Höhlen von Ili Kére Kére, Osttimor

Die Felsmalereien in den Höhlen von Ili Kére Kére in Osttimorreichen von Handabrücken über Tiersymbole bis hin zu kunstvollen Spiralzeichnungen - © YuttasakJannarong/Shutterstock
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Die Höhlen von Ili Kére Kére liegen auf den malerischen Felsklippen an der östlichen Spitze Osttimors und zählen zu den wichtigsten archäologischen Stätten des Landes. Fundstücke beweisen, dass Osttimor bereits vor über 30.000 Jahren besiedelt war, die faszinierenden Höhlenmalereien sind an die 10.000 Jahre alt.

Die Höhlen von Ili Kére Kére liegen auf den malerischen Felsklippen an der östlichen Spitze Osttimors im Norden Australiens. Sie befinden sich im Nino Konis Santana Nationalpark und zählen zu den wichtigsten archäologischen Fundstätten des Landes.

Die Kalksteinhöhlen liegen in der Nähe des Strandes Tutuala und sind aufgrund ihrer faszinierenden Höhlenmalereien bekannt. Ihr genaues Alter konnte nie bestimmt werden, es wird jedoch auf 2.000 bis 6.000 Jahre geschätzt.

Die kunstvollen Darstellungen reichen von einfachen Handabdrücken über Tiersymbole und Boote bis hin zu ganzen Jagdszenen. Unter den Tieren finden sich vor allem Schildkröten und auch Pferde, die von frühen Einwanderern mitgebracht wurden.

Erforschung der Höhlen von Ili Kére Kére

Die Höhlen wurden erst in den 1960er-Jahren durch den portugiesischen Anthropologen Antonio de Almeida zum ersten Mal erforscht. Damals lag der Fokus auf der Haupthöhle „Lene Hara”. Durch die indonesische Besetzung und die Unabhängigkeitskämpfe, wurden die Forschungsarbeiten erst Ende der 1990er Jahr wieder aufgenommen. Im Zuge der Analyse der Höhlen durch Sue O’Connor von der Australian National University wurden in der Lene Hara in Stein gravierte Gesichter und ein Angelhaken aus Muschelschalen entdeckt, die beide auf ein Alter von 10.000 Jahren datiert wurden.

Neben den Höhlenmalereien fand sich in den Höhlen von Ili Kére Kére auch eine Vielzahl an weiteren archäologischen Gegenständen. Knochenreste, Muschelschalen und abgenutzte Steinwerkzeuge zeugen von menschlicher Besiedlung der Höhlen vor bereits 35.000 Jahren. Somit ist bewiesen, dass die ersten Menschen bereits auf den Wasserstraßen zwischen den eiszeitlichen Urkontinenten Sunda und Sahul verkehrten, die durch eine Absenkung des Meeresspiegels die Landmasse von Indonesien bzw. Australien vergrößerten.

Tipp: Der Weg zu den Höhlen von Ili Kére Kére führt durch dichten, feuchtheißen Dschungel und ist nicht ausgeschildert. Ohne geeigneten Führer sollte man sich nicht an dieses Abenteuer wagen.