Marinehafen in Karlskrona, Schweden

Der Marinehafen von Karlskrona, Schweden zählt seit 1998 zum Weltkulturerbe der UNESCO - © Alexander Erdbeer/Shutterstock
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Der Marinehafen in Karlskrona war einst der Marinestützpunkt Schwedens und zählt mittlerweile zum UNESCO-Kulturerbe. Seine Befestigungsanlagen sind heute noch zu besichtigen.

Karlskrona, die einzige Barockstadt Schwedens, liegt im Süden des Landes und stellt den Marinestützpunkt des Landes dar. Mittlerweile nicht mehr von so hoher Bedeutung, war der Flottenstützpunkt in Südschweden im 17. Jahrhundert sehr wichtig, um das Land nicht auseinanderbrechen zu lassen. 1998 wurden der Marinehafen von Karlskrona und noch andere Gebäude der Stadt auf die Liste der UNESCO Kulturerbestätten aufgenommen.

Entstehung des Marinehafens von Karlskrona

1680 befahl der schwedische König Karl XI. den besten Schiffbauern, Architekten und Befestigungsexperten, den modernsten und effektivsten Flottenstützpunkt Europas zu bauen. Das Gelände um Karlskrona mit den in etwa 30 kleinen und großen Inseln lieferte die besten Voraussetzungen, den ehrgeizigen Plan in die Tat umzusetzen. Die engen und tiefen Fahrrinnen zwischen den Inseln boten wenig Angriffsfläche und konnten optimal verteidigt werden. Der Generalgouverneur Erik Dahlberg stellte seinen Entwurf für den Befestigungsbau drei Jahre nach Auftragserteilung fertig. Nach offizieller Genehmigung begann man 1685 mit dem Bau. Knapp 200 Jahre später wurde die Befestigungsanlage ausgebaut, da sie den neu aufgekommen modernen Waffen zu unterliegen drohte. Das Konzept war so erfolgreich, dass es in mehreren europäischen Hafenstädten kopiert wurde.

Der Marinehafen von Karlskrona, Schweden zählt seit 1998 zum Weltkulturerbe der UNESCO - © Alexander Erdbeer / Shutterstock
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Besuch des Marinehafens von Karlskrona

Aus dem einstigen Marinestützpunkt ist im Lauf der Zeit eine Stadt geworden, die das Stadtbild, die Industrieviertel und die umgebende Landschaft zu einem perfekten Bild vereint.

Noch heute sichtbar ist ein Großteil der Schutzmauer um den Marinestützpunkt und die Werft, mehrere Bastionen, Pulverhäuser, die ebenfalls dem Welterbe angehören, und eine gut ausgerüstete Festung auf einer Felseninsel. Auch auf einigen Inseln, die die Bucht zum offenen Meer hin abgrenzten, wurden Festungen errichtet („Kungsholms fort” und „Drottningskär kastell”), der Rest wurde mit Erdwällen und Kanonen befestigt. Die Mauern der Mitte des 19. Jahrhunderts errichteten Schutztürme „Kurrholmen” und „Godnatt” hielten sogar den damals modernsten Kanonen stand.

Auf der Insel Stumholmen kann man im Marinemuseum unter anderen interessanten Ausstellungsstücken die größte Galionsfiguren-Sammlung der Welt bestaunen.