Taktshang-Kloster, Bhutan

Taktshang, das meistfotografierte Kloster Bhutans, bedeutet übersetzt
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Das schmucke Taktshang-Kloster schmiegt sich im Paro-Tal in 3.000 Meter Höhe an die Flanke des Himalaya-Gebirges und ist eine der heiligsten Stätten Bhutans. Der Legende nach soll Rinpoche, der zweite Buddha, der den Buddhismus nach Bhutan brachte, dort über 3 Jahre lang in einer Höhle meditiert haben.

Das Taktshang Kloster ist eines der bekanntesten buddhistischen Klöster Bhutans und beinahe schon so etwas wie ein Nationalsymbol. Es ist Bhutans heiligstes und wohl auch meist fotografiertes Kloster. In schwindelerregender Höhe schmiegt es sich 700 Meter über dem Paro-Tal auf einer kleinen Plattform in einen Steilhang des Paro Chu im Himalaya-Gebirge.

BILDER: Taktshang-Kloster

Der Buddha und die fliegende Tigerin

Im Jahr 1692 wurde es auf einer Höhe von 3.120m erbaut. Der Legende nach soll der große Guru Rinpoche, der zweite Buddha auch unter Padmasambhava bekannt, im 8. Jahrhundert dort mit einer fliegenden Tigerin gelandet ist. Deshalb auch der Name des Klosters. Taktshang bedeutet übersetzt „Tigernest”.

In seiner Umgebung befinden sich 9 heilige Höhlen, in denen Rinpoche, der den Buddhismus nach Bhutan brachte, 3 Jahre, 3 Monate, 3 Wochen, 3 Tage und 3 Stunden meditiert haben soll. 4 davon sind relativ leicht zugänglich und lassen einen Blick auf die unzähligen Statuen der erleuchteten Bodhisattvas in ihrem Inneren werfen. In einer der Höhlen wird auch die Heilige Schrift von Rinpoche aufbewahrt, geschrieben mit Goldstaub.

In der Umgebung des Taktshang Klosters in Bhutan befinden sich 9 heilige Höhlen, die mit zahlreichen Buddha-Statuen geschmückt sind - © theskaman306 / Shutterstock
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Unterwegs zum Taktshang-Kloster

Das schmucke Kloster mit den roten und gelben Dächern ist oft von Nebelschwaden verhangen und über einen steilen Pfad nur zu Fuß oder mit dem Maultier erreichbar. Der insgesamt etwa 3stündige Weg nach oben führt durch einen zauberhaften Pinienwald, der mit Farnen und Moosen verwachsen wie ein verwunschener Märchenwald anmutet. Bunte Gebetsfahnen flattern zwischen dem üppigen Grün der Bäume. Auf einer kleinen Plattform mit einem Tempel namens Urgyan Tsemo bietet sich ein Zwischenstopp an, von dem aus man einen traumhaften Blick auf das Taktshang-Kloster hat.

Eine kleine Cafeteria bietet nach dem anstrengenden Aufstieg kleine Stärkungen an. Von da an ist der Weg von kleineren Tempeln regelrecht gesäumt. Eine tiefe Schneise fehlt noch bis zum Kloster, die von den Mulis nicht mehr bewältigt werden kann. Die letzte Stunde des Wegs muss also zu Fuß zurückgelegt werden. Über einen Wasserfall, der über 60m in ein heiliges Becken stürzt, führt eine kleine Brücke, immer wieder gaukeln faustgroße Schmetterlinge über den Weg und in den Bäumen sind farbenprächtige Paradiesvögel zu entdecken.

Tipp: Um den Weg zum Taktshan-Kloster zu bewältigen sollte man in guter Kondition und absolut schwindelfrei sein! Nicht vergessen – die körperliche Anstrengung erfolgt auf 3.000 Metern Seehöhe!

Das Taktshang Kloster ist eines der bekanntesten buddhistischen Klöster Bhutans und beinahe schon ein Nationalsymbol - © Sanmongkhol / Shutterstock
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Das Taktshang-Kloster besteht aus 4 Gebäuden, die sich perfekt an die Flanke des Berges anpassen. Sie sind mit Holzbrücken und Treppen verbunden, die direkt aus dem Stein herausgehauen wurden. Jedes Gebäude hat einen Balkon, von dem aus man das gesamte malerische Paro-Tal überblicken kann.

An den Wänden des Klosters sind Abbildungen des Zangdopari, des „Kupferfarbenen Bergparadieses von Padmasambhava”, in steter Erinnerung an die Legende. Auch Rinpoche selbst ist in unzähligen Szenen dargestellt. Andere Gemälde zeigen den Halbgott Klu, halb Mensch, halb Schlange, die in den Seen des Paro-Tales lebt und die verborgenen Schätze bewacht.

Im Jahr 1998 brach ein Feuer im Hauptgebäude des Taktshang-Klosters aus, dem einige wertvolle Gemälde, Statuen, Artefakte und auch ein Mönch zum Opfer fielen.