Conkouati-Douli Nationalpark, Kongo

In den üppigen Dschungel- und Flusslandschaften des Conkouati-Douli Nationalparks leben Schimpansen noch völlig ungestört - © Sergey Uryadnikov/Shutterstock
© Sergey Uryadnikov/Shutterstock

Der Conkouati-Douli Nationalpark im Südwesten der Republik Kongo ist ein wichtiges Schutzgebiet für die Tierwelt Afrikas. Seine vielfältigen Landschaften mit Lagunen, Wäldern und Savannen bieten einer Vielzahl an gefährdeten Tieren einen sicheren Lebensraum.

Der Conkouati-Douli Nationalpark liegt im Südwesten der afrikanischen Republik Kongo und wurde mit Hilfe der UNESCO im August 1999 gegründet. Mit einer Fläche von 505.000 Hektar erstreckt er sich über die Kouilou Provinz und nimmt auch Teile der Provinzen Nzambi-Madingo und Kayes ein. In etwa 5 Autostunden ist er von der Hauptstadt Brazzaville zu erreichen.

Gründung des Conkouati-Douli Nationalparks

Das Gebiet an der Grenze zwischen der Republik Kongo und Gabun war schon seit 1980 ein Schutzgebiet, welches jedoch 1989 von 300.000 auf 144.000 Hektar reduziert wurde. 1994 wurde die International Union for Conservation of Nature and Natural Resources (IUCN) auf die Gefährdung des Gebietes aufmerksam, die Gründung des Nationalparks erfolgte 5 Jahre später mit Unterstützung der Weltbank und der kongolesischen Regierung.

Der Conkouati-Douli Nationalpark sieht sich Gefährdungen verschiedener Art gegenüber. Die hohe Population an seinen Grenzen führt dazu, dass die Umweltverschmutzung durch Menschen und Autos auch vor dem Nationalpark nicht halt macht. Bergbau und Ölförderung auf dem Gebiet des Conkouati-Douli Nationalparks wurden mittlerweile eingedämmt, die neue Bedrohung ist der illegale Handel mit Buschfleisch, der vor allem den Bestand der Schildkröten gefährdet.

Um die einzigartige Artenvielfalt zu erhalten, die der Conkouati-Douli Nationalpark bietet, wurde der Nationalpark von der IUCN als kritische Zone zum Schutz der afrikanischen Wälder eingestuft, Birdlife International erklärte ihn zu einem Vogelschutzgebiet.

Flora und Fauna im Conkouati-Douli Nationalpark

Der Conkouati-Douli Nationalpark weist eine üppige Vegetation auf, geprägt von dichten Wäldern, Seen, Flutebenen, Savannen, Lagunen und Sumpflandschaften. Die Conkouati-Lagune, mit 2.400 Hektar die größte der Republik Kongo, ist ebenfalls Teil des Nationalparks. An ihrem Ufer befindet sich auch der Großteil der menschlichen Siedlungen im Conkouati-Douli Nationalpark. Etwa 3.000 Menschen leben in Dörfern von 10 bis einigen hundert Einwohnern im Nationalpark.

Die unterschiedlichen Lebensräume bieten perfekte Bedingungen für die vielfältige Fauna Afrikas. Zu den größeren zum Teil auch gefährdeten Tieren gehören Elefant, Büffel, Leopard, Schimpanse, Gorilla, Mandrill, Wasserkudu und Buschschweine. Die Gewässer im Conkouati-Douli Nationalpark sind mit einem außergewöhnlichen Fischreichtum gesegnet, außerdem leben im Park einige gefährdete Schildkröten- und Delfinarten.

Unterwegs im Conkouati-Douli Nationalpark

Um die spektakuläre Tierwelt am besten zu erfahren, empfiehlt sich eine Tour auf dem Ngongo-Fluss im Morgengrauen. Wer mit abgestelltem Motor auf dem Wasser dahinschunkelt hat die größten Chancen, einen Blick auf einen Kudu oder einen Elefanten zu erhaschen, die sich nach der Dunkelheit der Nacht wieder ans Wasser wagen. Im Licht des Morgens zeigt sich außerdem auch die wildromantische Landschaft Afrikas von seiner schönsten Seite.