L’Arbre de Brazza (Der Braum von Brazza), Kongo

Unter dem L'arbre de Brazza außerhalb von Dolisie soll der Gründer von Brazzaville einst genächtigt haben, Kongo - © Maciej Czekajewski / Shutterstock
© Maciej Czekajewski / Shutterstock

L’Arbre de Brazza, „Der Baum von Brazza“, ist ein gewaltiger Affenbrotbaum etwa 10 Kilometer von Dolisie entfernt, in dessen Stamm zahlreiche bis zu einige Jahrhunderte alte Inschriften geritzt sind. Angeblich soll der Gründer von Brazzaville zu seinem Fuß genächtigt haben, als er den Kongo das erste Mal betrat.

Der L’Arbre de Brazza, „Der Baum von Brazza”, in der Sprache der Einheimischen „Moukondo” genannt, ist ein gewaltiger Affenbrotbaum im Südwesten des Kongo etwa 10 Kilometer von Dolisie (ehemals Loubomo) entfernt.

Er ragt direkt neben der staubigen Straße in die Höhe, umrahmt von einigen Palmen und Mangobäumen, und ist kaum zu verfehlen. Der mächtige Stamm und die gewaltigen Äste überragen die benachbarten Bäume bei Weitem.

Ein Baum als Sehenswürdigkeit?

Es kommt jedoch nicht (nur) auf die Größe an! Vor allem interessant sind die Schnitzereien, die seit mehreren Jahrhunderten von Passanten in den Baumstamm eingraviert wurden. Die älteste Inschrift stammt aus dem Jahr 1887. Dem Tourismusministerium war der monumentale Baum ein ebenso unübersehbares Schild neben der Straße wert, an der die historische Inschrift noch einmal hervorgehoben wird.

Der französische Marineoffizier Pierre Savorgnan de Brazza, der später die Hauptstadt Brazzaville gründete, soll einst unter dem Affenbrotbaum genächtigt haben, als er den heutigen Kongo das erste Mal betreten hat. Am 14. September gedenken die Kongolesen des Gründers von Brazzaville und seines Baumes, der heute als Symbol des Friedens unter den Kongolesen gilt.

Eine weitere Legende, die sich die Einheimischen gerne erzählen, hat einen um einiges mystischeren Hintergrund. Sie besagt, dass die Höhlungen und Einbuchtungen des Baumriesen in früheren Zeiten Zauberern und Hexenmeistern als Versteck für geheime Zutaten und magische Phiolen dienten.

Zugegeben, dass den gewaltigen Affenbrotbaum von Brazza eine eigene mächtige Aura umgibt, kann nicht geleugnet werden. Wer am dem Baobab vorbeikommt, sollte auf jeden Fall einen kurzen Zwischenstopp einlegen und den Baum aus der Nähe betrachten.