Mount Cameroun, Kamerun

Der Aufstieg auf den Vulkan Mount  Cameroun auf 4.000m Höhe wird mit einem überwältigenden Panoramablick über die afrikanische Landschaft belohnt, Kamerun - © Frida&Diego / Fotolia
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Der Mount Cameroun im Südwesten Kameruns ist der höchste Berg Westafrikas. Der aktive Vulkan kann ohne großartige Bergsteigererfahrung erklommen werden.

Der Mount Cameroun (auch „Fako”, „Berg der Götter” genannt) ist ein aktiver Vulkan im Südwesten von Kamerun. Der Vulkan ist mit einer Höhe von 4.095 Meter der höchste Berg in ganz Westafrika. Der letzte Ausbruch des Mount Cameroun wurde im Jahr 2000 verzeichnet, damals reichte der glühend heiße Lavastrom stoppte bis 200 Meter vor die Küste heran. Frühere Ausbrüche im letzten Jahrhundert ereigneten sich in den Jahren 1999, 1982, 1959, 1954, 1925, 1922 und 1909. Der Mount Cameroun war und ist für Seefahrer ein wichtiger Orientierungspunkt, obwohl er die meiste Zeit in eine Nebel- und Wolkendecke gehüllt ist.

Gipfelsturm auf den Mount Cameroun

Jeder, der halbwegs fit ist, kann die Gelegenheit nutzen und den Berg besteigen. Besondere bergsteigerische Kenntnisse benötigt man nicht, sehr wohl aber gute Kondition, Ausdauer und Trittsicherheit. Festes Schuhwerk und warme Kleidung sind auf jeden Fall sehr zu empfehlen. Trotz der Hitze Afrikas kann es aufgrund der Höhe am Gipfel empfindlich kühl und frostig werden. Die niederen Lagen des Mount Cameroun sind noch mit Regenwäldern, Ölpalmen, Bananen- und Kautschukbäumen bewachsen, die auf dem durch die Vulkanasche fruchtbaren Boden hervorragend gedeihen. Erst ab einer Höhe von etwa 2.200 Meter geht die üppige Vegetation in trockenere Savanne über und weiter oben gibt es nur noch alpine Flechten und karge Gräser, die zwischen Aschefeldern und bröckelnder Lava aus dem felsigen Untergrund sprießen. Sehr oft ist der Gipfel des Mount Cameroun sogar mit Schnee bedeckt. Der Aufstieg auf 4.000m Höhe wird mit einem überwältigenden Panoramablick über die afrikanische Landschaft belohnt.

Schild am Sommet du Mont Cameroun, Kamerun - © Frida&Diego / Fotolia
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Die Übernachtung kann in drei einfachen Schutzhütten erfolgen, die jedoch nur Unterkunft und keine Verpflegung anbieten. Für Essen und Trinken muss selbst gesorgt werden. Vor allem bei längeren Touren sollte man nicht vergessen, dass man alles, was man mitnehmen möchte, auch selbst bis auf den Gipfel schleppen muss. Unter Umständen bietet sich die Rekrutierung eines Trägers an. Bei Preisen von 11 Euro pro Person und Tag für Träger, Eintritts- und Hüttengebühr denkt man meist nicht lange darüber nach, sich diesen Luxus zu leisten. Vor allem für nicht so erfahrene Tourengeher empfiehlt sich auch die Rekrutierung eines Führers.

Tipp: Für den Auf- und Abstieg sollte man zumindest zwei bis drei Tage Zeit einkalkulieren. Es sind immerhin 3.000 Höhenmeter überwinden, auf deren Höhenunterschied man seinen Körper langsam gewöhnen sollte. Wer mehr Zeit hat, kann auch eine vier- bis fünftägige Rundtour unternehmen und die atemberaubende Berglandschaft ausgiebig genießen.

Aufstiegserlaubnis: Um den Mount Cameroun zu besteigen, muss man sich eine Genehmigung besorgen. Diese erhält man nach dem Ausfüllen eines Formulars im Touristenbüro, das morgens ab ca. 8 Uhr geöffnet ist. Zu beachten ist, dass die Genehmigung zur Besteigung in der Regenzeit (Mai bis November) wegen der zu großen Gefahren nicht erteilt wird. Beste Zeit für einen Gipfelsturm sind die Monate Dezember bis April.

Umgebung des Mount Cameroun

Die Region um den Vulkan ist äußerst fruchtbar und so finden sich hier auch die größten Plantagen von Kamerun. Da der Südwesten dünn besiedelt ist, gibt es hier immer noch viele Orte, zu denen man nur gelangt, wenn man über Lianenbrücken die Flüsse überquert oder diese durchwatet. Die Durchschnittstemperatur liegt bei ca. 20 Grad.

Weiterführende Links:

Offizielle Website der Mount Cameroun-Region (englisch)