Lusaka, Sambia

Bahnhof in Lusaka, einer der am schnellsten wachsenden Städte Zentralafrikas, Sambia - © africa924 / Shutterstock
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Lusaka, die Hauptstadt Sambias, ist eine der am schnellsten wachsenden Städte Zentralafrikas. Auf geschäftigen Märkten kann hier die afrikanische Kultur live erlebt werden.

Lusaka ist die Hauptstadt von Sambia und der Provinz Lusaka, sie befindet sich im zentraln Süden des Landes. Gegründet wurde Lusaka im Jahr 1905 von Europäern anstelle eines vormaligen afrikanischen Dorfes. Die Siedler benannten ihre neue Stadt nach Lusakaa, dem Häuptling dieses Dorfes. 1935 wurde Lusaka Hauptstadt von Nordrhodesien, einer britischen Kronkolonie. Erst im Oktober 1964 wurde sie Hauptstadt Sambias, nachdem das Land die Unabhängigkeit erreicht hatte.

Unglaublicher Zustrom nach Lusaka

Lusaka ist eine der am schnellsten wachsenden Städte Zentralafrikas. Der Zuzug in die Stadt wird nicht kontrolliert, und so kommen viele Menschen aus den umliegenden ländlichen Gebieten nach Lusaka, um hier Arbeit zu finden. Die meisten von ihnen haben dabei allerdings keinen Erfolg, denn 60% der zwei Millionen Einwohner sind arbeitslos. Man könnte meinen, die Stadt würde vor Verbrechen und Kriminalität nur so wimmeln, doch obwohl gelegentliche kleinere Diebstähle wie in jeder Stadt an der Tagesordnung sind, sind die Bewohner Lusakas sehr um ein ehrliches und anständiges Leben bemüht. Sie verkaufen Waren oder bieten Dienstleistungen an, wobei sie stets freundlich und gut gelaunt bleiben. Auch Bettler findet man in Lusaka nur wenige.

Doch trotz der hohen Arbeitslosenrate wächst Lusaka buchstäblich jeden Tag weiter. Der Zustrom an Menschen bringt den Bau neuer Gebäude mit sich, und auch Einkaufszentren und Handelsketten schießen wie Pilze aus dem Boden. Hochhäuser im Zentrum gehören genauso zum Stadtbild wie rasch anwachsende Stadtrandsiedlungen und Elendsviertel.

Geschäftiger Schmelztigel

Lusaka ist eine Stadt, in der Menschen unterschiedlichster Nationen und Kulturen ein Zuhause gefunden haben, was sie zu einem Zentrum ökonomischer, politischer und kultureller Aktivitäten macht. Der Ausbau der Straßen kann mit der immensen Vermehrung der Gebäude allerdings nicht ganz mithalten, und so erlebt man in Lusakas Straßen zu Spitzenzeiten eine Stockung des Verkehrs wie in vielen anderen Städten auch.

Tipp: Wer nach Lusaka kommt und sich erst einmal einen Überblick verschaffen möchte, besorgt sich am besten einen Stadtplan. Diese sind im Zambian National Tourist Board, im Handwerksgeschäft des Pamodzi Hotels oder im Map Centre gegenüber der US-Botschaft erhältlich.

Auf den Märkten herrscht stets reges Treiben. Tausende Stände werden hier jeden Tag auf- und abgebaut. Man findet so gut wie alles, angefangen bei Ersatzteilen über Restaurants, Frisöre, Fisch- und Obstverkäufer bis hin zu unzähligen Salaula – hier bekommt man Second-hand Kleidung aus dem Westen, die zu großen Ballen verschnürt nach Afrika transportiert wird und hier noch einmal Verwendung findet. Dafür werden umgekehrt in riesigen Glashäusern Tomaten und Blumen für Europa kultiviert. Im Stadtzentrum Lusakas findet man typisch städtische Dienstleistungsbetriebe wie Banken, Versicherungen, Hotels, Reiseveranstalter und Sportclubs; außerdem ist die Stadt auch ein Zentrum für Industrie und Handwerk.

Bauern beim selektieren von Zwiebeln für den Verkauf auf den Märkten von Lusaka, Sambia - © africa924 / Shutterstock
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Lusaka weist eine ausgesprochen gute Verkehrsanbindung auf. Sie liegt am Knotenpunkt der Hauptverkehrswege in den Norden, Osten, Süden und Westen von Sambia. Die Stadt hat außerdem einen eigenen Flughafen, von dem aus die bekanntesten Touristenattraktionen Sambias angeflogen werden.