Sri Pada („Heiliger Fuß“), Sri Lanka

Auf dem Gipfel des Sri Pada in Sri Lanka befindet sich ein Fußabdruck, der von Muslimen, Christen, Hindus und Buddhisten gleichermaßen als heilig verehrt wird. Über 5.000 Stufen kann man den imposanten Felsenhügel besteigen und einen atemberaubenden Sonnenaufgang genießen.

Der Sri Pada, ein 2.234 Meter hoher Berg in der Provinz Sabaragamuwa erhebt sich als pyramidenförmige Spitze deutlich über die Landschaft Sri Lankas. Der beinahe symmetrische Felsenhügel gilt in vier Weltreligionen als heilig und zählt zu unseren Top 10 Sehenswürdigkeiten von Sri Lanka.

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Pilgerziel Sri Pada

Weiße Stupa und Fahnen am 2.234m hohen Berg Sri Pada (Adam's Peak) in Sri Lanka - © Valery Shanin / Shutterstock
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Christen, Muslime, Buddhisten und Hindus pilgern auf seine Spitze, um eine Felsformation zu verehren, die einem knapp 2m langen Fußabdruck gleicht. „Sri Pada“ bedeutet in Sanskrit so viel wie „heiliger Fuß“. Je nach Religion wird der Fußabdruck als Hinterlassenschaft des Buddha, des Hindu-Gottes Shiva, des Apostel Thomas oder des Adam, der vom Paradies herabgestiegen ist, verehrt. Der Berg ist auch unter der Bezeichnung „Adam’s Peak“ bekannt.

Nach buddhistisch-singhalesischem Glauben sollte jeder Buddhist mindestens einmal im Leben die Spitze des Sri Pada erklimmen. Dementsprechend viel ist auf dem beschwerlichen Weg nach oben los. Nachdem im Buddhismus große Ereignisse oft in einer Vollmondnacht geschehen sind, wie zum Beispiel die Geburt oder Erleuchtung Buddhas, oder die Krönung von Königen, erstreckt sich auch am Sri Pada die Pilgersaison vom Dezember-Vollmond zum Mai-Vollmond.

Unterwegs auf den Sri Pada

Buddhistisches Kloster am Sri Pada in der Provinz Sabaragamuwa, Sri Lanka - © Valery Shanin / Shutterstock
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Das geschäftige Treiben spielt sich dabei vor allem in der Nacht ab. Traditionell beginnt der Aufstieg auf den Sri Pada um zwei Uhr in der Früh. So entkommt man der Hitze und wird am Gipfel mit einem atemberaubenden Sonnenaufgang belohnt. Der Sri Pada wirft am Morgen einen markanten dreieckigen Schatten auf die Ebene unter ihm, der mit dem Lauf der aufgehenden Sonne rasch über den Nebel oder die Felder wandert.

Ist die Luft klar, bietet sich ein fantastischer Blick über Sri Lanka, der bei gutem Wetter bis zur Hauptstadt Colombo reichen kann. Wer sich für einen Aufstieg nach Sonnenaufgang entscheidet, hat zwar mit der Hitze zu kämpfen (mit Auf- und Abstieg ist man 7-8 Stunden unterwegs), dafür aber den Berg so ziemlich für sich allein.

Tipp: Auf über 2.000 Meter Höhe kann es auch in Sri Lanka empfindliche kühl werden. Unbedingt mit langen Hosen und warmen Jacken ausgerüstet sein, die vor dem Wind schützen – und festen Schuhen sowieso. Sobald die Sonne dann aufgegangen ist, kann es jedoch rasch heiß werden.

Übernachtungs- und Verpflegungsmöglichkeiten gibt es im etwas entfernten Dalhousie, das vom 33 Kilometer entfernten Hatton aus leicht mit dem Bus oder dem Taxi erreicht werden kann. Der kürzere Aufstieg führt über etwa 1.000 Höhenmeter und beginnt in der Ortschaft Nallathanniya direkt am Fuß des Sri Pada. Über 7 Kilometer geht es einen beschwerlichen Weg aus Treppen und Klettersteigen nach oben.

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Tipp: Die Geschichten von früher, als Pilger auf dem Gipfel vor Erschöpfung nach dem Aufstieg tot zusammenbrachen, oder von einer plötzlichen Windböe einfach in den Abgrund geweht worden sind, hören sich zwar heute wie Ammenmärchen an, trotzdem gibt es unter unvorsichtigen Touristen an den steilen Hängen auch immer wieder Todesfälle zu beklagen.

Der Pfad ist von zahlreichen Teestuben gesäumt, in denen man sich zwischendurch stärken kann. Je nach Geschwindigkeit und Kondition dauert der Aufstieg 4-6 Stunden. Es ist erstaunlich, dass sich sogar alte Leute, Schwangere und Frauen mit kleinen Kindern auf dem Rücken oder an der Hand die über 5.000 Stufen hinaufschleppen. Vor allem zu Vollmond oder am Wochenende ist der Bergpfad geradezu überlaufen.

Oben angelangt erreicht man den Fußabdruck über den ein kleiner Tempel gebaut wurde. Auf etwa halbem Weg befindet sich ein Kloster, dessen Mönche über den Fußabdruck wachen.

Tipp: Der Fußabdruck und auch die Teestuben sind nur in der Pilgersaison, von Dezember bis Mai, geöffnet. Wer außerhalb der Saison den Sri Pada besteigt, sollte für den anstrengenden Marsch unbedingt genügend Wasservorrat mitnehmen! Besteigungen bei Nacht sind dann nämlich nicht zu empfehlen, da die elektrische Beleuchtung des Pilgerpfades nicht eingeschaltet wird. Außerdem muss man mit dichtem Nebel, sowie heftigem Wind und Regen rechnen.

Die andere Route ist für Pilger mit viel Zeit gedacht und führt mitten durch den Dschungel. Sie startet südlich des Sri Pada in Ratnapura , führt über Malawa, Palabadalla und Heramitipana und dauerte etwa eine Woche lang.

Weiterführende Links:

Offizielle Website des Sri Pada

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