Forêt de Bébour, La Réunion

Der Forêt de Bébour ist traumhafter Urwald auf der französischen Insel La Réunion auf einer Höhe von etwa 1.300 Metern - © michelecaminati / Shutterstock
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Der Forêt de Bébour ist ein prachtvoller Urwald im Zentrum von La Réunion. Zwischen turmhohen Farnen und moosbewachsenen Tamarindenbäumen halten sich spektakuläre Wasserfälle und eine kleine Herberge verborgen.

Der traumhafte Forêt de Bébour liegt auf der französischen Insel La Réunion gleich östlich von Madagaskar. Er befindet sich in der Provinz Saint-Benoît im Zentrum von La Réunion auf einer Höhe von etwa 1.300 Metern.

Der Forêt de Bébour ist über die Plaine des Palmistes zu erreichen, von dort führt eine Straße nach Norden.

Der Forêt de Bébour gedeiht auf dem fruchtbaren Boden, der aus der letzten Eruption des benachbarten Piton des Neiges hervorging. Das etwa 600 Hektar große Areal des Forêt de Bébour zählt zu den bemerkenswertesten und bedeutendsten Urwäldern auf La Réunion. Die vorherrschenden Baumarten im Forêt de Bébour unzählige Arten von Farnbäumen, die bis zu 20m hoch werden, Tamarindenbäume, die weißen Aronkelche, Japanische Sicheltannen und Goyavierbäume. Die Früchte von letzterem kann man übrigens essen. Aus den kleinen roten Beeren, die wie eine Mischung aus Litschi und schmecken, wird auch Saft und Marmelade hergestellt.

Die verschiedenen Arten haben sich teilweise regelrecht ineinander verschlungen und ihre Baumkronen ein unglaublich dichtes Dach geschaffen.

Unterwegs im Forêt de Bébour

Idealer Ausgangspunkt für Spaziergänge durch den Forêt de Bébour ist die Ortschaft Col de Belbour. Über zahlreiche Wanderwege, die vom ONF, dem nationalen Forstwirtschaftsamt, angelegt und gepflegt werden, kann der prachtvolle Forêt de Bébour erkundet werden. Auf dem Weg durch den wunderbaren Primärwald, kann die heimische Vegetation auf La Réunion erforscht werden. Haushohe Farne wechseln sich ab mit majestätischen Palmen und dichtem Unterholz und alles ist umgeben von einem mystischen Wirrwarr aus Flechten und Moosen. Dazwischen strecken Fuchsien und Begonien ihre blühenden Köpfchen der Sonne entgegen.

Tipp: Nach starkem Regen sollte man den Forêt de Bébour eher meiden. Die Wege sind nicht befestigt und verwandeln sich schnell in sumpfige Schlammpfützen. Ansonsten sind die Pfade mit Holzplanken ausgelegt und leicht zu begehen, nur kurze Passagen führen über Wurzeln und Steine.

Neben den majestätischen Bäumen hat der Forêt de Bébour auch noch andere Highlights zu bieten. Eine Abzweigung vom Naturlehrpfad „La Petit Plaine” führt um den Piton Bébour herum, der dem Märchenwald seinen Namen gab. An besonders schönen Stellen laden aufgestellte Tische und Bänke zu einem Picknick in der unberührten Natur von La Réunion ein.

Wasserfall Trou de Fer im Forêt de Bébour, einem prachtvollen Urwald im Zentrum von La Réunion - © Sebastien Burel / Shutterstock
© Sebastien Burel / Shutterstock

Wer sich länger im Forêt de Bébour aufhalten möchte, kann in der malerischen Herberge Gite de Bélouve nächtigen. Auch wer nicht übernachten möchte, sollte der Herberge einen Besuch abstatten, wartete doch dort ein kräftiges Mittagessen und leckerer hausgemachter Kuchen.

Von dort aus startet auch ein idyllischer Weg zum atemberaubenden Wasserfall Trou de Fer, der 300m in die Tiefe stürzt. Mit etwas Glück kann man einen ungetrübten Blick auf ihn erhaschen, schnell ist er jedoch wieder in dichte Nebelschwaden gehüllt. Das ist auch der Wermutstropfen am Aussichtspunkt „Cassé de Takamaka”. Spielt das Wetter mit, offenbart sich ein traumhafter Blick über den Foret de Bebour und den angrenzenden Takamaka-Urwald, den letzten Urwald auf La Reunion. Wenn nicht, dann nicht.

Wer auf Abenteuer aus ist, kann auch den Fuß des Trou de Fer im Zuge einer zwei- bis dreitägigen Canyoning-Tour besuchen.

Tipp: Wer die Aussichten im Forêt de Bébour genießen möchte, sollte möglichst früh aufstehen. Wolken und Nebel bilden sich erst um die Mittagszeit und auch der Regen lässt sich am Vormittag meist noch nicht blicken.