Yaoundé (Jaunde), Kamerun

Yaoundé, die Hauptstadt Kameruns, am frühen Morgen - © Sylvie Bouchard / Shutterstock
© Sylvie Bouchard / Shutterstock

Yaoundé, die Hauptstadt von Kamerun fungiert auch als politisches und kulturelles Zentrum des Landes. Die modernen Bauten von Yaoundé erheben sich aus dichtem tropischen Regenwald.

Yaoundé ist die Hauptstadt von Kamerun und das politische Zentrum des Landes. Sie wurde 1888 von deutschen Händlern am Fluss Mfoundi gegründet und diente als Basis für den Elfenbeinhandel. Die Stadt wurde – wie Rom – auf sieben Hügeln errichtet und liegt auf einer Höhe von 730m. Sie hat offiziell ca. 1,3 Millionen Einwohner (inoffiziell ca. 2 Mio.) und ist eine der modernsten Städte des Landes. Die meisten Einwohner leben in den Vorstädten. Sobald man Yaoundé verlässt, findet man sich in dichtem tropischen Regenwald wieder.

Verkehr

Abgesehen vom Zentrum der Stadt gibt es keine Straßennamen, für eine grobe Orientierung kann man die sieben Hügel nutzen. Teilweise sind die Straßen nicht asphaltiert. In Yaoundé gibt es täglich Verkehrsstaus – einer der Gründe dafür ist der Transitverkehr, der direkt durch die Stadt führt.

Selbstfahrer aufgepasst: Es wird grundsätzlich auf Sicht gefahren, Verkehrsregeln werden nur selten beachtet.

Die Märkte

In Yaoundé gibt es unzählige, durch kräftige Farben geprägte Märkte. Ein Besuch lohnt sich immer, auch wenn man nichts kaufen will. Hier lassen das Lebensgefühl und die positive Offenheit der Stadt am besten erleben.

Monument de la Réunification

Das Denkmal erinnert an die Wiedervereinigung des französisch geprägten mit dem englisch bestimmten Teil Kameruns. Es wurde im Jahr 1961 erbaut.

Ehemaliger Präsidentenplast

Der frühere Präsidentenpalast liegt im Stadtteil „Quartier du Lac”. Der Palast stammt aus der Zeit des französischen Verwaltungsmandats von 1919.

Kathedrale „Notre Dame”

Die Kathedrale wurde 1951 am „Rond Point de la Poste” erbaut. Hier ist auch der Sitz des Erzbischofs von Yaoundé.

Boulevard du 20 mai

Diese Prachtstraße im Stadtzentrum ist in der Nacht spektakulär beleuchtet. Hier haben sich die meisten Ministerien von Yaoundé angesiedelt.

Universität

Die Universität von Yaoundé wurde 1962 gegründet. Sie ist die älteste, größte und wichtigste Universität von ganz Kamerun. Anfang der 1990er-Jahre war die Universität gravierend überlastet, was im Jahr 1993 zu einer Universitätsreform führte. Ab sofort gab es zwei eigenständige Universitäten, die Universität Yaoundé 1 im Stadtteil Ngoa Ekélé und Yaoundé 2 in Soa.

Stadtteil Bastos

Dies ist das nobelste Wohnquartier in Yaounde. Hier findet man stattliche Häuser in wunderschöner Hanglage und die meisten Botschaften, Konsulate der Stadt. Auch die ausländischen Geschäftsleute, Diplomaten und natürlich die einheimische Oberschicht wohnen hier. Man hat eine wunderschöne Aussicht auf die Stadt, in der Ferne sieht man den schneeweißen Präsidentenpalast. Wer es braucht – hier gibt es auch einen Golfplatz.

Basilique Marie Reine des Apôtres

Eine der Jungfrau Maria geweihte Basilika. Wurde an der Stelle der ersten missionarischen Kirche in Kamerun erbaut und gehört zur Erzdiözese von Yaoundé.

Weiterführende Links:

Reisebericht Kamerun auf geo.de
Website der deutschen Botschaft in Yaoundé