Pointe-Noire, Kongo

Der Bahnhof von Point Noire in der Republik Kongo - © unsonique CC BY-SA3.0/Wiki
© unsonique CC BY-SA3.0/Wiki

Pointe-Noire liegt an der Südwestküste der Republik Kongo, nach der Hauptstadt Brazzaville ist sie die zweitgrößte Stadt des Landes. Vor allem seit der Ölförderung in den 1990er Jahren ist Pointe-Noire eine der bedeutendsten Wirtschaftsmetropolen der Republik Kongo.

Pointe-Noire liegt an der Südwestküste der Republik Kongo, nach der Hauptstadt Brazzaville ist sie die zweitgrößte Stadt des Landes. Der französischen Armee dient sie noch heute als Basisstation für Interventionen in Zentralafrika.

Die Hauptstadt des gleichnamigen Departements Pointe-Noire liegt am Atlantik und ist die wichtigste Hafenstadt und eine bedeutende Wirtschaftsmetropole der Republik Kongo. Das Klima in Pointe-Noire ist das ganze Jahr über heiß und feucht, die Durchschnittstemperaturen fallen selten unter 25°C. Die geringsten Niederschläge sind im Juni bis August zu erwarten.

Tipp: Die Anreise nach Pointe-Noire erfolgt am besten mit dem Flugzeug. Der Zug von Brazzaville ist aus Sicherheitsgründen nicht zu empfehlen, für die Anreise mit dem Auto benötigt man einen Allradantrieb, da die Straßen außerhalb von Pointe-Noire für herkömmliche Fahrzeuge oft unpassierbar sind. Deshalb kann auch eine Anreise mit dem Bus zu einem echten afrikanischen Abenteuer werden.

Geschichte von Point-Noire

Der Name der Hafenstadt Pointe-Noire („Schwarzer Punkt”) war ursprünglich „Ponta Negra” und stammt von den portugiesischen Seefahrern, die 1484 an dieser Stelle eine schwarze Felsformation am Horizont erspähten. Der Meeresstützpunkt wurde 1883 unter den Franzosen zu einem Fischerdorf ausgebaut. Im Jahr 1910, nach der Gründung der EAF (AFrique équatoriale française), die den französischen Unternehmen die Ausbreitung ins Landesinnere erlaubten, wurde Pointe-Noire weiter ausgebaut und mit einer Eisenbahnlinie mit der heutigen Hauptstadt Brazzaville verbunden. Die offizielle Gründung der Stadt Pointe Noire erfolgte im Mai 1922, nur wenige Jahre danach erhielt Pointe-Noire Trinkwasserversorgung, einen Flughafen, ein Krankenhaus und einen Seehafen. Die erste Filiale der Bank of West Africa, öffnete in Pointe-Noire ihre Pforten. So war Pointe-Noire die modernste Stadt in der Republik Kongo, als sie 1960 unabhängig wurde. Aus politischen Gründen wurde jedoch Brazzaville zur Hauptstadt ernannt.

Früher war der Fischfang die wichtigste Einnahmequelle der Stadt. Seit den 1990er-Jahren wird jedoch vor der Küste Öl gefördert, was einerseits zwar lukrativer ist, andererseits jedoch den Fischbestand durch die Meeresverschmutzung zunehmend reduziert. Ein französischer Ölkonzern betreibt dort eine Niederlassung, die sogar einen eigenen internationalen Flughafen besitzt. Die Ölfunde verdoppelten die Einwohnerzahl von Pointe-Noire nahezu.

Besuch von Point-Noire

Pointe-Noire kann noch heute seine französische Vergangenheit nicht leugnen. Nicht nur die Sprache, auch der Baustil und vor allem die Einwohner erinnern an Frankreich. Viele Touristen und auch Auswanderer sind natürlich aus Frankreich und machen Pointe-Noire zu einer tropischen französischen Destination. Die Air France hat regelmäßig Flüge nach Pointe-Noire auf dem Programm.

Der Großteil von Pointe-Noire kann zu Fuß erkundet werden, weitere Entfernungen werden am besten mit dem kostengünstigen Taxi zurückgelegt. Zu sehen gibt es in Pointe-Noire neben der Stadt selbst das Musuem der Laongo, der Ureinwohner des Kongo. In einem Haus am Strand, von Palmen gesäumt, lebte der König der Laongo, Moe Poaty III. bis 1975. Seine Heimatstätte wurde restauriert und zu einem Museum umfunktioniert, in dem man viel über die Lebensweise der Laongo erfährt und Schmuck, Gebrauchsgegenstände und anderer Artefakte bewundern kann.

Tipp: In Pointe-Noire steht „Taxi sharing” an der Tagesordnung, wer es also eilig hat und nicht noch andere Passagiere mitnehmen möchte, zahlt etwa den dreifachen Preis und wird ohne Zwischenstopp direkt an sein Ziel gebracht.

Für Sonnenanbeter gibt es zwei Strände in Pointe-Noire. Der Pointe Indienne liegt am Weg nach Matombi, besticht durch seine Idylle und ist weit nicht so überlaufen wie der besser bekannte 3km lange Matombi-Strand.

Mvassa liegt etwa 10km südlich von Pointe-Noire und kann nur über eine Piste erreicht werden. Der wunderschöne Strand ist dementsprechend wenig besucht. Vorsicht: Das Meer und seine Strömungen sind hier unberechenbar!