Kafue Nationalpark, Sambia

Im Kafue Nationalpark, Sambia - © Maksym Kalyta / Shutterstock
© Maksym Kalyta / Shutterstock

Der Kafue Nationalpark ist der älteste und mit einer Fläche von 22 500 km² größte Nationalpark Sambias. Seine üppigen Weidegründe locken eine Vielzahl von Wildtieren an.

Der Kafue Nationalpark liegt im zentralen Westen von Sambia und ist nicht nur der größte Nationalpark des Landes, sondern auch der zweitgrößte des afrikanischen Kontinents.

In den 1950er Jahren wurde der Kafue Nationalpark erstmals als Nationalpark deklariert; erst in letzter Zeit aber stieg der Grad seiner Bekanntheit an. Dies führte zu einem vermehrten Besucherstrom und auch einem verbesserten Schutz der rund 160 Säugetier- und fast 500 Vogelarten durch die Zambian Wildlife Authority.

Feuerfeste Wälder

Die hauptsächliche Vegetation im Kafue Nationalpark wird „Miombo” genannt. Dabei handelt es sich um teilweise laubabwerfendes Waldland, das von kleinen Büschen und Gestrüpp durchwachsen ist. Das Besondere an dieser Vegetation ist ihre herausragende Feuerresistenz, was sie die weitläufigen und unkontrollierten Waldbrände, die während der Trockenzeit immer wieder im Park toben, größtenteils überleben lässt.

Neben den Waldbeständen stößt man im Kafue Nationalpark immer wieder auf sogenannte „Dambos”, grasige Rillen, die typisch für diese Landschaft sind. Da diese grasigen Landstriche ständig von Wasser gespeist werden, bieten sie sogar während der Trockenzeit vielen Tieren eine optimale Nahrungsquelle. Vor allem Vögel, Antilopen und Warzenschweine werden von diesen saftigen Weidegründen angezogen.

Üppige Weidegründe für eine fantastische Tierwelt

Im Nordwesten des Parks befindet sich die Busanga-Ebene, welche als „Juwel in der Krone des Parks” bezeichnet wird. Bei dieser Landschaft handelt es sich um eine weitläufige, den Großteil des Jahres überflutete Ebene. Durch die hervorragende Bewässerung entstehen üppige Wiesen, die Tausenden von Tieren einen Lebensraum bieten. Auch Löwen, Leoparden und Geparden werden hier manchmal gesehen, weshalb die Busanga-Ebene ein beliebtes Ziel für Touristen und Forscher ist.

Eine Gruppe Antilopen im Kafue Nationalpark, Sambia - © Karel Gallas / Shutterstock
© Karel Gallas / Shutterstock

Der Park wird von Norden nach Süden durch den Fluss Kafue, einen Nebenfluss des Sambesi, geteilt. An beiden Ufern kann man in den letzten Jahren immer öfter Wildhunde beobachten, deren Zahl in letzter Zeit wieder langsam anwächst. Aber nicht nur Wildhunde, auch Nilpferde und Krokodile gibt es entlang des Flusses zu sehen.

Auch Elefantenherden durchwandern den Park. Sie hatten in den 1980er und 1990er Jahren eine sehr schwierige Zeit zu durchleben, denn in diesen beiden Jahrzehnten fielen immer wieder Wilderer in den Park ein. Dieses Problem konnte die Verwaltung des Parks allerdings in den Griff bekommen.

Wer Angst vor Schlangen hat, fürchtet sich im Kafue Nationalpark nicht ganz unberechtigt. Es gibt hier giftige sowie ungiftige Schlangen; die meisten sind allerdings sehr scheu und ergreifen beim geringsten Anzeichen von Bewegung oder Vibration, zum Beispiel durch den Motor eines Autos, die Flucht. Die einzige Ausnahme dazu bildet die Puffotter, die aber sehr gut getarnt und somit kaum zu sehen ist.

Unterwegs im Kafue Nationalpark

Man kann den Nationalpark auf unterschiedliche Art erkunden. Die beste Besuchszeit ist während der Trockenzeit von Juni bis Oktober, wenn die Straßen trockener und mehr Tiere zu sehen sind. Es besteht auch die Möglichkeit, den Park mit dem Boot oder zu Fuß zu durchstreifen. Für Touristen gibt es mehrere Camps und Herbergen im und um den Park, von denen manche das ganze Jahr über geöffnet sind.

Um einen wundervollen Panoramablick über den Nationalpark zu erhalten, kann man an einem der Ballonflüge, die zu gewissen Zeiten im Jahr angeboten werden, teilnehmen.

Weiterführende Links:

Mukambi Safari Lodge, ein beliebter Ausgangspunkt für Touren in den Kafue Nationalpark (englisch)
Detailinfo zum Kafue Nationalpark vom Sambia-Tourismus (englisch)