Kumbeshwar Tempel in Patan, Nepal

Der Kumbeshwar Tempel befindet sich in Patan, der viertgrößten Stadt Nepals, und ist der wichtigste Shiva-Tempel der Stadt - © Bgabel CC BY-SA3.0/Wiki
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Der Kumbeshwar Tempel ist der wichtigste Shiva-Tempel in Patan und einer der wenigen fünfstöckigen Tempelkomplexe im Kathmandu-Tal. Durch seine symmetrische Form und seine meisterhaften Schnitzereien fällt er sofort ins Auge.

Der Kumbheswar Tempel befindet sich in Patan, der viertgrößten Stadt Nepals, und ist der wichtigste Shiva-Tempel der Stadt. Erbaut wurde er höchstwahrscheinlich Ende des 14. Jahrhunderts und ist damit der älteste Tempel in Patan. Dass er dem Gott Shiva geweiht ist, erkennt man an dem großen Stier, der den Tempel bewacht.

Durch seine Höhe von über 10 Meter und seine charakteristischen Dächer in harmonischer Form sticht der Kumbheswar aus dem Dächermeer Patans sofort ins Auge. Seine harmonische Architektur und die kunstvollen Schnitzereien machen ihn zu einer der wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Patan. Er ist außerdem einer der drei einzigen Tempel im Kathmandu-Tal, der fünf Stockwerke besitzt.

Der Kumbheswar Tempel ist fast immer von Gläubigen frequentiert, die innerhalb seiner reich verzierten Mauern göttliche Ratschläge suchen, Kerzen entzünden und dem überirdischen Shiva ihrer Ehrerbietung erweisen.

Janai-Purnima Fest

Einmal im Jahr im Juli oder August findet das farbenprächtige Janai-Purnima Fest statt, zu dem sich tausende Gläubige am Tempel versammeln. Sie alle warten darauf, das rituelle Bad ein einem der Pools an der Tempelplattform teilzunehmen. Die beiden Teiche werden angeblich vom heiligen See Gosainkund gespeist, der oben im Tal auf einer Höhe von 4.380 Metern liegt. Ein jährliches Bad im Tank des Kumbeshwar Tempels soll ebenso wertvoll sein, wie eine Wanderung zum heiligen See. Verständlich, dass möglichst viele diese zeit- und kraftsparende Gelegenheit des Pilgerns nutzen wollen.

Die beiden obersten nepalesischen Kasten der Brahmanen und Chhetri nutzen die Gelegenheit, um die traditionelle Schnur, die sie zum Zeichen ihres Standes über der linken Schulter tragen, zu wechseln. So genannte Jhankris, Glaubensheiler, tanzen in bunten Gewändern zum Rhythmus ihrer Trommeln um den Tempel.

Ein weiterer Brauch zu dieser Zeit ist das Raksha Bandhan, das Band des Schutzes. Männer sowie Frauen schwören sich zu ehren und zu beschützen und binden sich zum Zeichen ihres Eides bunte Fäden um die Handgelenke.