Puerto Princesa Subterranean River Nationalpark auf Palawan, Philippinen

Der Puerto Princesa Subterranean River Nationalpark beeindruckt durch seine unglaubliche Artenvielfalt und den unterirdisch befahrbaren Sabang-Fluss, Philippinen - © Ekaterina Pokrovsky / Shutterstock
© Ekaterina Pokrovsky / Shutterstock

Der Puerto Princesa Subterranean River Nationalpark liegt an der Nordküste der Insel Palawan im Westen der Philippinen. Seine unglaubliche Artenvielfalt und der unterirdische befahrbare Sabang-Fluss machen ihn zu einer der beliebtesten Sehenswürdigkeiten auf den Philippinen.

Der Puerto Princesa Subterranean River Nationalpark liegt an der Nordküste der Insel Palawan im Westen der Philippinen. Seine unglaubliche Artenvielfalt und der unterirdische befahrbare Sabang-Fluss machen ihn zu einer der beliebtesten Sehenswürdigkeiten auf den Philippinen. Seit 1999 zählt er zum Weltkulturerbe der UNESCO und seit 2012 zu den Neuen 7 Naturwundern.

Der Puerto Princesa Subterranean River Nationalpark liegt in der Gebirgskette St. Paul und wird daher auch als St. Paul Nationalpark bezeichnet. Er befindet sich etwa 3 Autostunden von der Inselhauptstadt Puerto Princesa entfernt in der Nähe des Fischerdorfes Sabang. Der eher kleine Nationalpark wurde 1971 gegründet, umfasst knapp 4.000 Hektar und sollte bei einer Philippinen-Reise auf keinen Fall außen vor gelassen werden! Führungen durch den Nationalpark können in Sabang gebucht werden.

Reise auf dem unterirdischen Fluss Sabang

Als Touristenattraktion Nummer 1 im Nationalpark gilt der unterirdische Sabang-Fluss (auch Poyuy-poyuy genannt). Der Cabayugan fließt 8km lang unter dem 1027m hohen Mount St. Paul bevor er ins Südchinesische Meer mündet. Der türkisgrüne Fluss kann auf 4,2km befahren werden und ist somit der längste schiffbare unterirdische Fluss der Welt. Für den Tourismus ist eine Strecke von etwas über einem Kilometer freigegeben. Mit einer Sondergenehmigung ist es den Besuchern möglich, eine Fahrt durch 23 Millionen Jahre alte unterirdische Höhlen und Klüften zu unternehmen.

Die Reise geht durch riesige Hallen und Dome, von denen der größte 45m hoch ist und spektakuläre Stalaktiten und Stalagmiten, die auf mystische Weise aus der Dunkelheit auftauchen. Durch die Italian’s Chamber, mit einer Länge von 360 Metern eine der größten Höhlen der Welt geht es vorbei an Schwärmen von Schwalben und Zwergfledermäusen. Im Wasser leben Garnelen und kleine Fische, die sich perfekt an das lichtlose Dasein angepasst haben.

Das zweite Highlight für den Tourismus ist der Mangrovengürtel des Poyuy-poyuy. Vor allem frühmorgens oder spätabends sind die dicken gebogenen Wurzeln und großen kugeligen Früchte der Mangroven ein beliebter Ruheplatz für eine Vielzahl an Vögeln. Zwischen den Wurzeln verstecken sich Schlammspringer, Nachtbaumnattern und junge Bindenwarane.

Die übrige Vegetation des Puerto Princesa Subterranean River Nationalpark besteht aus 800 verschiedenen Pflanzenarten, darunter allein 300 Baumarten.

Vogelparadies

Der Palawan-Pfaufasan, das Symbol von Puerto Princesa, Hauptstadt der Insel Palawan, Philippinen - © Rob Stokes / Shutterstock
© Rob Stokes / Shutterstock

Knapp 100 Vogelarten tummeln sich in deren Wipfel, darunter auch das Symbol von Puerto Princesa, der Palawanpfaufasan. Die Farbenpracht der gefiederten Einwohner des Nationalparks ist kaum zu übertreffen. Der schneeweiße Schwanzfächer des Palawanhornvogels steht in starkem Kontrast zum blauglänzenden Eisvogel, dessen orange leuchtender Schnabel schon von weitem sichtbar ist.

Seltene Papageien sind durch ihre Farbenpracht ebenso spektakulär wie der zwar unscheinbar gefärbte, aber sprechende Beo, der andere Vögel durch fremde Rufe irritiert. Nationalparkbesucher überrascht er durch seine Imitation von Handyklingeltönen, Husten und Lachen.

In Farbenpracht den Vögeln um nichts nach stehen die Schmetterlinge des Puerto Princesa Nationalparks. Über 40 Arten mit bis zu 18cm Flügelspannweite flattern durch die üppige Vegetation. Die Säugetiere im Nationalpark sind eher von der kleinen Sorte, neben frechen Makaken bevölkern auch Marderbären, Baumhörnchen und der nachtaktive Binturong den Park. Von den 20 Reptilienarten zählen die Speikobra und die Netzpython zu den bekanntesten, ebenso der Bindenwaran, ein bis zu 2m langer kleiner Drache, der aufgrund seiner hochqualitativen Lederhaut schon an den Rand der Ausrottung getrieben wurde.