavolski Most im Süden Bulgariens zählt sicherlich zu den charmantesten Teufelsbrücken, die in ganz Europa zu finden sind
 Die Teufelsbrücke von Bulgarien führt über den Fluss Arda und wurde inmitten steiler, bewaldeter Hänge wurde von 1515 bis 1518 von den Osmanen errichtet
Die Teufelsbrücke im Süden von Bulgarien wurde mit Hilfe von EU-Geldern finanziert und befindet sich in neuwertigem Zustand
Auf den groben Natursteinen der Teufelsbrücke gerät man leicht ins Stolpern und die Brücke ist nicht gesichert, Bulgarien
Die mittelalterliche Teufelsbrücke in den Rhodopen im südlichen Bulgarien fügt sich malerisch in ihr lauschiges Flusstal ein
Bei Dunkelheit geht von der hoch aufragenden Teufelsbrücke zwischen ihren einsamen Berghängen tatsächlich eine unheimliche Aura aus, Bulgarien
Lediglich einige Informationstafeln auf bulgarisch informieren über die Geschichte der Teufelsbrücke im Süden von Bulgarien
Der Legende nach soll der Geist der Ehefrau des Erbauers bis heute in der Teufelsbrücke von Bulgarien gefangen sein
zur Galerie

Teuflische Türken-Brücke aus dem Mittelalter

Die Dyavolski Most inmitten steiler, bewaldeter Hänge wurde von 1515 bis 1518 von den Osmanen auf den Überresten einer alten römischen Brücke errichtet. Mit einer Länge von 56 Metern vervollständigt sie die Straße vom Thrakischen Tal an die ägäische Küste. Die halbrunden Auslassungen in den Pfeilern dienten einst der Beobachtung und Messung des Wasserstandes. Seit 1984 gilt die 12m hohe Brücke als Kulturdenkmal Bulgariens. 

Warum Teufelsbrücke?

Der Grund, aus dem manche Einheimische der Umgebung bei Nacht nicht über die Brücke gehen, liegt in einer gruseligen Legende aus dem Mittelalter. Demnach soll die Ehefrau von Dimitar aus dem Dorf Nedelino, dem Erbauer der Brücke, während der Bauarbeiten verstorben sein. Ihr Geist soll bis heute in der Brücke gefangen sein und nach Sonnenuntergang, wenn sich die Schatten wohlfühlen, hin und wieder sein steinernes Gefängnis verlassen. Eine andere Mär besagt, dass ein Fußabdruck des Teufels irgendwo in den Felsen um die Brücke zu finden ist. Und tatsächlich geht vor allem bei Dunkelheit von der hoch aufragenden Teufelsbrücke zwischen ihren einsamen Berghängen eine unheimliche Aura aus...

Bei Dunkelheit geht von der hoch aufragenden Teufelsbrücke zwischen ihren einsamen Berghängen tatsächlich eine unheimliche Aura aus, Bulgarien © FRASHO / franks-travelbox

Besuch der Teufelsbrücke

Die Dyavolski Most liegt im Rhodopen-Gebirge von Bulgarien rund 10 Kilometer nordwestlich der Stadt Ardino. Die Schilder, die von der Stadt zur Teufelsbrücke führen, sind nicht immer einfach zu entdecken. 

Tipp

Die Bewohner von Ardino sind sehr stolz auf „ihre“ Teufelsbrücke, in der Stadt ist sogar in Springrunnen in Form der Dyavolski Most zu finden. 

Die ein- bis eineinhalbspurige Straße zur Devil’s Bridge führt nicht ganz bis zum Ziel, die letzten 2 bis 3 Kilometer müssen zu Fuß zurückgelegt werden. Besitzer eines Allradfahrzeuges können sich dennoch auf die holprige Piste wagen, stehen jedoch dann vor der Brücke unter Umständen vor einem Parkplatzproblem. 

Die letzten 200 Meter sind auch mit dem Geländewagen nicht mehr zu bewältigen und laden Besucher zu einem kurzen Spaziergang bis auf die 3,5 Meter breite Brücke ein. Die scheinbar aus einem Märchenbuch entsprungene Teufelsbrücke wurde mit Hilfe von EU-Geldern finanziert und befindet sich in neuwertigem Zustand. 

Die Teufelsbrücke im Süden von Bulgarien wurde mit Hilfe von EU-Geldern finanziert und befindet sich in neuwertigem Zustand © FRASHO / franks-travelbox

Achtung! Auf den groben Natursteinen der Brücke gerät man leicht ins Stolpern! Die Teufelsbrücke ist nicht gesichert, anstatt eines Geländers gibt es nur eine 12cm hohe Steineinfassung, die kaum vor einem lebensgefährlichen Sturz in die Tiefe bewahrt. 

Lediglich einige Informationstafeln auf bulgarisch informieren über die Geschichte der Teufelsbrücke. Ansonsten besteht die einzige touristische Infrastruktur aus einem Picknick-Tisch mit zwei Bänken. Verpflegung muss selbst mitgebracht werden. 


Bücher:

Newsletter anmelden