Fo Guang Shan-Tempel Pu Men, Dashu, Taiwan

In der Gemeinde Dashu im Süden Taiwans befindet sich der Hauptsitz des Ordens der Fo Guang Shan - © M. Weitzel CC BY-SA2.5/Wiki
© M. Weitzel CC BY-SA2.5/Wiki

Der Orden der Fo Guang Shan ist ein chinesische-buddhistischer Orden der Mahayan-Tradition. Der Tempel Pu Men ist gleichzeitig auch das größte und wohlhabendste buddhistische Kloster Taiwans.

Der Orden der Fo Guang Shan ist ein chinesische-buddhistischer Orden der Mahayana-Tradition (Mahayana = Großes Fahrzeug”). Sein Hauptsitz befindet sich in der Gemeinde Dashu im Süden Taiwans etwa 30min von Kaohsiung entfernt. Der Tempel Pu Men ist gleichzeitig auch das größte und wohlhabendste buddhistische Kloster Taiwans.

Der Orden Fo Guang Shan

Fo Guang Shan bedeutet übersetzt so viel wie „Buddhas Berg des Lichts”. Der Orden ist gemeinsam mit Tzu Chi eine der bedeutendsten Wohlfahrtsorganisationen in Taiwan. Der Orden existiert seit 1967 und wurde durch den buddhistischen Meister Hsing Yun gegründet. Fo Guang Shan fördert vor allem die in moderne buddhistische Philosophie des humanistischen Buddhismus, in deren Zentrum die vier Aspekte kulturelle Aktivitäten, Ausbildung, Wohltätigkeit und buddhistische Lehren stehen. Sein Ziel besteht außerdem darin, die Lehren des Buddhismus weltweit bekannt zu machen und in die Herzen der Menschen zu bringen. Deshalb ist sein Tempel auch immer offen für Besucher.

Fo Guang Shan operiert mittlerweile in 173 Ländern der Erde, fördert die buddhistische Ausbildung und soziale Dienste und unterstützt neben Hauptschulen, Universitäten und Bibliotheken auch buddhistische Kunstgalerien, Altenheime und medizinische Einrichtungen. Auch auf dem Tempelgelände selbst, das eine Fläche von 30 Hektar umfasst, befindet sich neben dem Tempel auch eine Universität, Meditationssäle, diverse Schreine und ein Friedhof.

Zwischen 1975 und 1981 wurden nicht nur in Taiwan eine 36 Meter hohe Buddha-Statue und die Heldenhalle hinzugefügt, sondern auch weltweit 200 weiter Fo Guang Shan Tempel errichtet. Mittlerweile gibt es auch ein Museum, in dem man den Buddhismus quasi interaktiv erleben kann. Vor allem Kinder sind von den bunten Darstellungen und zahlreichen Mitmach-Spielen hellauf begeistert.

Besuch des Tempels Pu Men

Wer das Zentrum des Fo Guang Shan in Taiwan besucht, sieht vor allem eines – Buddha-Statuen, so weit das Auge reicht. Insgesamt sind es 100.000. Hauptattraktion ist die 36 Meter hohe Statue des Amitabha-Buddhas im „Big Buddha Land”, umringt von 480 kleineren vergoldeten Buddha-Statuen. Der Amitabha-Buddha ist die größte stehende Buddha-Statue Südostasiens.

Der „Weg der tausend Buddhas” wird von gespendeten Statuen gesäumt, in der Haupthalle des Tempels wachen drei große Buddha-Statuen, Amithaba, Mahasthamaprapta und Avalokitesvara, umgeben von unzähligen kleinen Buddha-Figürchen, die an den Wänden in Reih und Glied aufgeschlichtet sind.

Die eigentlich heiligen Hallen des Tempels sind den Großteil der Zeit voll mit Menschen, Individualtouristen, Familien und Reisegruppen schieben sich an den heiligen Reliquien, wie die Zähne des Buddha vorbei. Vor allem zum chinesischen Neujahr (Neumond zwischen 21. Januar und 21. Februar), wenn das gesamte Areal mit tausenden von Lichtern geschmückt ist, herrscht hier Jahrmarktstimmung. Zur Ruhe kommt man am ehesten in dem Teil des Tempels, in dem die etwa 800 Nonnen und Mönche wohnen.

Besucher sind im Fo Guang Shan Tempel in Taiwan stets willkommen. In der Pilgrim’s Lodge erhalten sowohl gläubige Buddhisten als auch Touristen Unterkunft und können neben Meditationskursen, Choralgesängen und Tai-Chi-Übungen auch am aktiven Klosterleben teilnehmen. Viele kommen jedoch einfach nur auf die Bergspitze, um den atemberaubenden Blick in die Umgebung zu genießen, oder durch die Unmengen an Buddhas in den idyllischen Gartenanlagen und grünen Wäldchen zu spazieren.

Tipp: Es gibt auch englischsprachige Führungen, jedoch nicht jederzeit. Am besten am Vortag anrufen und nachfragen, ob ein englischsprachiger Mönch zur Verfügung steht. Führungen und Eintritt sind übrigens kostenlos.

Weiterführende Links:

Offizielle Website des Fo Guang Shan-Ordens (englisch)
Bericht über einen Klosterbesuch mit einem österreichischen Mönch als Führer