Ao Phang Nga Nationalpark, Thailand

Der berühmte James Bond Felsen in der Phang Nga Bucht ist ein absoluter Touristen-Hot-Spot, Thailand - © jeep2499 / Shutterstock
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Der Ao Phang Nga Nationalpark befindet sich im Süden Thailands nördlich der Touristendestination Phuket und zählt zu den schönsten Landschaften Thailands. Die zahlreichen im Meer verstreuten Felseninseln der Phang Nga Bucht wurden durch James Bond über Nacht weltberühmt.

Der Ao Phang Nga Nationalpark befindet sich im Süden Thailands in der Provinz Phang Nha nördlich von Phuket und ist vor allem für die Phang Nga Bucht mit ihren spektakulären Felseninseln bekannt, eine der schönsten Landschaften, die Thailand zu bieten hat. Diese hat man vielleicht schon aus dem Flugzeug nach Phuket gesehen, der Landeanflug gilt als einer der spektakulärsten in ganz Südostasien.

BILDER: Ao Phang Nga Nationalpark

 

Der Ao Phang Nga Nationalpark wurde im Jahr 1981 mit einer Fläche von 400km2 eröffnet, wobei 80% des Parks in der Andamensee westlich von Thailand liegen. Auf der smaragdgrünen Wasserfläche befinden sich wie zufällig von einem Riesen verstreut 42 große und kleine Kalksteininseln, von denen einige an die 300 Meter hoch sind. Die bizarren von Höhlen und Grotten durchlöcherten Felsen sind im Laufe der letzten 100 Millionen von Jahren durch Erosion, Meeresströmungen und Witterung entstanden.

Besuch des Ao Phang Nga Nationalparks

Der Ao Phang Nga Nationalpark befindet sich im Süden Thailands nördlich der Touristendestination Phuket und zählt zu den schönsten Landschaften Thailands - © Pavinee Chareonpanich/Shuttersto
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Aufgrund seiner Nähe zur beliebten Touristendestination Phuket ist der Ao Phang Nga Nationalpark ein beliebtes Ziel für Tagesausflügler. Wenn man schon einmal in Phuket ist, darf man sich einen Bootsausflug durch diese fantastische Inselwelt keinesfalls entgehen lassen. Das Parade-Ausflugsboot durch die Phang Nga Bucht ist die malerische Dschunke „June Bathra”, die kleineren Passagen zwischen den Felseninseln werden mit Langbooten befahren.

Auch in die so genannten Hongs gelangt man nur mit niedrigen Booten. Diese Durchschlupfe sind Eingänge zu versteckten Grotten und fantastischen Lagunenlandschaften im Labyrinth aus Wasserstraßen und Felsblöcken. Ein wunderbares Beispiel für ein verstecktes Paradies ist die nahezu kreisrunde Insel Koh Hong mit einer atemberaubenden Natur und einer verborgenen Tropfsteinhöhle.

Paradiesischer Strand im Ao Phang Nga Nationalpark in Thailand - © mrmichaelangelo / Shutterstock
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Tipp: Eine Bootstour ist in der Früh oder am Abend zu empfehlen, da dann die tiefstehende Sonne das grüne gesprenkelte Insellabyrinth mit seinen Höhlen und Grotten am besten zur Geltung bringt.

Die wichtigsten Felsen im Ao Phang Nga Nationalpark

Die bekanntesten unter den Felseninseln sind die Koh Khao Phing-Kan, der „schiefe Felsen” sowie die Koh Khao Ta-Pu, der „Nadelfelsen”. Letzterer soll durch einen zornigen Fischer entstanden sein, der einen ganz Tag lang nichts als eine einzige Nadel in seinen Netzen fand, die er dann am Abend wutentbrannt in zwei Teile zerschlug. Einer davon steckt heute noch am Meeresgrund.

Weltweite Berühmtheit erlangte die bis dahin nur Weltenbummlern bekannte Phang Nga Bucht und der Khao Phing-Kan durch den James Bond-Film „Der Mann mit dem goldenen Colt”. 007 Roger Moore landet mit einem Wasserflugzeug auf einer Nachbarinsel des Khao Ping-Khan, auf der der Bösewicht Scaramanga, meisterhaft gespielt von Christoper Lee, sich und seine geheime Waffe aus Sonnenenergie versteckt hält. Die Insel und der Strand sind übrigens viel kleiner, als sie im Film wirken und noch dazu mit Souvenirständen vollgestopft.

Der Ao Phang Nga Nationalpark im Süden Thailands ist mit den spektakulären Felseninseln eine der schönsten Landschaften, die Thailand zu bieten hat - © osa90 / Shutterstock
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Tipp: Der auch so genannte James Bond-Felsen ist von touristischem Massenandrang geprägt, auch wenn die Insel selbst wenig spektakulär ist. Wer die Insel nicht aufgrund seiner Kinobekanntheit unbedingt betreten möchte, sollte sich den Trubel sparen und sie sich von der Ferne aus anschauen.

Nicht zu übersehen ist das schwimmende Dorf auf der Insel Koh Panyee. Die auf Stelzen erbaute Siedlung wird von so genannten Meereszigeunern bewohnt und bietet sogar einen Schule, einen Fußballplatz und eine Moschee mit Minarett. Die Touren nutzen das schwimmende Dorf meist für einen Zwischenstopp zum Mittagessen, danach kann man die Pfahlbauten erkunden und jede Menge (Ramsch-)Souvenirs mit nach hause nehmen.

Die Felseninseln sind meist nur von Büschen, Farnen und niedrigen Bäumen bewachsen, die Küste der Phang Nga Bucht ist mit den weitläufigsten Mangrovenwäldern Thailands bedeckt, die einer Vielzahl an Krabben, Schlangen und Echsen, darunter bis über 2m lange Warane, einen geschützten Lebensraum bieten.

Das schwimmende Dorf auf der Insel Koh Panyee im Ao Phang Nga Nationalpark in Thailand wird von so genannten Meereszigeunern bewohnt - © Patryk Kosmider / Shutterstock
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Auf den Inseln leben zum Großteil Vögel, von denen über 100 verschiedene Arten katalogisiert wurden, Flughunde und Affen, vorwiegende Makaken. Im Wasser tummeln sich Kabeljaue, Makrelen, Sepia, Mantas, Delfine und Hammerhaie. Das warme, seichte und planktonreiche Wasser der Phang Nga Bucht veranlasst viele Muttertiere dort ihre Eier abzulegen oder ihre Jungen großzuziehen.

Tipp: Wer den Massentourismus vermeiden möchte, sollte auf die Touristen-Hot-Spots wie die James Bond-Insel und das schwimmende Dorf verzichten und sich stattdessen auf die atemberaubende Natur des Ao Phang Nga Nationalparks konzentrieren. Weniger laut, weniger stressig und absolut unvergesslich. Statt den teuren in Hotels angebotenen Touren kann übrigens auch auf eigene Faust ein günstigeres Boot gemietet werden. Die Preise sind verhandelbar.