Sotschi-Nationalpark, Russland

Die kaukasischen Wälder im Sotschi Nationalpark im Südwesten Russlands garantieren Idylle und Erholung pur - © Martynova Anna / Shutterstock
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Der idyllische Sotschi-Nationalpark im Südwesten des Kaukasus-Gebirges lockt jedes Jahr 80.000 Besucher in eine unberührte Wunderwelt aus Wäldern, Bergen, Höhlen und Wasserfällen.

Der Sotschi Nationalpark im Südwesten Russlands wurde am 5. Mai 1983 als erster Nationalpark des Landes gegründet. Er befindet sich in der traumhaften Region des Kaukasus, die sich durch schroffe Berge, bewaldete Täler, stille Seen und rauschende Wasserfälle auszeichnet. Das unberührte Gebiet, das noch über den Nationalpark hinaus geht, wurde unter der Bezeichnung „Western Caucasus” im Jahr 1999 von der UNESCO zum Weltnaturerbe deklariert. Dazu gehört auch das Kaukasus Biosphärenreservat gleich im Anschluss an den Sotschi-Nationalpark.

Der Sotschi-Nationalpark liegt ganz in der Nähe der gleichnamigen Stadt, die als Austragungsort der Olympischen Winterspiele 2014 schlagartig weltberühmt wurde. Sotschi ist auch der ideale Ausgangspunkt für Touren durch den Nationalpark und ist mittels Flughafen und Bahnhof an das internationale Verkehrsnetz angebunden.

Flora und Fauna im Sotschi-Nationalpark

Der Sotschi-Nationalpark erstreckt sich über eine Fläche von knapp 2.000 Quadratkilometern, die nahezu zur Gänze dicht bewaldet sind. In den niederen Lagen ist die Vegetation mit Palmen und Zitrusbäumen nahezu subtropisch, in größerer Höhe gedeihen vor allem Laub- und Mischwälder. Einige Gipfel, der höchste von ihnen ist der mächtige Aibga mit 2.500 Metern, reichen über die Baumgrenze hinaus und sind mit duftenden alpinen Wiesen bedeckt.

Eingang zur Ahshtyrskaya Höhle im Sotschi Nationalpark, Russland - © Martynova Anna / Shutterstock
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In den dichten Wäldern des Sotschi-Nationalparks leben knapp 300 verschiedene Tierarten. Darunter Braunbären, Wölfe, Wisente (der europäische Verwandte des Bisons”), Rothirsche, Gämsen, Steinböcke, Wildschweine, Goldschakale, Dachse, Luchse, Fischotter, Füchse, sowie mehrere Arten großer Greifvögel wie Steinadler, Kaiseradler, Fischadler, Bartgeier und Gänsegeier.

Leoparden im Sotschi-Nationalpark

Zu dieser tierischen Vielfalt soll nun noch ein weiterer Bewohner hinzukommen. Gemeinsam mit der russischen Regierung versucht der WWF seit 2009 die Wiederansiedlung von Persischen Leoparden im Sotschi-Nationalpark. Die stolzen Tiere sind im westlichen Kaukasus ganz, im östlichen fast ausgestorben.

Mehrere Leoparden aus Turkmenistan und dem Iran werden nun in riesigen Freigehegen gehalten und sollen sich fortpflanzen, um ihre Nachkommen im Kaukasus Biosphärenreservat auszuwildern. Auch ein Paar aus dem Zoo in Lissabon war dabei, die im Oktober 2013 bereits erfolgreich den ersten russischen Leopardennachwuchs seit 50 Jahren zur Welt brachten.

Besuch des Sotschi-Nationalparks

Die 12km lange Vorontsovskaya-Höhle im Sotschi-Nationalpark zählt zu den schönsten Höhlen Russlands - © Martynova Anna / Shutterstock
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Der Sotschi-Nationalpark kann auf knapp 30 verschiedenen Wanderwegen erkundet werden. Als Unterkunft stehen im Umkreis mehrere Hotels zur Verfügung, eines, das Grand Hotel Poyana, befindet sich auch im Herzen des Nationalparks.

Zu den Highlights im Sotschi Nationalpark gehören unter anderem der 33m hohe Orekhovsky Wasserfall, die mit Petroglyphen geschmückte Akhtyrshskaya Höhle und die 12km lange Vorontsovskaya Höhle.