Pak Ou Höhlen, Laos

Eingang zu den Pak Ou Höhlen die sich in einer atemberaubenden Steilklippe am Westufer des Mekong befinden, Laos - © Björn Schillberg / Fotolia
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Die Pak Ou Höhlen (auch „Buddha-Höhlen“ genannt) befinden sich in Laos etwa 25km nördlich der UNESCO-Welterbestadt Luang Prabang. Seit tausenden von Jahren dienten sie Gläubigen als Pilgerstätte, welche nach der beschwerlichen Anreise eine Buddhastatue zurückließen. Etwa 4.000 davon sind heute noch zu sehen.

Die Pak Ou Höhlen (auch „Buddha-Höhlen” genannt) befinden sich in Laos etwa 25km nördlich der UNESCO-Welterbestadt Luang Prabang. Sie liegen direkt an der Einmündung des Flusses Nam Ou in den mächtigen Mekong und sind von Luang Prabang aus mit dem Boot über eine traumhafte Reise auf dem Mekong in etwa 2 Stunden zu erreichen.

Tipp: Für Besucher, die eine Fahrt auf dem Fluss vermeiden möchten, bietet es sich an, mit dem Tuktuk zu einem Dorf am gegenüberliegenden Flussufer des Mekong zu fahren, von dort aus setzt eine Fähre zu den Höhlen über. Die Fahrt auf dem Mekong ist jedoch um einiges spektakulärer!

Die Pak Ou Höhlen befinden sich in einer atemberaubenden Steilklippe am Westufer des Mekong und sind eine der wichtigsten heiligen Stätten in Laos. Seit Tausenden von Jahren pilgern Buddhisten zu den Höhlen im Kalkstein um zu beten. Hatten sie die beschwerliche Reise abgeschlossen, hinterließen sie ein Abbild von Buddha. Während des Indochina-Krieges nutzten die Gläubigen die Abgeschiedenheit der Höhlen außerdem, um ihre privaten Buddhastatuen vor den Plünderern in Sicherheit zu bringen. Bis zu 5.000 Buddhastatuen aus allen Stilrichtungen und Epochen sollen in den unterirdischen Tempeln aufbewahrt werden, von denen etwa 4.000 heute noch zu sehen sind.

Buddhas soweit das Auge reicht

Die Buddhastatuen aus Holz, Eisen, Ton oder Bronze wurden teilweise von den Pilgern als Opfergaben mitgebracht, Pak-Ou-Höhlen, Laos - © fotoember / Fotolia
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Die Pak Ou Höhlen bestehen aus zwei Höhlentempeln, der Unteren Höhle (Tham Theung) und der Oberen Höhle (Tham Ting). Die unzähligen Buddhastatuen aus Holz, Eisen, Ton oder Bronze wurden nicht nur vor Plünderungen versteckt, sondern auch von den Pilgern als Opfergaben mitgebracht. Die größten Statuen sind bis zu einem Meter hoch. Während des Lao-Neujahrs im April versammeln sich unzählige Buddhisten, um die Buddhastatuen traditionell zu waschen und zu reinigen.

Die Heiligkeit der Stätte wird noch durch die Plätze unterstrichen, an denen man vor den größten Buddha-Abbildungen knien kann, viele der Gläubigen entzünden Kerzen oder Räucherwerk. Glücksstäbchen sagen die Zukunft voraus – leider nur in laotischer Sprache.

Für die Obere Höhle benötigt man Taschenlampen, sie ist größer und tiefer als die Untere Höhle und an manchen Stellen dringt kaum Licht an die felsigen Schreine, die den Großteil der Buddha-Bildnisse enthalten. Der 10minütige Aufstieg über steile Treppen lohnt sich jedoch – einige Löcher im Fels bieten spektakuläre Ausblicke auf den Mekong. Früher lebten hier Einsiedlermönche, denen es heute sicherlich zu überfüllt wäre. Vor allem in der Hochsaison außerhalb der Regenzeit muss man mit einer Vielzahl an Touristen und Einheimischen rechnen, die die Höhlen besuchen.

Achtung Souvenirjäger

Viele Souvenirverkäufer versammeln sich vor den Höhlen und bieten den Touristen ihre Waren an. Vor allem Kinder verkaufen Gemüse und Vögel in Käfigen. Manche lassen die Vögel auch gegen ein paar Kip frei – dies ist jedoch eine klassische Touristenfalle: wenig später nachdem die Tür des Korbgeflechts geöffnet wurde, kehrt der Vogel freiwillig wieder in seinen Käfig zurück.

Tipp: Auf der Rückkehr bietet sich ein Zwischenstopp im „Whiskey-Dorf” Ban Xang Hai an, in dem der Laolao, ein lokaler Reisschnaps, sowie einige Reisweine hergestellt werden.