Makgadikgadi Pans- und Nxai-Pans-Nationalpark, Botswana

Ein Zelt in der Makgadikgadi Salzpfanne im Norden von Botswana - © Jandrie Lombard / Fotolia
© Jandrie Lombard / Fotolia

Der Makgadikgadi Pans- und Nxai-Pans-Nationalpark liegen im Norden von Botswana. Trotz dünner Besiedlung gibt es in den größten Salzpfannen der Welt Leben; man muss nur wissen, wo man suchen muss.

Die Makgadikgadi Pans und die Nxai Pans in der Kalahari im Norden Botswanas weisen die dünnste Besiedlung des gesamten Landes auf. Kein Wunder: Salziges Ödland, wohin das Auge blickt. Nicht umsonst bedeutet Makgadikgadi „ausgedehntes lebloses Land”. Doch erscheint dieser stillste Platz Südafrikas auch als ein Gebiet, in dem absolutes Nichts vorherrscht, so trifft man doch immer wieder auf Leben.

Die Ansammlung größerer und kleinerer Salzpfannen in den beiden Nationalparks, die zu den größten der Erde gehören, entstand vor ungefähr 4000 Jahren. Zuvor war hier ein riesiger See, der durch Klimaveränderung und Erdverschiebung vertrocknete und an den tiefsten Stellen bis zu fünf Meter tiefe Salzkrusten zurückließ.

Man stößt hier auf kaum Vegetation, nur an den Rändern findet man flaches Grasland. Und doch wachsen in den Salzpfannen Bäume mit dem größten Durchmesser der Welt. In den Nxai-Pans stehen die Baobab-Bäume, die nach dem Künstler Thomas Baines „Baines-Baobab” genannt werden.

Verstecktes Leben im Salz

Während der Wintermonate ist die Oberfläche der Salzpfannen sehr trocken; im Sommer hingegen bildet sich hier ein Wasserbassin, das einem regelrechten Meer gleichkommt. Während der Regenzeit im Sommer finden sich Unmengen von Vögeln in den Makgadikgadi Pans und den Nxai Pans ein, darunter Flamingos, Pelikane, Reiher und Störche. Außerdem kommt Wild, vom Wasser angezogen, in die Nationalparks. Mit ihnen kommen die Räuber, unter anderem Löwen, Leoparden, afrikanische Wildhunde und Schakale. Am Ende der Regenzeit zieht das Wild wieder fort, in die Grassavannen am Rande der Pans und weiter bis ins Okavango-Delta. Während des trockenen und heißen Winters finden hier nur der Umgebung angepasste Tiere wie Schildkröten oder Echsen einen Lebensraum.

Doch nicht nur tagsüber, auch in der Nacht halten die Pans einiges für den Besucher bereit. Hier, mitten in der Wüste, sieht man fernab von jedem städtischen Licht Tausende und Abertausende von Sternen am klaren Nachthimmel.

Man kann die Pans mit einem Quad befahren oder eine organisierte Safari buchen. Generell spielt der Tourismus in dieser Region eine große Rolle; daneben haben sich hier zwei wichtige Unternehmen angesiedelt: Botswana Ash, ein Unternehmen, das Natriumcarbonat und Salz abbaut, und die größten Diamantminen der Welt.