Lumbini, Nepal

Lumbini befindet sich im südlichen Nepal am Fuß des Himalaya und ist eine der wichtigsten und heiligsten Pilgerstätten des Buddhismus, Nepal - © Nataiki / Shutterstock
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Lumbini ist der Geburtsort Buddhas und somit eine der heiligsten Stätten des Buddhismus. Im Tempelpark reiht sich ein prachtvoller Tempel aus allen Ländern der Welt neben dem nächsten.

Lumbini befindet sich im südlichen Nepal am Fuß des Himalaya etwa 10km vor der Grenze zu Indien und ist eine der wichtigsten und heiligsten Pilgerstätten des Buddhismus. Hier soll vor 2.700 Jahren Siddharta Gautama, der Gründer des Buddhismus und erster Buddha, geboren worden sein. Seit 1997 zählt Lumbini zum Weltkulturerbe der UNESCO.

BILDER: Pilgerstätte Lumbini

 

1896 entdeckte der deutsche Archäologe Feuhrer in Lumbini eine über 6m hohe Steinsäule aus dem Jahr 345 vor Christus. Aus einer Inschrift geht hervor, dass König Ashoka diese zu Ehren des Geburtsortes von Buddha, dem Weisen aus dem Shakya-Geschlecht, errichten ließ und noch dazu das Dorf Lumbini von den Steuern befreite.

Der Ort Lumbini ist wie Buddha selbst, ruhig und friedlich, abseits von Stadtlärm und hektischen Menschenmassen. Eine Non-profit-Organisation namens “Asia Pacific Exchange and Cooperation Foundation” (APECF) hat sich gemeinsam mit der UN und der nepalesischen und chinesischen Regierung zur Aufgabe gemacht, dass dies auch so bleibt.

Internationaler Tempelpark der Geburtsstätte Buddhas

In Lumbini befindet sich ein regelrechter Tempelpark, in dem weder Hotels noch Shops oder Restaurants gebaut werden dürfen. Jedes Land der Welt, welches nur irgendwie mit dem Buddhismus zu tun hat, hat hier einen Tempel errichtet – einer prachtvoller als der andere.

Auch Deutschland ließ in der heiligen Stadt Lumbini in Nepal einen Tempel errichten - © Alexandra Lande / Shutterstock
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Im östlichen Teil befinden sich die Klöster der buddhistischen Schule Theravada, im westlichen die der Vajrayana. Der konkrete Platz der Geburt Buddhas befindet sich im karmesinroten Mayadevi Tempel und ist mit einer gravierten Steintafel über 7 Ziegelebenen gekennzeichnet. Darauf abgebildet ist die Mutter Buddhas, Buddha selbst und zwei himmlische Figuren, die Wasser und Lotusblüten über das Neugeborene gießen.

Der Großteil der Tempel stammt aus dem 2. bis 9. Jahrhundert, es wurden und werden jedoch auch viele moderne Tempel errichtet. Auf der regelrechten Tempelrallye befinden sich prunkvolle sakrale Gebäude von Nepal, Korea, China, Mongolei, Thailand, Vietnam, Indien, Myanmar und sogar Deutschland und Österreich. Japan errichtete eine über 40 Meter hohe schneeweiße Pagode, die sehr an die Weltfriedenspagode in Pokhara erinnert. Einige der Tempel können auch von innen besichtigt werden. Am Kopf des zentralen Sees flackert die ewige Flamme des Friedens.

Die goldene Lokamani Cula Pagode vertritt in der Tempelstadt Lumbini in Nepal das Land Myanmar - © Alexandra Lande / Shutterstock
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Von früh morgens bis spät abends ist die Luft im Tempelpark von den Gesängen und gemurmelten Gebeten der Pilger erfüllt. Die sakrale Atmosphäre sollte keinesfalls durch Laufen oder Schreien gestört werden.

Tipp: Wer es sich einteilen kann sollte nicht an einem Regentag oder kurz nachdem es geregnet hat, den Tempelpark in Lumbini besuchen. Die unbefestigten Wege zwischen den Sakralbauten verwandeln sich schnell in unappetitliche Schlammlöcher, die vor allem wenn man mit dem Fahrrad unterwegs ist unübersehbare Spuren hinterlassen.

Heiliger Teich und heiliger Baum Buddhas

Ebenfalls zu besichtigen ist der heilige Teich Puskarni, in dem Maya Devi, Königin von Kapila-Vastu und Mutter Buddhas, im Jahr 6. Jahrhundert vor Christus vor seiner Geburt und Buddha selbst kurz nachdem er das Licht der Welt erblickt hatte, ein Bad nahmen. Nach einem Ast des heiligen Bodhi-Baum griff sie, um die Schmerzen der Geburt zu lindern. Diese Szene ist auch auf dem Schlussstein an Buddhas Geburtsstätte abgebildet.

84.000 Kerzen beleuchten den Maya Devi Tempel in Lumbini, jenen Ort, an dem einst Buddha geboren wurde - © Nataiki / Shutterstock
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Im Lumbini-Museum werden religiöse Artefakte und Manuskripte ausgestellt, die auf der heiligen Stätte gefunden wurden, das Lumbini International Research Institute beherbergt unzählige Bücher über Religion, Kunst und Architektur auch über den Buddhismus hinaus.

Auch für die Hinduisten gilt Lumbini als heilige Stätte, da Buddha als Inkarnation von Vishnu gilt. Am Vollmond zwischen April und Mai feiern tausende Hindus das Monat des Baisakh und huldigen der Muttergöttin Maya Devi.

Anreise nach Lumbini

Die Anreise mit dem Bus von Kathmandu aus dauert etwa 10 Stunden, der nächste Flughafen liegt in Siddharta Nagar in 22km Entfernung, von dort starten alle 15min Busse nach Lumbini, die jedoch überfüllt und langsam sind (Fahrzeit etwa 1 Stunde). Es empfiehlt sich unter Umständen, in Taxi zu nehmen. Ein eigener Flughafen in Lumbini ist jedoch in Planung. Da in Lumbini keine Autos erlaubt sind, ist die Erkundungstour der verstreut liegenden Sehenswürdigkeiten per Fahrrad oder Riksha zu empfehlen.