Sitara Moschee in Dhaka, Bangladesch

Die Sitara Moschee wurde im späten 18. Jahrhundert errichtet und ist innen und außen mit fantastischen Motiven verziert, Bangladesch © suronin / Shutterstock

Die Sitara Moschee in Dhaka war ursprünglich ein eher unscheinbares Gebäude, bis sie Anfang des 20. Jahrhunderts ausgebaut und sowohl die Innenräume als auch die Fassade mit kunstvollen Mosaiken aus chinesischem Porzellan in mühevoller Kleinstarbeit dekoriert wurde.


Die Sitara Moschee („Sternenmoschee") befindet sich in Dhaka, der Hauptstadt von Bangladesch. Innen und außen mit fantastischen Motiven verziert ist sie wohl die größte Attraktion der Stadt.Die Sitara Moschee wurde im späten 18. Jahrhundert von Mirza Golam Pir errichtet. Ursrprünglich war sie eine eher unscheinbare rechteckige Moschee, die mit 33 mal 11 Metern nicht einmal besonders groß war. Sie befindet sich auch nicht wie andere berühmte Moscheen an der Hauptstraße oder einem großen Platz sondern beinahe versteckt in einer Seitengasse. Drei Eingänge befinden sich im Osten, einer im Süden und einer an der Nordseite der Moschee, das Dach bildeten 3 Kuppeln.

Im frühen 20. Jahrhundert ließ ein lokaler Geschäftsmann die Sitara Moschee renovieren und im Zuge dessen auch gleich ausbauen. Der Innenraum wurde zu einem großen länglichen „Gang". Die Ostseite der Fassade wurde um eine Veranda mit neun Rundbögen erweitert, die der Moschee etwas Palastartiges verleihen. Die Minarette an den Ecken des Gebäudes wurden dafür entfernt. 1987 wurde die Sitara Moschee um eine Gebetshalle erweitert, wodurch sie zwei weitere Kuppeln erhielt. Heute wird sie von 2 größeren und 3 kleineren Zwiebeltürmen gekrönt.

Überwältigender Fassadenschmuck

Die größte Änderung in ihrem Erscheinungsbild machte die malerische Dekoration der Fassade aus. In so genannten Chinitikri-Arbeiten wurde die gesamte Moschee über und über mit gebrochenen Splittern aus feinstem chinesischem Porzellan verziert. Ihren Namen erhielt sie übrigens von den unzähligen sternförmigen Tonfliesen, die für die Dekoration verwendet wurden.

Ursprünglich ohne spezifische Bedeutung ist die Sitara Moschee heute ein herausragendes Beispiel dieser Handwerkskunst, welche in den 1930er Jahren äußerst beliebt war. Kritische Geister würden behaupten, die Moschee sieht wie Großmutters bestes Geschirr aus.

Tipp

Bei einer Besichtigung von innen sollten Knie und Schulter bedeckt sein, außerdem muss man seine Schuhe ablegen. Frauen sollten ihren Kopf mit einem Schal oder Tuch bedecken.

Sowohl innen als auch außen wurden die Wände durch kunstvolle Mosaikarbeiten mit Blumenmotiven, geometrischen Mustern und anderen Ornamenten verziert. Der Hintergrund für die fantastischen Motive ist ein strahlendes Weiß. Im Inneren der Moschee finden sich Blumenvasen aus Tonfliesensplittern, zwischen den beiden Türen befindet sich eine atemberaubende Darstellung des japanischen Fujiyama.

Ihrem Namen zufolge wurde vor der Moschee ein riesiger sternförmiger Brunnen errichtet, selbst die Gitter an den Mauern vor der Moschee sind sternförmig.


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