Ngwanya Mine, Swaziland

Die Ngwenya Mine an der Bomyu Ridge, der Nordwest-Grenze von Swasiland ist laut Experten die älteste Mine der Welt - © Felix Lipov / Shutterstock
© Felix Lipov / Shutterstock

Die Ngwanya Mine im Südwesten von Swaziland wurde bereits vor über 40.000 Jahren von den Steinzeitmenschen bewirtschaftet und gilt als älteste Mine der Welt.

Die Ngwenya Mine in Swaziland befindet an der Bomyu Ridge an der Nordwest-Grenze von Swaziland.

Die ehemalige Mine nordwestlich der Hauptstadt Mbabane ist laut Experten die älteste Mine der Welt. Bereits in der Mittelsteinzeit vor über 40.000 Jahren wurden hier die Vorkommen des Eisenoxids Hämatit genutzt, um Ocker abzubauen. Dieser wurde zu Körperfarbe verarbeitet und als Schmuck oder zu rituellen Zwecken verwendet. Das Volk der San verwendete die Ockerfarbe für ihre berühmten Felszeichnungen, die überall im südafrikanischem Raum zu finden sind. Später, etwa ab 400 nach Christus, wurde das gewonnene Eisenerz zu Eisen weiterverarbeitet und damit reger Handel betrieben.

In den 1960er- und 1970er-Jahren fanden Archäologen Artefakte in der Ngwanya-Mine, die 20.000 Jahre alte waren. Später wurden die Anfänge der Mine auf etwa 40.000 vor Christus datiert. 1964 wurde die Mine mit modernen Methoden von der Swaziland Iron Ore Development Company (SIODC) ausgebeutet, was zu einem Wirtschaftsaufschwung des gesamten Gebietes im Nordwesten von Swaziland führte. Die Elektrizität hielt Einzug ins Land und Swaziland wurde an das Eisenbahnnetz von Mosambik angebunden. 20.000.000 Tonnen Eisenerz wurde aus der Mine gefördert. 1977 wurde die Mine stillgelegt.

Besuch der Ngwanya Mine in Swaziland

Das gewaltige Loch in der Erde, das die einstige Mine war, ist heute noch zu sehen und hebt sich spektakulär von der rötlich-braunen Landschaft ab. Der langgezogene Schacht ist heute mit Wasser gefüllt und bietet Krokodilen und anderen Reptilien einen Lebensraum.

Die Abzweigung zur Ngwenya-Mine ist am Highway von Mbabane gut ausgeschildert. Vom Parkplatz führt ein etwa 15minütiger Spaziergang zum Besucherzentrum. Ein kleines Museum am Rand des gähnenden Abgrunds informiert über die frühere Minentätigkeit, die geologischen Gegebenheiten und die Werkzeuge von damals und heute. Von dort aus starten auch die Führungen in das dramatische Minenloch. Nach eineinhalb bis zwei Stunden ist die Tour abgeschlossen.

Tipp: Der Aufstieg zum Loch ist zwar befestigt, jedoch ziemlich steil und es gibt so gut wie keinen Schatten. Deshalb unbedingt gutes Schuhwerk und Sonnenschutz mitnehmen!

Vom Ngwenya-Tal aus bieten sich außerdem spektakuläre Ausblicke bis über die Landesgrenze nach Südafrika.