Kloster Haghpat, Armenien

Das Kloster Haghpat in einem malerischen Tal am Fluss Debet in Armenien zählt als UNESCO-Weltkulturerbe zu den am besten erhaltenen Klosteranlagen des Landes - © Ryan Carter / Shutterstock
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Das Kloster Haghpat liegt in einem malerischen Tal am Fluss Debet in Armenien und zählt als UNESCO-Weltkulturerbe zu den am besten erhaltenen Klosteranlagen aus dem Mittelalter, die Armenien zu bieten hat.

Das faszinierende Kloster Haghpat in der Provinz Lori in Armenien zählt zu den besterhaltenen mittelalterlichen Klosteranlagen des Landes. Gemeinsam mit dem knapp 4km entfernten Kloster Sanahin zählt und es seit 1996 zum Weltkulturerbe der UNESCO

Die beiden Dörfer Sanahin und Haghpat sind nur durch einen schmalen Fluss namens Debet getrennt, befinden sich in Sichtweite voneinander und weisen in ihrem Erscheinungsbild einige Parallelen auf. Seit der Ernennung zum UNESCO-Weltkulturerbe sind die beiden Klöster Teil der Reiseagenturen von Armenien, wodurch der Touristenzustrom deutlich zugenommen hat.

Geschichte des Klosters Haghpat

Das Kloster Haghpat wurde im 10. Jahrhundert vom Heiligen Nishan unter der Herrschaft von König Abas I. gegründet. Seine Errichtung erfolgte kurz nach dem benachbarten Kloster Sanahin, welches deshalb auch seinen Namen erhielt, der übersetzt in etwa „älter als das andere” bedeutet.

Detailansicht des Glockenturm des Klosters Haghpat in Armenien - © Zorik Galstyan / Shutterstock
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Ebenso wie das Kloster Sanahin ist auch das Kloster Haghpat erstaunlich gut erhalten und zählt zu den wichtigsten Beispielen mittelalterlicher Sakralbauten in Armenien und der umliegenden Kaukasus-Region.

Besuch des Klosters Haghpat

Die mittelalterliche Klosteranlage liegt an einer Anhöhe am Ufer des Flusses Debet. Nicht am Gipfel, denn dies würde gegen die klösterliche Bescheidenheit sprechen, aber auch nicht zu weit unten, um angreifende Feinde schneller erspähen zu können. Das Kloster liegt im Gegensatz zu anderen Klosteranlagen nicht isoliert, sondern von mehreren Dörfern umgeben inmitten einer Gras- und Blumenlandschaft.

St. Nishan-Kirche

Das älteste Gebäude des Klosters ist die St. Nishan-Kirche aus dem Jahr 967, die bis 991 zu einer Kathedrale erweitert wurde. Neben zwei Renovierungen im 11. und 12. Jahrhundert ist die Klosterkirche bis heut ein ihrem originalen Zustand geblieben. In der Apsis ist noch ein Fresko von Christus Pantokrator zu erkennen.

Die kunstvoll gemeißelten Gedächtnissteine des Klosters Haghpat in Armenien stammen aus dem 11. bis 13. Jahrhundert - © Pecold / Shutterstock
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Kirche des Heiligen Georg

Die Kirche des Heiligen Georg ist nur wenig älter als die St. Nishan-Kathedrale, sie stammt aus dem Jahr 1005. Ihre beiden Kapellen und der dreistöckige Glockenturm stammen aus dem 13. Jahrhundert.

Chatschkare

Ebenfalls bemerkenswert sind die so genannten Chatschkare des Klosters Haghpat. Diese kunstvoll gemeißelten Gedächtnissteine stammen aus dem 11. bis 13. Jahrhundert und erinnern ein wenig an Grabsteine. Der bekannteste von ihnen ist der “Amenaprkich” („Erlöser”), der seit dem Jahr 1273 an seinem Platz steht.