Nationalmuseum in Ulan Bator, Mongolei

Die Möglichkeit, im Nationalmuseum in Ulan Bator etwas über die faszinierende Mongolei zu lernen, sollte sich kein Besucher entgehen lassen - © Exsanguinator CC BY 2.5/Wiki
© Exsanguinator CC BY 2.5/Wiki

Das Nationalmuseum der Mongolei in der mongolischen Hauptstadt Ulan Bator zeigt faszinierende Ausstellungen über die mongolische Geschichte von der Steinzeit über das Reich Dschingis Khans bis ins 20. Jahrhundert.

Das Nationalmuseum der Mongolei befindet sich in der mongolischen Hauptstadt Ulan Bator im Zentrum des Landes. Obwohl die meisten Touristen die Mongolei wegen ihrer atemberaubenden Landschaft bereisen, sollte man sich auch Ulan Bator und die dortigen Möglichkeiten, etwas über das faszinierende Land selbst zu lernen, nicht entgehen lassen.

Das mongolische Nationalmuseum präsentiert in zahlreichen Schätzen die wechselhafte Geschichte, die vielfältige Kultur und die interessanten Völkergruppen der Mongolei und ist außerdem für die Erstellung und Verwaltung der Leitfäden für Museen in der Mongolei zuständig.

Entstehung des Nationalmuseums der Mongolei

Im Jahr 1924 wurde das erste Museum der Mongolei unter der Bezeichnung „Nationalmuseum” gegründet, dies ist heute das Naturhistorische Museum der Mongolei. Das Nationalmuseum, wie es heute besteht entstand im Jahr 1991, als die historische, archäologische und ethnografische Abteilung des State Central Museums zusammengelegt wurden. Untergebracht wurde die neue Mischung im Gebäude des ehemaligen Revolutionsmuseums ganz in der Nähe des Suehbatar-Platzes.

Schon von außen wirkt der mächtige Betonkubus in sozialistischem Stil irgendwie wichtig und pompös. Und tatsächlich: In seinem Inneren beherbergt das mongolische Nationalmuseum die umfangreichste Sammlung von Artefakten aus der mongolischen Geschichte des gesamten Landes.

Besuch des Nationalmuseums der Mongolei

Die Ausstellungen im mongolischen Nationalmuseum reichen von frühzeitlichen und prä-Mongolen Zeiten über das Mongolenreich bis zur Geschichte des 20. Jahrhunderts. Da gibt es Werkzeuge der stein-, bronze- und eisenzeitlichen Völker zu bestaunen und in der ethnografischen Abteilung können Lebensalltag, Waffen, Kleidung, Sattelzeug und Ausrüstungsgegenstände der verschiedensten mongolischen Stämme bewundert werden.

Sogar eine lebensgroße Jurte, die Behausung der Nomaden, ist ausgestellt. Die größte Galerie ist natürlich jene über den Weltenherrscher Dschingis Khan und sein mongolisches Großreich. Abschließend kommen auch die historischen Zeugnisse des Sozialismus und der Moderne zum Zug.

Die meisten Ausstellungsstücke sind in Mongolisch und Englisch angeschrieben, sodass man auch Hintergrundwissen über die Artefakte erfährt, wenn man der Landessprache nicht mächtig ist. Für die Möglichkeit, die Ausstellungsstücke fotografisch oder auf Film festzuhalten, wird ein erhöhter Eintrittspreis verlangt.

Weiterführende Links:

Offizielle Seite des Nationalmuseums der Mongolei (mongolisch)