Krasnaja Poljana, Russland

In den Bergen um den russischen Skiort Krasnaja Poljana wurden 2014 die Olympischen Winterspiele abgehalten, Russland - © Merkushev Vasiliy/Shutterstock
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Das Bergdorf Krasnaja Poljana im Südwesten Russlands wurde gemeinsam mit der Küstenstadt Sotschi als Austragungsort der Olympischen Winterspiele 2014 schlagartig weltberühmt.

Umrahmt von mehreren 3.000ern, wie zum Beispiel dem Tschugusch mit 3238m, dem Pseaschcha mit 3257m und dem Zachwoa mit 3345m, bietet Krasnaja Poljana nur wenige Kilometer von der Schwarzmeer-Küste entfernt ein fantastisches Skigebiet mit exzellenten Pistenbedingungen.

Krasnaja Poljana liegt auf 600 Metern Seehöhe in den mächtigen Bergen des Kaukasus etwa 40km Luftlinie von Sotschi entfernt und ist über dessen Flughafen und Bahnhof international zu erreichen. Sowohl mit dem Bus als auch mit dem Zug geht es von Sotschi nach Krasnaja Poljana. Noch sind die unberührte Natur des Kaukasus und die fantastischen Skipisten um Krasnaja Poljana ein Geheimtipp – doch wer weiß, wie lange das so bleiben wird.

BILDER: Krasnaja Poljana

Die Olympischen Winterspiele 2014

Für die Olympischen Winterspiele 2014 wurden Milliarden investiert, um Krasnaja Poljana in ein renommiertes Ski-Resort zu verwandeln, denn die alpinen Schneebewerbe werden in den Bergen um Krasnaja Poljana ausgetragen. Laut Präsident Putin soll Krasnaja Poljana unter den Augen der Öffentlichkeit zum „Schaufenster des neuen Russland” werden.

Traumhafte Winterlandschaft im Skigebiet Krasnaja Poljana, das durch die Olympischen Winterspiele 2014 schlagartig weltbekannt geworden ist, Russland - © Martynova Anna / Shutterstock
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Damit wurde der nahe gelegene Bade- und Kurort Sotschi, der vor allem mit mildem Klima, kilometerlangen Kiesstränden und palmenbestandenen Gärten lockt, um den Benefit eines Wintersportortes erweitert – mit Komfort nach nahezu westlichem Standard.

Die Stadtentwicklung wird jedoch nicht nur positiv aufgenommen. Durch den Ausbau von Krasnaja Poljana sowie der Infrastruktur für die Olympischen Winterspiele wurden bereits 20.000 Hektar Wald geschlägert, sowie 1.500 Menschen enteignet und umgesiedelt. Die langfristigen Auswirkungen auf die Natur in der Region bleiben noch abzuwarten.

Krasnaja Poljana im Sommer

Auch im Sommer hat Krasnaja Poljana, die „rote Lichtung”, Natur pur zu bieten. Genau zwischen zwei insgesamt 400.000 Hektar großen Naturschutzgebieten ist das Bergdorf der ideale Ausgangspunkt zum Wandern und Bergsteigen. Im Kaukasus-Naturreservat und im Sotschi-Nationalpark gedeihen üppige Wälder, die über Millionen von Jahren unberührt waren. Wer durch die mächtigen Gipfel, idyllischen Seen und rauschenden Wasserfälle zwischen Sotschi und Krasnaja Poljana wandert, wird verstehen, warum dieses Gebiet auch „Russische Schweiz” genannt wird.

Fantastische sommerliche Gebirgslandschaft in der Aibga-Kette nahe Krasnaja Poljana im Südwesten Russlands - © Felix Lipov / Shutterstock
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Anton Tammsaare-Museum

Für Literatur-Fans ist das Anton Tammsaare-Museum in Krasnaja Poljana interessant. Der berühmte estnische Autor verbrachte aus gesundheitlichen Gründen sieben Jahre seines Lebens in der heilsamen Umgebung des Kaukasus. In seinem ehemaligen Wohnhaus kann sein damaliger Aufenthalt atmosphärisch und inhaltlich nachvollzogen werden.

Dreifaltigkeitskloster des Heiligen Georg

Die Marienkirche "Linderung meiner Leiden" des Dreifaltigkeitsklosters in der Nähe des Bergdorfes Krasnaja Poljana im Kaukasus, Russland - © Martynova Anna / Shutterstock
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Das malerische Kloster befindet sich an Straße nach Krasnaja Poljana am Fluss Sakhe inmitten einer atemberaubenden Gebirgslandschaft. Nach russischer Tradition erbaut erinnern seine schmucken Bauten heute an Märchenschlösser.

Die dort lebenden Nonnen informieren Besucher gerne über die Geschichte des Klosters und des Orthodoxen Glaubens. Die hellblau getünchte Kirche des Märtyrers Varus ist besonders bemerkenswert, da sie für jeden für das Gebet zugänglich ist, egal welcher Herkunft oder welchen Glaubens.