Die Top 10 Sehenswürdigkeiten von Tunesien

Palmenbestandene Strände, uralte Zivilsationen, das endlose Sandmeer der Sahara – wer in Tunesien Urlaub macht, entdeckt eine wahre Schatzkiste für Kultur- und Bade-Urlaub am Mittelmeer!

Tunesien ist Afrikas nördlichster Staat zählt zu den beliebtesten Destinationen für Bade-Urlaub am Mittelmeer. 150 Kilometer südlich von Sizilien gelegen, dauert die Bade-Saison hier um einiges länger. Von Mai bis Oktober locken Temperaturen von 26°C und mehr. Im Mai ist das Meer mit 18°C zwar noch relativ kühl, im Oktober haben die Wellen dafür immer noch um die 24°C zu bieten. 

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Doch auch abseits der traumhaften Strände ist Tunesien ein äußerst attraktives Reiseziel. Der kulturelle Mix aus traditionellen Berberdörfern, märchenhaften Medinas von Kairouan oder Sousse und Einflüssen des antiken Römischen Reiches ist ebenso sehenswert, wie die überwältigende Sahara und deren idyllische Oasen. 

Medina von Kairouan

Eine typische Straße in der Medina (Altstadt) von Kairouan in Tunesien - © MarcinSylwiaCiesielski/Shutterstock
© MarcinSylwiaCiesielski/Shutterstock

Kairouan, die viertheiligste Stadt des Islam, gehört mit seiner typisch nordafrikanischen Altstadt, seinen imposanten Moscheen und farbenprächtigen Märkten zum Weltkulturerbe der UNESCO. Sie wurde im Jahr 670 als erste islamische Stadt Afrikas gegründet und seither mit prächtigen Bauwerken versehen. 

Zu Kairouans bedeutendsten architektonischen Vermächtnissen gehören die Große Moschee mit dem ältesten Minarett der Welt, die eindrucksvoll verzierte Moschee des Mohammed ibn Khairun und die Stadtmauer, die zum Teil noch aus dem 8. Jahrhundert stammt. 

Außerhalb der Stadtmauern liegt übrigens mit der „Barbiermoschee“ genannten Zaouia Sidi Sahab eine eindrucksvolle Anlage aus maurischer und osmanischer Architektur. Im eindrucksvollen „Grab des Prophetengefährten“ werden drei Barthaare des Propheten Mohammed hoch verehrt. 

Artikel: Medina von Kairouan

Amphitheater von El Jem

Das antike Amphitheater von El Jem in Tunesien ist das größte römische Monument Nordafrikas - © Vaughan Sam / Shutterstock
© Vaughan Sam / Shutterstock

Das Amphitheater von El Jem ist das drittgrößte des Römischen Reiches und bis heute noch erstaunlich gut erhalten. Das gigantische Bauwerk entstand im dritten Jahrhundert, wurde vermutlich aber nie vollendet. 

Schon von weitem sichtbar erscheint es nahezu noch prächtiger als das berühmte Kolosseum in Rom. Zu entdecken gibt es die ausgeklügelte Bühnentechnik im Untergeschoß, die Löwengruben und Gefangenenzellen, sowie die ausgezeichnete Akustik. 

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El Jem ist am besten von Monastir aus zu erreichen. Diese zentral gelegene Küstenstadt ist mit All-Inclusive-Hotels an langen Sandstränden mit Korallenriffen, einer sehenswerten Altstadt und gigantischen Festung ebenfalls einen Zwischenstop wert. 

Artikel: Amphitheater von El Jem
Fotogalerie: Amphitheater von El Jem

Medina von Tunis

Überblick über das prachtvolle Dächermeer der Medina (Altstadt) von Tunis, Tunesien - © WitR / Shutterstock
© WitR / Shutterstock

Die Altstadt von Tunesiens Hauptstadt zählt zu den besterhaltenen historischen Stadtzentren der arabischen Welt. In über 1500 Jahren haben sich verschiedenste Kulturen an imposanten Baudenkmälern verewigt – ein weiteres UNESCO-Welterbe. 

Unbedingt besichtigt werden müssen die imposante Zitouna-Moschee, die prächtigen Adelshäuser und das enge Labyrinth der lebhaften Souks von Tunis. 

Artikel: Medina von Tunis

Ruinen von Karthago

Die Überreste der prächtigen Großstadt von Karthago sind nach zweimaliger Zerstörung der Handelsmetropole in einem Vorort von Tunis in Tunesien zu sehen - © Andrey Starostin / Shutterstock
© Andrey Starostin / Shutterstock

Wer wissen möchte, woher die antiken Säulen aus der Zitouna-Moschee in Tunis stammen, besucht die Ruinen von Karthago! Die Überreste der einst wichtigsten Handelsstadt an der Nordküste Afrikas wurden von der UNESCO zum Welterbe ernannt und begeistern die heutigen Besucher immer noch mit ihrer Jahrtausende alten Geschichte. 

Das Amphitheater, die Antonius-Pius-Therme und die Kultstätte von Tophet gehören zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten des antiken Karthago. 

Wer sich für diese Epoche Tunesiens interessiert, sollte auch die einstige Numidenkönigs-Residenz Bulla Reggia auf der Straße von Karthago Richtung Algerien oder die UNESCO-Welterbestadt Dougga besichtigen. Letztere stammt aus dem 3. Jahrhundert und ist die besterhaltene Ruinenstadt Tunesiens. 

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Artikel: Ruinenstätte von Karthago
Fotogalerie: Ruinenstätte von Karthago

Sidi Bou Saïd

In Sidi Bou Saïd in Tunesien dominieren unübersehbar die Farben Weiß und Blau, Tunesien - © Sergey Yakovlev / Shutterstock
© Sergey Yakovlev / Shutterstock

Das malerische Küstenstädtchen Sidi Bou Saïd hat mit seiner unvergleichlichen Idylle bereits eine Vielzahl an Künstlern inspiriert. Tunesiens schönstes Dorf in Blau und Weiß liegt auf einer Klippe am Meer ganz in der Nähe von Karthago und ist die Geburtsstätte des Sufismus. 

Kunstvoll verzierte Türen und Fenster an schneeweißen Häuschen, liebevoll dekorierte Fassaden und Innenhöfe und der atemberaubende Panoramablick über die Küste sind eine wahre Augenweide, die in den verwinkelten Gässchen zum Flanieren und Entdecken einlädt.  

Artikel: Sidi Bou Saïd
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Hammamet

Für ein paar entspannte Tage am Strand ist Hammamet das ideale Reiseziel. Am Nordende einer traumhaften Bucht südlich von Tunis liegt es ganz in der Nähe einiger der schönsten Strände von Tunesien. Tauchen, Schnorcheln und viele Arten von Wassersport machen Hammamet zur perfekten Destination für Bade-Urlaub in Tunesien. 

Medina von Sousse

Sousse liegt südlich von Hammamet am Ende der gleichen Bucht und hat ebenfalls wunderbare Strände und All-inclusive-Hotels zu bieten. Außerdem lockt die drittgrößte Stadt Tunesiens mit einer sehenswerten Altstadt aus dem 11. Jahrhundert. Reich verzierte Moscheen, kleine Souvenir-Läden und quirlige Souks machen Sousse inmitten der über 1000 Jahre alten Stadtmauer zur „Perle des tunesischen Sahel“. 

Vom 27 Meter hohen Wachturm des Ribat (Festung) von Sousse tut sich ein gigantischer Blick über die Küste, die Stadt und das Meer auf. Von hier wurden früher die Schiffe der arabischen Eroberer und Korsaren des Mittelalters erspäht. Über die turbulente Geschichte und Kultur des Landes informiert auch in interessantes Archäologisches Museum. 

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Berberdorf Matmata

Abseits von Museen präsentieren auch die traditionellen Berberdörfer die Geschichte Tunesiens. Matmata liegt bereits in der Sahara im Zentrum des Landes. Hier können die für die Berber typischen Höhlenwohnungen besichtigt werden. In den unterirdischen Kammern im weichen Sandstein ist es im Sommer kühl und im Winter warm. 

Falls Ihnen der Ort bekannt vorkommt – hier wohnte Luke Skywalker auf Tatooine. Als einer der berühmtesten der Star-Wars-Drehorte kann das Dorf allerdings nur im Zuge von Führungen besichtigt werden.

Ichkeul Nationalpark

Hunderttausende Zugvögel nutzen den Ichkeul Nationalpark im Norden Tunesiens als Zwischenstop nach ihrer Reise über das Mittelmeer - © Sabine Schmidt / Shutterstock
© Sabine Schmidt / Shutterstock

Nach all der Kultur darf auch die Natur Tunesiens nicht zu kurz kommen. Am besten zu erleben ist diese im Ichkeul-Nationalpark. Millionen von Zugvögeln nutzen dieses Seen-Gebiet im Norden des Landes als Zwischenstopp auf Ihren Wanderungen zwischen Nord und Süd. Über 200 Arten wurden am Ichkeul-See bereits gezählt, zu Spitzenzeiten finden sich dort 400.000 Enten, Gänse, Störche, Flamingos, etc. gleichzeitig ein. 

Damit sich die Vögel vor bzw. nach dem kräftezehrenden Flug über das Mittelmeer auch weiterhin in aller Ruhe erholen können, wurde das Naturschutzgebiet eingerichtet und von der UNESCO zum Welterbe erklärt. 

Artikel: Ichkeul Nationalpark

Ausflug in die Sahara

Blauer Himmel und gewaltige Sanddünen, Sahara, Marokko - © Galyna Andrushko / Shutterstock
© Galyna Andrushko / Shutterstock

Sandmeer, Salzsee und Oasen in der größten Wüste der Welt erkunden? Tunesien machts möglich! Als Grand Erg (Großes Sandmeer) wird die Region zwischen Algerien und Tunesien bezeichnet. Die dortige Dünenlandschaft ist die größte der Sahara (die größte der Welt ist übrigens die Rub-al-Khali im Oman) und lädt zu Ausflügen in die absolute Einsamkeit unter einem überwältigenden Sternenhimmel ein. 

Dune-Buggy-Touren, Jeep-Safaris oder ganz traditionell ein Ritt auf dem Kamel lässt Besucher die menschenleere Sahara hautnah erleben. Ein beliebtes Ausflugsziel ist der 70 Kilometer breite Salzsee Chott el Djerid an der Grenze zu Algerien. Im Sommer zählen Fata Morganas in der flirrenden Hitze von bis zu 50°C zu den Top-Sehenswürdigkeiten, im Winter und Frühling laben sich Flamingos an den Krebschen unter der Salzkruste. 

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Ausgangspunkt für die Reise zum Chott el Djerid ist die Oase Tozeur, berühmt für ihre antiken Ruinen und Lehmziegel-Häuser. 

Genauso wie der Salzsee war auch die Oase Chebika ein Star-Wars-Drehort. Mit mystischen kleinen Höhlen, Dattelpalmen und plätschernden Wasserfällen ist der grüne Fleck im hellen Sand noch ein echter Geheimtipp. 

Artikel: Sahara
Fotogalerie: Sahara

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