Gunung Batur auf Bali, Indonesien

Der Vulkan Gunung Batur erreicht eine Höhe von gut 1.700 Metern und ist verhältnismäßig leicht zu besteigen, Indonesien - © suronin / Fotolia
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Der Gunung Batur ist neben dem über 3.000 Meter hohen Gunung Agung der zweite aktive Vulkan auf der Insel Bali in Indonesien. Da sein Gipfel innerhalb der äußeren Caldera über 700 Meter verhältnismäßig leicht zu erklimmen ist, eine Besteigung des Gunung Batur bei einem Bali-Besuch ein Muss!

Der Gunung Batur ist neben dem über 3.000 Meter hohen Gunung Agung der zweite aktive Vulkan auf der Insel Bali in Indonesien.

Er befindet sich im Norden Balis im Landkreis Bangli und erreicht eine Höhe von gut 1.700 Metern. In der südöstlichen, mit 10 mal 13,5km größeren Caldera befindet sich der sichelförmige Kratersee Danau Batur, der größte Kratersee Balis, der gute Fischgründe bietet. An seinen Ufern liegen die kleinen Dörfer Kedisan und Toya Bungkah, welche Restaurants und Unterkunftsmöglichkeiten bieten und für Besteigungen des Gunung Batur den perfekten Ausgangspunkt bilden.

Gipfelsturm des Gunung Batur

Für jeden Bali-Besucher ist eine Besteigung des Gunung Batur ein absolutes Muss! Erstens ist der sagenumwobene Berg Entstehungsort vieler indonesischer Mythen, zweitens ist die Besteigung nicht wirklich anstrengend und drittens hat man vom Gipfel aus einen überwältigenden Panorama-Blick bis zum Gunung Abang und dem alles überragenden Gunung Agung – vorausgesetzt, Dunst und Wolken lichten sich.

Vom Dorf aus sieht man bereits den mächtigen Berg noch einmal 700 Meter in die Höhe ragen. An seinen Flanken sind noch die dunklen zerklüfteten Lavafelder zu sehen, die sich bis weit in die Caldera hinunterziehen. Rauchwolken und Schwefeldämpfe entweichen dem Berg und kündigen an, dass der unheimliche Riese lediglich schläft. Der Weg nach oben ist steil und steinig und gleicht manchmal einem Klettersteig. Eine gewisse Grundkondition und körperliche Fitness ist Voraussetzung, Bergsteiger-Erfahrung ist allerdings keine erforderlich.

Tipp: Wanderungen auf den Gunung Batur sollten so früh wie möglich begonnen werden. Geht man bereits um 4 in der Früh los, hat man nach dem etwa 2stündigen Aufstieg das Privileg, einen unvergesslichen Sonnenaufgang zu erleben! Außerdem entflieht man so auch der schattenlosen Hitze des Tages. Wer in der Dunkelheit losgeht, sollte dies nur mit Taschenlampe und ortskundigem Führer tun! Sobald es hell wird, sind die Pfade auf den Gipfel leicht zu erkennen. Geführte Touren können direkt in den Gästehäusern der Dörfer gebucht werden.

Am Gipfel angekommen tut sich dem Bergsteiger ein spektakulärer Anblick in den uralten Vulkankrater auf. Die innere Caldera ist etwas kleiner, misst aber immer noch gut 6 mal 9km und wird auf ein Alter von etwa 25.000 Jahren geschätzt. Vor ihrer Entstehung war der Vulkankegel des Gunung Batur noch etwa um ein Drittel höher, bis das obere Ende durch eine gewaltige Explosion weggesprengt wurde. Für den Abstieg kann aus mehreren Routen gewählt werden, die längeren Treks bieten mehrere unvergessliche Blickwinkel auf den Gunung Batur und die Gipfel in seiner Umgebung.

Brodelnder Berg

Der Gunung Batur ist immer noch aktiv, seit 2009 häufen sich die vulkanischen Aktivitäten und der brodelnde Berg steht unter ständiger Beobachtung der Wissenschaftler. Seit 1800 ist der Gunung Batur knapp 30 Mal ausgebrochen, das sind im Durchschnitt etwa alle 6 Jahre. 1917 zerstörte der wütende Vulkan 65.000 Häuser und forderte tausende Menschenleben. 2.500 Tempel und ein komplettes Dorf wurden daraufhin auf die andere, sicherere Seite des Vulkans verlagert.

Vulkanischer Dampfgarer: Gräbt man am Gunung Batur ein Loch in den Boden, tritt Wasserdampf aus, der so heiß ist, dass man die Hand keine 2 Sekunden darüber halten kann. Über einem derartigen natürlichen Ofen können sogar hartgekochte Eier zubereitet werden!

Etwa 16.000 Menschen leben im Einzugsgebiet des Vulkans, darunter die drei Dörfer Kedisan, Toya Bungkah, das Bali-Aga-Dorf Trunyan und Kintamani im Südwesten der äußeren Caldera. Die Bewohner leben hauptsächlich von der Landwirtschaft auf den fruchtbaren Bergflanken des Vulkans und vom Tourismus.