Friedensdenkmal in Hiroshima, Japan

Das Friedensdenkmal in der japanischen Küstenstadt Hiroshima, auch unter „Atombombenkuppel“ bekannt, erinnert an die Opfer der Atombombe vom 6. August 1945, Japan - © kessudap / Shutterstock
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Das Friedensdenkmal in der japanischen Küstenstadt Hiroshima, auch unter „Atombombenkuppel“ bekannt, erinnert an die Opfer der Atombombe vom 6. August 1945. Es ist ein im Zustand kurz nach der Detonation der Atombombe konserviertes Gebäude, das sich beinahe exakt unter dem Bodennullpunkt der Bombe befand.

Das Friedensdenkmal in der japanischen Küstenstadt Hiroshima befindet sich im Friedenspark in Hiroshima, in dem auch das Friedensmuseum zu finden ist. Es ist allgemein auch als „Atombombenkuppel” bekannt. Auch wenn sich die USA und China gegen die Ernennung aussprachen, zählt das Friedensdenkmal in Hiroshima seit 1996 zum UNESCO Weltkulturerbe. Die Begründung lautet, dass es „nicht nur ein starkes Symbol der zerstörerischsten Kraft sei, die je von der Menschheit geschaffen wurde; es drücke zudem die Hoffnung auf Weltfrieden und der endgültigen Beseitigung aller Kernwaffen aus”.

Das Atombomben-Denkmal ist eigentlich ein Museum für Industriegüter, welches im Jahr 1915 vom tschechischen Architekten Jan Letzel errichtet wurde. Als am 6. August 1945 „Little Boy”, die erste Atombombe der Geschichte, vom US-Bomber Elona Gay auf Hiroshima abgeworfen wurde, befand sich das „Hiroshima-ken Sangyō Shōreikan” etwa 160 Meter vom so genannten Bodennullpunkt (dem theoretischen Aufschlagpunkt der Atombombe, die in der Luft detonierte) entfernt. Das Gebäude wurde teilweise zerstört und alle Menschen, die sich zurzeit darin befanden kamen im Feuer ums Leben.

Da die Detonation der Atombombe in 600 Meter Höhe nahezu genau über dem Gebäude stattfand, blieb ein Großteil der senkrechten Strukturen des Gebäudes erhalten, darunter die eisernen Streben des Kuppeldaches. Das gekrümmte Skelett der ehemaligen Kuppel wurde nie wieder abgedeckt, sondern im damaligen Zustand kurz nach der Explosion konserviert.

Die so genannte „Atombombenkuppel” gilt seither als Gedenkstätte für den ersten Kriegseinsatz der Atombombe in der Geschichte der Menschheit und die 140.000 Menschen, die zur Hälfte sofort und zur Hälfte an den Folgeerscheinungen der radioaktiven Strahlung umkamen.

Besichtigung des Atombomben-Denkmals

Die Besichtigung des Denkmals wird zwar auf keinen Fall Urlaubsstimmung aufkommen lassen, ist jedoch ein Ort von höchster geschichtlicher Bedeutung, den man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte, wenn man Hiroshima besucht. Demnach sind die Atombombenkuppel bzw. der Friedenspark und das zugehörige Museum auch die meist besuchten Sehenswürdigkeiten von Hiroshima.

Im angrenzenden Friedensmuseum wird das gesamte grausame Ausmaß der Zerstörung in Bilder, Videos und Worte gefasst. Einiges davon ist einfach nicht zu glauben, zum Beispiel der Umstand, dass Hiroshima von den US-amerikanischen Truppen extra für den Abwurf der Atombombe verschont wurde, um den Schaden der Detonation in vollem Umfang studieren zu können. Wohl kaum jemand, der den Friedenspark von Hiroshima in fröhlicher Stimmung wieder verlässt.