Toubkal-Nationalpark, Marokko

Die schönste Jahreszeit für einen Besuch des Toubkal Nationalparks ist der wetterstabile Herbst oder der Frühling, wenn die Gebirgsregionen in ein Blütenkleid gehüllt sind, Marokko - © John Copland / Shutterstock
© John Copland / Shutterstock

Der Toubkal-Nationalpark im Hohen Atlas, einer Gebirgsregion im Süden Marokkos, beherbergt den höchsten Berg Nordafrikas und atemberaubende Treks durch traumhafte Natur und Berber-Dörfer.

Der Toubkal Nationalpark wurde im Jahr 1942 als erster Nationalpark Marokkos gegründet und befindet sich im Atlasgebirge im Süden von Marokko etwa 70km von der marokkanischen Stadt Marrakesch entfernt. Er umfasst eine Fläche von 380km² und wird vom einheimischen Volk der Berber bewohnt. Seine Namen erhielt der Nationalpark vom Jebel Toubkal, dem höchsten Berg Nordafrikas.

Der Atlas beeindruckt durch seine schroffen Gipfel und seine steilen Flanken, die zum Atlantik hin und zur Sous-Ebene steil abfallen. Die imposante Gebirgskette reicht von der Atlantikküste im Westen bis zur algerischen Grenze im Osten und fungiert als Wetterscheide gegen die heißen Winde der Sahara.

Flora und Fauna im Toubkal-Nationalpark

Viele Flüsse entspringen im Toubkal-Nationalpark bzw. in der „Hoher Atlas” genannten Gebirgsregion und ermöglichen das Gedeihen einer vielfältigen Pflanzenwelt. Auch die Landwirtschaft in den Ebenen Marokkos wird durch die Flüsse aus dem hohen Atlas erst ermöglicht. Wie samtene Graspolster schmiegen sich die hellgrünen Weizenfelder des Berbervolkes an den roten, gelben und schwarzen Fels des Atlas-Gebirges. Zum Schutz dieser natürlichen Ressourcen in der Hochgebirgsregion, aber auch der einzigartigen Flora und Fauna, wurde der Toubkal-Nationalpark gegründet.

Die Ortschaft Imlil im Atlasgebirge beim Toubkal Nationalpark, Marokko - © Alan Kraft / Shutterstock
© Alan Kraft / Shutterstock

16 Säugetier-Arten leben auf den weitläufigen alpinen Wiesen, Steppen und Geröllfeldern des Toubkal-Nationalparks. Der Mähnenspringer, der Berberaffe, die Cuviergazelle, die Streifenhyäne und das Atlashörnchen sind nur einige von ihnen. Früher war der Toubkal-Nationalpark auch die Heimat der seltenen Berberlöwen, die jetzt durch ein Zuchtprogramm wieder angesiedelt werden sollen. Die Lüfte werden von über 50 Vogelarten bevölkert, darunter einige Greifvögel.

Beste Reisezeit für den Toubkal Nationalpark

Die schönste Jahreszeit für einen Besuch des Nationalparks ist der wetterstabile Herbst oder der Frühling, wenn die Gebirgsregionen des Hohen Atlas in ein prächtiges Blütenkleid gehüllt sind. Im Sommer können die Temperaturen für angenehme Wanderungen schon zu hoch sein. In den niederen Lagen kann der Toubkal-Nationalpark auch im Winter erkundet werden.

Unterwegs im Toubkal-Nationalpark

Von Asni aus ist der Toubkal-Nationalpark mit dem Auto oder Taxi zu erreichen.

Der gesamte Toubkal-Nationalpark ist mit einem weitläufigen Netz aus Wanderwegen durchzogen, die von harmlosen Nachmittagsspaziergängen bis zu mehrtägigen Trekking-Touren ausgeweitet werden können. Der Armed-Rundweg zum Beispiel führt durch abgelegene Bergdörfer und vorbei an fantastischen Aussichtspunkten bis zum malerischen Lac d’Infi.

Von März bis Oktober hat auch die Erkundung des Hohen Atlas abseits der befestigten Wanderwege ihren Reiz. Die abwechslungsreiche Landschaft und die alpinen Flussoasen sorgen für unvergessliche Trekking-Touren.

Tipp: Aufgrund des teilweise unwegsamen Geländes und der unberechenbaren Wetterumschwünge ist die Begleitung eines Führers wärmstens zu empfehlen. Auch die Verständigung mit den Einheimischen, die Brot und Cous Cous verkaufen, kann nur auf Arabisch oder mit ein paar Brocken Französisch erfolgen. Englisch ist bei den Berbern so gut wie unbekannt.